Löwen-Bubis vor der Krönung

Gerade erst hat Toni Jais seine letzten Abiprüfungen hinter sich gebracht, nun soll der 18-Jährige die Löwen zum Titel ballern.
| M. Plein, F. Cataldo
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Stürmer Toni Jais steigt zu den Profis auf.
Pahnke/sampics Stürmer Toni Jais steigt zu den Profis auf.

München - Toni Jais, der erfolgreichste Stürmer der A-Junioren (10 Treffer bisher), spielt am Mittwoch mit seinen Kameraden in Kaiserslautern und am Sonntag beim Rückspiel im Sechzger Stadion (13 Uhr) um den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft. Für die Löwen wäre es der erste Finaleinzug einer A-Junioren-Mannschaft seit 1997.

Dass die Löwen-Bubis überhaupt so weit gekommen sind, daran hat Jais einen großen Anteil. Fünf Tore gelangen ihm in den letzten beiden Spielen, neun Treffer waren es in den letzten acht Partien. „Er hat die Mannschaft mehrfach alleine gerettet", sagt 1860-Jugendleiter Jürgen Jung.

Jais hat die Junglöwen vom Titel träumen lassen. Und schon jetzt sind seine Karriere-Aussichten rosig. 1860-Coach Reiner Maurer will Jais – zusammen mit sieben weiteren Nachwuchskräften – in den nächsten Wochen bei den Profis mittrainieren lassen. Auch Einsätze in der Zweiten Liga hat Maurer dem Talent schon in Aussicht gestellt. „Er hat einen tollen Lauf. Er spielt sehr zielstrebig, ist wahnsinnig explosiv und dazu eiskalt im Abschluss", lobt auch Sportkoordinator Florian Hinterberger, der gerade mit Jais und dessen Vater Roland über einen längerfristigen Vertrag verhandelt.

Mindestens zwei, eher drei Jahre wollen die Löwen den Landsberger an sich binden. „Wir wollen künftig keine Angst mehr davor haben müssen, dass wir ein Talent zwei, drei Mal spielen lassen und ihn dann sofort unter Wert verkaufen müssen“, sagt Maurer. Notverkäufe, wie im vergangenen Winter bei Moritz Leitner und später auch Kevin Vollland geschehen, soll es bei 1860 nicht mehr geben. Die Löwen wollen von ihrer Jugendarbeit künftig selbst profitieren und nicht die Konkurrenz stärker machen.


Wer kommt, wer geht: Die aktuelle Kader-Übersicht beim TSV 1860 München

Roland Jais, der seinen Sohn schon seit zehn Jahren fünf Mal die Woche aus Pürgen bei Landsberg zum Training nach München fährt – 50.000 Kilometer sind da zusammengekommen – zeigt sich zuversichtlich, dass die Parteien sich einigen werden. „Wir wissen natürlich auch, dass die Chancen, in den Profikader zu kommen, bei Sechzig größer sind als woanders.“

Für seinen Sohn dürften sie sogar exzellent sein. Sollte 1860 den Vielverdiener Djordje Rakic wie geplant verkaufen können, würde die Mannschaft nur mit Angreifern aus der eigenen Jugend antreten: Benny Lauth, Kevin Volland, Rückkehrer Manuel Schäffler, Bobby Wood. Und dazu noch Jais und U19-Kollege Markus Ziereis.

Wobei Ziereis Jais als warnender Hinweis dienen kann, „dass man im Entwicklungsalter immer mit Wellentälern rechnen muss", wie Hinterberger erklärt. Ziereis war letzten Sommer schon bei den Profis und schoss in deren Saisonvorbereitung ein Tor nach dem anderen. Dann aber fiel er zurück, wegen der Mehrfachbelastung (U19, U23, Profis) und den Abitur-Vorbereitungen. Doch das Abitur ist ja jetzt bestanden.

 

 

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