Lovins erstes Mal: Danach gibt’s Trost vom Trainer

Florin Lovin stand gegen Düsseldorf endlich wieder in der Startformation, als es kurz vor dem Halbzeitpfiff passierte. Warum Trainer Maurer dem Eigentor-Schützen nicht böse sein mag.
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Florin Lovin (rechts, neben ihm Stefan Bell).
dpa Florin Lovin (rechts, neben ihm Stefan Bell).

DÜSSELDORF - Florin Lovin stand gegen Düsseldorf endlich wieder in der Startformation, als es kurz vor dem Halbzeitpfiff passierte. Warum Trainer Maurer dem Eigentor-Schützen nicht böse sein mag.

Florin Lovin ließ sich entkräftet auf den Boden fallen und kratzte erst mal ein paar Grashalme von seinen Schuhen. „Einen Moment“, erbat sich der 1860-Profi, er wollte nach seinem ersten Spiel über 90 Minuten nach knapp einem Jahr erst durchschnaufen und nicht sofort über das Erlebte sprechen.

Schließlich war dieser 2:1-Sieg für Lovin (28) ein eigenartiges Spiel gewesen. „Es war hart, es war kurios. Ich wusste nicht, wie mir geschieht. Aber jetzt kann ich lachen und Witze machen“, sagte er ein paar Minuten später. Er lachte dabei.

Die ersten drei Saisonspiele hatte Lovin auf der Bank sitzen und für Youngster Moritz Leitner Platz machen müssen, gerade mal sieben Minuten durfte er gegen Osnabrück ran. Und jetzt in Düsseldorf, wo er endlich wieder in der Startformation stand, unterlief ihm ein Eigentor, das 1:0 für die Fortuna (45.).

Nach einer Ecke hatte er die Kugel per Kopf ins eigene Netz gewuchtet. „Als ich den Ball gesehen habe, war es schon zu spät“, erzählte Lovin später. „Das war mein erstes Eigentor der Karriere. Und ich bin schon seit zwölf Jahren Profi. So etwas muss wohl jeder Spieler einmal erleben.“

Es passte in Lovins schwierige Situation bei 1860, deren Folgen Lovin schon vor dem Eigentor anzumerken waren: „Ich war nervös, habe Fehler gemacht. Ich bin überhaupt nicht mit mir zufrieden.“ Immerhin: „Am Ende zählen nur die Punkte und das gute Gefühl. Für mich ist auch wichtig, dass ich weiß, viel besser spielen zu können."

Trainer Reiner Maurer milde: „Für mich ist wichtig, dass ein Spieler alles gibt. Das hat Florin heute gemacht. Dazu hat er sich taktisch gut verhalten. Ihm hat noch ein wenig das Spielglück gefehlt, aber das kommt schon noch."

Sportdirektor Miki Stevic ergänzte: „Florin ist stabil genug, um so ein Eigentor zu verkraften. Ich glaube fest daran, dass er sich in den nächsten Wochen steigert.“

M. Plein

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