Lienens neue Stammelf

1:0 gegen Aberdeen, Geschäftsführer Stoffers ist zuversichtlich: „Hier wächst etwas zusammen.“Zwölf Tage vor dem Pokalauftakt hat der Coach bereits seine Wunsch-Aufstellung im Kopf.
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"Entscheidend ist, dass die Spieler auf dem Platz frisch sind": Löwen-Coach Ewald Lienen.
sampics/Augenklick "Entscheidend ist, dass die Spieler auf dem Platz frisch sind": Löwen-Coach Ewald Lienen.

1:0 gegen Aberdeen, Geschäftsführer Stoffers ist zuversichtlich: „Hier wächst etwas zusammen.“Zwölf Tage vor dem Pokalauftakt hat der Coach bereits seine Wunsch-Aufstellung im Kopf.

ST. JOHANN Der Ausflug in die Alpen hat sich rentiert für den gebürtigen Westfalen Manfred Stoffers. „Ich habe so ein Gefühl", sagte der 1860-Geschäftsführer nach dem 1:0 gegen den FC Aberdeen, „dass hier was zusammenwächst."

Nun muss man wissen, dass der Marketing-Mann Stoffers zugibt, nichts vom Fußball zu verstehen. Aber: „Die Leute, die in Bad Wimsbach um mich herumstanden, haben gesagt, dass wir endlich mal wieder Spieler haben, die mit dem Ball umgehen können."

Bis zum Pokal-Auftakt bei Zweitliga-Aufsteiger Paderborn (1. August), sind's noch zwölf Tage. Die Löwen-Elf, die in der Jubiläums-Saison die Bundesliga-Rückkehr packen soll, hat der Trainer schon im Kopf. Die AZ stellt Ewald Lienens neue Stamm-Elf vor.

TOR

Gabor Kiraly ist in Lienens System unantastbar. Zwar fehlt dem ehemaligen ungarischen Nationalkeeper noch ein wenig Spielpraxis, saß der 33-Jährige doch in der letzten Saison bei Leverkusen nur auf der Bank. Ein Risiko ist das laut Sportdirektor Miki Stevic aber nicht: „Die ganze Mannschaft wird von Gabors Ausstrahlung und Ruhe profitieren. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so einen Torwart im Kasten haben. Gabor steht wie eine Wand da hinten drin." Welche Rolle spielen aber Kiralys Vorgänger Philipp Tschauner und Michael Hofmann? Während Tschauner immerhin der Platz auf der Bank bleibt, muss Hofmann auf die Tribüne.

VIERERKETTE

Auch die steht bereits. Neuer Abwehr-Boss ist der Tunesier Radi Felhi, neben ihm verteidigen Antonio Rukavina (rechts), Mate Ghvinianidze (Mitte) und Jose Holebas, die Überraschung der Vorbereitung (siehe unten). Lienen lobte nach dem 1:0 gegen Aberdeen: „Ich kann mich an keine Torchance der Schotten erinnern – und Aberdeen ist ja nicht irgendeine Wald- und Wiesenmannschaft.“ Alternative für die Viererkette ist Routinier Torben Hoffmann (35).

MITTELFELD

Die beste Nachricht am Sonntag im Trainingslager in St. Johann: Der Wechsel von Florin Lovin (27) von Steaua Bukarest zum TSV 1860 ist nun perfekt. Am Montag wird der Rumäne nach der sportärztlichen Untersuchung einen Zwei-Jahres-Vertrag in Giesing unterschreiben. Dass der Transfer überhaupt geklappt hat, ist dem Verhandlungsgeschick von Stevic zu verdanken, denn: Lovin kommt als echtes Schnäppchen. „Wir zahlen jetzt 100000 Euro Ablöse – und dann schauen wir weiter", sagt Stevic. Ursprünglich waren als Ablöse 500 000 Euro im Gespräch. Lovin ist im zentralen Mittelfeld gesetzt, daneben plant Lienen zunächst mit dem serbischen Talent Aleksandar Ignjovski, Alexander Ludwig (links) und Charilaos Pappas (rechts).

ANGRIFF

Die große Problemzone bei 1860: Nur Benny Lauth ist gesetzt – solange kein neuer Stürmer verpflichtet ist, wird wohl Sascha Rösler neben dem Kapitän stürmen. Aber Lienen sagt: „Wir brauchen noch zwei Stürmer. Im vorderen Bereich stoßen wir personell an unsere Grenzen." Möglich, dass deswegen Testspieler Ardijan Djokaj (zuletzt TuS Koblenz) demnächst ein Vertragsangebot des TSV 1860 bekommt. Lienen: „Ich halte sehr viel von ihm."

Oliver Griss

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