Löwen bangen um Zuschauereinnahmen

Weil die DFL den Löwen zum Saisonauftakt nur zwei Heim- und vier Auswärtsspiele beschert hat, bangen sie an der Grünwalder nun um ihre Einnahmen. Zumal sie auch gegen schwere Gegner starten.
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Kopfballduell vor leeren Rängen in der ungeliebten Arena: Löwe Sven Bender (r.) gegen den Koblenzer Frank Wiblishauser.
dpa Kopfballduell vor leeren Rängen in der ungeliebten Arena: Löwe Sven Bender (r.) gegen den Koblenzer Frank Wiblishauser.

MÜNCHEN - Weil die DFL den Löwen zum Saisonauftakt nur zwei Heim- und vier Auswärtsspiele beschert hat, bangen sie an der Grünwalder nun um ihre Einnahmen. Zumal sie auch gegen schwere Gegner starten.

Die Aussagen ähneln sich. „Wir hätten ihn uns anders gewünscht“, sagt Löwen-Trainer Reiner Maurer. Und Geschäftsführer Manfred Stoffers meint: „Es hätte besser kommen können.“ Nein, begeistert sind sie nicht beim TSV 1860 über den Spielplan für die kommende Zweitligasaison. Denn von den ersten sechs Partien müssen die Sechzger vier Mal auswärts ran – und das auch noch bei Aufstiegskandidaten. In Bochum. In Duisburg. In Düsseldorf, das letztes Jahr zu Hause ungeschlagen blieb und beste Heimmannschaft war. Und in Augsburg beim zweitbesten Heimteam der vergangenen Saison.

„Schade“, sagt Maurer, „ich hätte es gerne gesehen, nach der WM-Euphorie zu Hause zu starten. Aber jetzt müssen wir eben das Beste daraus machen.“ Der 50-Jährige würde es gewiss nicht zugeben, aber ihm wird ob des kniffligen Auftaktprogramms sicherlich mulmig sein. „Wir dürfen uns davon nicht verrückt machen lassen. Der Auftakt ist nicht leicht. Aber die ersten Gegner kochen auch nur mit Wasser“, sagt Stefan Aigner. „Und danach wissen wir wenigstens gleich, wo wir stehen.“

Auch wenn sich dem Plan also sportlich etwas Gutes abgewinnen lässt, wirtschaftlich gilt das keineswegs. „Das Auftaktprogramm ist enttäuschend für den Verein, weil er so sehr von seinen Zuschauern lebt“, sagt Maurer über die Situation mit nur jeweils einem Heimspiel im August und September. Dafür tritt 1860 aber gleich drei Mal in den ersten drei Wochen nach der Winterpause daheim an. „Sicherlich ist es für die Zuschauerzahlen besser, wenn es draußen nicht ganz so kalt und ungemütlich ist. Das war also Pech“, sagt Stoffers. „Aber letztlich ist das nur eine Komponente. Ich bin davon überzeugt, dass sich über Erfolg mehr Zuschauer gewinnen lassen als über äußerliche Bedingungen.“

Trotz all dem Ärger über die Pläne der DFL, ein Löwe bewertet sie durchweg positiv: Daniel Bierofka. „Ich finde es gut, dass wir gleich gegen einen Absteiger spielen. Sicherlich hat Bochum ein Topmannschaft. Trotzdem haben die letzten Jahre gezeigt, dass sich Absteiger erst mal schwer getan haben, weil sie noch nicht an den Zweitligafußball gewöhnt waren.“

Marco Plein

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