Löwen-Trainer: Schicksal Sandhausen

Die beiden Ex-Trainer Moniz und Schmidt mussten beim TSV 1860 jeweils nach einer Pleite beim SV Sandhausen gehen – dort tritt am Dienstag Fröhling an. Der sagt: „Es geht zu viel um meine Person“
| Matthias Eicher
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Waren jeweils nach einer Pleite gegen den SV Sandhausen ihren Trainerjob beim TSV 1860 los: Ricardo Moniz und Alexander Schmidt.
sampics, Rauchensteiner/Augenklick Waren jeweils nach einer Pleite gegen den SV Sandhausen ihren Trainerjob beim TSV 1860 los: Ricardo Moniz und Alexander Schmidt.

München - Rückblende in die Saison 2013/14: Sechster Spieltag: 1860 ist „nur“ Sechster mit neun Punkten, Trainer Alexander Schmidt fliegt nach einem 0:2 beim SV Sandhausen raus. 2014/15, siebter Spieltag: Löwen-Trainer Ricardo Moniz muss nach einer 0:1-Pleite und nur sechs Zählern (Platz 13) gehen. Der Gegner? Klar, der SV Sandhausen.

Jetzt, am achten Spieltag der Saison 2015/16, siebter Spieltag: Diesmal haben die Löwen als Tabellen-Vorletzter nur drei Punkte – und müssen nach: richtig, Sandhausen. Um 17.30 Uhr tritt die Elf von Trainer Torsten Fröhling am Dienstag bei dem Klub an, der für Schmidt und Moniz Endstation war. Zwar diesmal mit gesunkenen Ansprüchen, aber dennoch unter Zugzwang. Noch pflegt der neue 1860-Sportdirektor Necat Aygün den Schulterschluss mit Fröhling („Es gibt keine Trainerdiskussion“). Was aber, wenn der Trainer-Angstgegner wieder zuschlägt? Heißt dann Fröhlings Schicksal auch Sandhausen?

Dieser reagierte einen Tag vor dem Duell genervt: „Zur Zeit wird das Spiel ein bisschen in den Hintergrund gestellt. Was die Mannschaft gegen Kaiserslautern geleistet hat, kommt zu wenig rüber. Da geht es zu viel auf meine Person. Die Mannschaft muss das richten, nicht wir.“ Seine Message: Jetzt wird Fußball gespielt. Daran muss er sich letztlich auch messen lassen. Vor dem 1:1 gegen Lautern hatte er „fünf bis sechs“ Punkte ausgegeben, aber nur einen bisher gesammelt. Fehlen also bei Sandhausen und dem Heimspiel gegen RB Leipzig am Sonntag noch mindestens vier.

Dass es nirgendwo eine Garantie gebe, hatte Fröhling schon tags zuvor erkannt, glaubt aber weiter an seinen Weg: „Ich weiß, was wir da tun und weiß, dass die Jungs eine Reaktion gezeigt haben. Wir haben bisher gegen starke Gegner gespielt, hatten dabei ein schlechtes Spiel gegen Düsseldorf, danach ging die Tendenz wieder nach oben. Jetzt werden wir sehen, wie die nächsten Spiele laufen.“ Wäre ja auch schlimm, wenn nach dem desaströsen 0:3 in Düsseldorf keine Besserung in Sicht wäre, aber nun soll es auch zum ersten Sieg reichen.

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Und das bei einem Gegner, dessen bester Torjäger Andrew Wooten doppelt so viele Treffer (sechs) erzielt hat, wie Sechzig zusammen. Fröhling: „Sie haben einen sehr gefährlichen Sturm mit Wooten, die Mannschaft ist eingespielt und unheimlich kompakt.“ Und Sechzig? „Wenn wir wieder so arbeiten wie gegen Kaiserslautern und es noch mehr erzwingen, werden wir unsere Tore schießen.“

Die Englische Woche dürfe keine Ausrede sein, sagte Fröhling, der Fejsal Mulic zugunsten von Richard Neudecker aus dem Kader strich und auf größere Rotation verzichten wollte: „Gewechselt wird öfter, wenn du diesen Rhythmus öfter hast und Champions League spielst. Wir haben nur eine solche Woche, das müssen die Jungs abkönnen. Wir haben vorgestern nach dem Spiel nochmal trainiert, mit Eistonne und Essen alles probiert, um jetzt Gas geben zu können.“

Das soll auch Michael Liendl tun, der zuletzt aus der Startelf flog und öffentlich grantelte. Fröhling: „Michael ist alt genug, zweifacher Vater. Er weiß genau, was er macht, aber ich sehe das nicht als Angriff. Dass er nicht zufrieden ist, ist ganz normal.“ Mit welchem Personal auch immer: Dem letzten Auswärts-Auftritt in Düsseldorf sollte das Spiel heute Abend nicht gleichen, denn sonst haben die Sandhäuser mehr mit Fröhlings Schicksal zu tun, als ihm lieb ist.

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