Löwen schämen sich nach 3:0

Am Ende eines kuriosen Fußball-Abends fühlten sich die Profis des Zweitligisten 1860 München fast wie an Heiligabend.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Kevin Volland (l.) und Braunschweigs Mirko Boland kämpfen um den Ball.
dapd Kevin Volland (l.) und Braunschweigs Mirko Boland kämpfen um den Ball.

Am Ende eines kuriosen Fußball-Abends fühlten sich die Profis des Zweitligisten 1860 München fast wie an Heiligabend.

München  –  „Passend zur Weihnachtszeit haben wir 1860 ein großes Geschenk gemacht“, erklärte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht das 0:3 (0:1) seiner Eintracht am Freitagabend in München.

Und die Löwen konnten sich nicht so recht freuen über den Heimdreier. „Ich schäme mich etwas, weil wir katastrophal gespielt und trotzdem 3:0 gewonnen haben“, räumte 1860-Profi Stefan Aigner ein. „Letztlich zählen aber nur die drei Punkte.“

Eigentlich hatte vor der dürftigen Kulisse von 16 400 Zuschauern nur ein Team gespielt. Doch der Aufsteiger scheiterte vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder an seiner Abschlussschwäche – und an „Löwen“-Schlussmann Gabor Kiraly.

Ganz anders die Hausherren: Eiskalt nutzte das Team von Trainer Reiner Maurer seine Chancen, erst traf Aigner (32. Minute), dann machten Djordje Rakic (58.) und Routinier Benjamin Lauth (65.) nach dem Wechsel alles klar. „Natürlich ist das 3:0 zu hoch“, sagte „Löwen“-Coach Maurer und zollte den unglücklich geschlagenen Gästen Lob.

„Braunschweig hat ein sehr starkes Spiel absolviert. Es war schwierig, uns aus dem aggressiven Zugriff zu lösen.“ Regelrecht verwirrt war der Gäste-Trainer nach der unnötigen Niederlage. „Letztlich ist es ein komisches Gefühlskarussell, wenn du so ein Spiel mit 0:3 verlierst“, sagte Lieberknecht.

„Ich ärgere mich über die Niederlage, aber nicht über die Darbietung meiner Mannschaft.“ Spielerisch konnten die Hausherren nicht zufrieden sein, Mut machte allein die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. „Wir hatten den größeren Willen im Abschluss“, erkannte Routinier Daniel Bierofka, der nun sogar wieder ein wenig gen Spitze schauen durfte. „Wir können maximal mit einem Auge nach oben schielen.“

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren