Lovin geht: "Bald ist es vorbei"

Unter Trainer Reiner Maurer hat Florin Lovin keine Perspektive mehr: „Er hat Fehler gemacht”, sagt der Löwen-Coach
| Marco Plein
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Florin Lovin empfindet seine Zeit bei den Löwen mittlerweile als einziges Mißverständnis.
sampics Florin Lovin empfindet seine Zeit bei den Löwen mittlerweile als einziges Mißverständnis.

München -  Er will nur noch weg. Ein paar Wochen muss Florin Lovin noch überstehen, dann hofft er, den TSV 1860 verlassen zu dürfen. „Ich habe keine andere Wahl mehr. Ich habe dem Verein klar gesagt, dass ich gehen will. Ich sehe hier keine Perspektive mehr”, sagt der Rumäne, der auf die zwei Jahre bei 1860 enttäuscht zurückschauen wird. Als Hoffnungsträger war er gekommen, als Bankdrücker wird er gehen. „Ich bereue nichts. Aber es ist komplett anders gelaufen, als ich es mir erhofft hatte. Es ist traurig.”

Zwar läuft der Vertrag des 29-Jährigen noch bis Sommer 2012, „und der Verein will natürlich Geld für mich bekommen”, erklärt Lovin, einer der Besserverdienenden bei 1860. „Aber wir werden hoffentlich eine Lösung finden. Das wird nicht einfach, ich habe ja kaum gespielt und konnte mich kaum zeigen. Aber jetzt ist es für mich nicht mehr zu ertragen. Es ist nur noch enttäuschend.” Seit fast drei Monaten hat Lovin, hin und wieder verletzt, kein Spiel mehr gemacht; mittlerweile wirkt er verbittert. Vom Kampf um einen Stammplatz ist nicht mehr allzu viel zu erkennen. „Ich habe keine Chance mehr”, gesteht er, „das weiß ich mittlerweile. Ich habe auch nie so richtig erfahren, was ich falsch gemacht haben soll. Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich habe immer meinen Job erledigt. Aber ich habe mich jetzt damit abgefunden. Bald ist es vorbei.”

Auch Trainer Reiner Maurer kann mit Lovin nicht mehr viel anfangen. Zwar schätzt er den Rumänen als einen der besten Techniker im Kader, „doch er hat immer wieder entscheidende Fehler gemacht. Ich habe ihn gefördert wie keinen anderen, ich habe immer wieder den Kopf für ihn hingehalten. Aber irgendwann ging es einfach nicht mehr. Jetzt will er weg, das kann ich dann auch verstehen.” Zum Konkurrenzkampf fügt Maurer hinzu: „Auf seiner Position haben Dominik Stahl, Kai Bülow und Aleks Ignjovski die Nase vorn.”

Zu Beginn dieser Saison hatte Maurer stark auf Moritz Leitner gesetzt, damals auch zum Leidwesen des schüchternen Lovin. Heute sagt Maurer darüber: „Ich kann froh sein, das so gemacht zu haben. Durch die Ablösesumme für Moritz Leitner haben wir die Lizenz erhalten. Hätte ich damals mit Lovin weitergemacht, hätten wir kein Geld für Leitner bekommen und Ende Oktober wäre Feierabend gewesen.”

Und wie geht es mit Lovin weiter? „Ich würde gerne wieder zurück nach Rumänien. Ich will auch, dass meine Kinder dort aufwachsen. Da habe ich immer noch einen guten Namen, die Leute dort haben mich in guter Erinnerung”, sagt der Mittelfeldspieler, von dem nach seiner Ankunft aufgrund seiner Champions-League-Vergangenheit große Dinge erwartet worden waren. „Es ist schade, dass es so zu Ende geht hier. Ich werde der Zeit trotzdem Positives abgewinnen. Auch wenn das nicht einfach ist.”

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