Löwen mit Remis in die Winterpause

Dank Löwen-Torjäger Rubin Okotie muss der TSV 1860 nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern. Mit einem 1:1-Unentschieden gegen RB Leipzig sorgten die Löwen für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss des Jahres.
| Marc Merten
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Leipzigs Yussuf Poulsen (l) beim Schuss zum 1:0.
dpa Leipzigs Yussuf Poulsen (l) beim Schuss zum 1:0.

Dank Löwen-Torjäger Rubin Okotie muss der TSV 1860 nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern. Mit einem 1:1-Unentschieden gegen RB Leipzig sorgten die Löwen für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss des Jahres 2014.

Leipzig - Die Belohnung kam ganz zum Schluss. Mit seinem zwölften Saisontor hat Rubin Okotie beim TSV 1860 für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss des Jahres 2014 gesorgt. Das 1:1 (0:1) bei RB Leipzig war ein wohlverdienter Punktgewinn, der die Löwen in letzter Sekunde noch auf den 15. Tabellenplatz hievt. Damit muss 1860 nicht wie befürchtet auf den Abstiegsrängen überwintern.

„Das Unentschieden ist okay, aber es wäre mehr drin gewesen“, sagte Okotie nach der Partie bei Sky. „Aber eine Niederlage wäre schlecht für die Köpfe gewesen.“ Sportchef Gerhard Poschner meinte: „Der Punkt ist mehr als verdient. Heute hat sich die Mannschaft ein Lob verdient.“ Markus von Ahlen dürfte mit dem 1:1 seinen Job vorerst sicher haben. „Er erreicht die Mannschaft“, sagte Ersatzkapitän Daniel Adlung.

Und so hatte alles angefangen: Eine Körpertäuschung, ein Schlenzer in den Winkel und ein Radschlag zum Jubel. Eine halbe Stunde war gespielt, da ließ Yussuf Poulsen erst Martin Angha und dann Gary Kagelmacher alt aussehen, ehe er Stefan Ortega nicht den Hauch einer Chance ließ und per Traumtor traf. Das 0:1 aus Sicht des TSV war der spielerische Höhepunkt einer spektakulären ersten Halbzeit, in der vier Tore fielen, aber nur das von Poulsen zählte.

Alleine 1860-Torjäger Rubin Okotie traf zweimal (12./18.), wurde aber beide Male wegen vermeintlichen Abseits zurückgepfiffen. Bitter für 1860: Sein erster Treffer war regulär, Gui Vallori und nicht der Torschütze hatte im Abseits gestanden. Im Gegenzug bekam Leipzigs Daniel Frahn ein Kopfballtor aberkannt. Der Kapitän der Roten Bullen hatte sich bei Wittek aufgestützt. Der Treffer zählte daher zu Recht nicht. Als Poulsen dann nach einer halben Stunde seinen Sonntagsschuss versenkte, befürchteten die Löwen-Fans einen neuerlichen Zusammenbruch der weiß-blauen Defensive. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Mannschaft von von Ahlen blieb stabil und spielte weiter nach vorne. Einzig: Selbst die besten Chancen vergaben Okotie (45.) und Daniel Adlung freistehend aus 16 beziehungsweise 14 Metern. Sechzig hätte sich den Ausgleichstreffer noch vor der Pause verdient gehabt.

Von Ahlen verzichtete auf einen frühen Wechsel, hatte er doch den verletzten Marius Wolf schon nach 35 Minuten durch Korbinian Vollmann ersetzen müssen. Und weil mit Valdet Rama der zweite Flügelstürmer wegen Rückenproblemen die Reise nach Leipzig gar nicht erst angetreten hatte, hob sich von Ahlen seine letzten offensiven Varianten auf.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte: mit offenem Visier bei beiden Mannschaften. Erst traf Vollmann den Pfosten (49.), dann nur eine Minute später Poulsen auf der Gegenseite. Dann aber übernahm Leipzig das Kommando und kontrollierte die Nadelstiche der Löwen Minute für Minute besser. Vollmann kam noch einmal gefährlich vors Tor, verzog aber. Adlungs Hereingabe (79.) fischte RB-Schlussmann Coltorti mit langem Bein weg. Vor 27370 Zuschauern im ehemaligen Zentralstadion blieb Sechzig aber enorm zweikampfstark und gestattete wiederum RBL kaum noch klare Torszenen.

Am Ende zog von Ahlen doch noch seine letzten Joker und brachte mit Mulic und Tomasov seine beiden verbliebenen Offensivkräfte. Mit dem kaum mehr für möglich gehaltenen Erfolg. Mulic legte auf, und Rubin Okotie machte doch noch sein Tor. Aus zwölf Metern traf er und sorgte für vorweihnachtlichen Jubel beim TSV.

 

 

 

 

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