Lienen setzt auf Augsburg

Für Löwen-Trainer Ewald Lienen ist der FC Augsburg der Favorit für den Aufstieg in die Bundesliga. Auch einige andere Trainer in Liga zwei sehen es wie er. Die Löwen gehören nur zum erweiterten Favoritenkreis.
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Unter Druck: Ewald Lienen.
Rauchensteiner/Augenklick Unter Druck: Ewald Lienen.

MÜNCHEN - Für Löwen-Trainer Ewald Lienen ist der FC Augsburg der Favorit für den Aufstieg in die Bundesliga. Auch einige andere Trainer in Liga zwei sehen es wie er. Die Löwen gehören nur zum erweiterten Favoritenkreis.

Neues Stadion, neue Spieler und ein Fußball-Boss mit großen Träumen – der FC Augsburg klopft an die Tür zur Bundesliga. „Innerhalb der nächsten zwei Jahre steigen wir auf“, sagt Walter Seinsch, Vorstandsvorsitzender des schwäbischen Traditionsclubs. Wenn es nach den Trainern der 2. Bundesliga geht, dann spielt der FCA sogar schon im kommenden Jahr in seiner schmucken Arena im Oberhaus. Für die Mehrzahl der 18 Zweitliga-Trainer ist nach einer Erhebung der Deutschen Presse-Agentur dpa der FC Augsburg der Top-Favorit auf den Aufstieg. Jürgen Luginger von Rot-Weiß Oberhausen legt sich sogar fest: „Augsburg wird Meister. Sie haben eine gute Mannschaft und mit Jos Luhukay einen sehr guten Trainer.“

Auch Andreas Zachhuber, in der vorigen Saison mit Hansa Rostock knapp dem Abstieg in die 3. Liga entgangen, traut den Augsburgern die ganz große Überraschung zu. „Schon in der letzten Saison haben sie einen überragenden Eindruck hier in Rostock gemacht“, sagt der Hansa- Coach, „jetzt haben sie sich noch ordentlich verstärkt, und das neue Stadion wird eine zusätzliche Euphorie auslösen.“ Ewald Lienen vom TSV 1860 München rechnet ebenfalls mit dem FCA, „weil der sich gut verstärkt hat.“ Ganz oben auf dem Tippzettel steht der FCA auch bei Holger Stanislawski (FC St. Pauli), Peter Neururer (MSV Duisburg), Stefan Emmerling (Rot Weiss Ahlen), Benno Möhlmann (SpVgg Greuther Fürth) und Jürgen Seeberger (Alemannia Aachen).

Mit der nagelneuen und 45 Millionen Euro teuren Arena hat sich FCA- Boss Seinsch schon einen Traum erfüllt. Der nächste Wunsch des Tabellen-Elften des Vorjahres ist der Aufstieg. Der ehemalige Textilunternehmer hat für 850 000 Euro die Mannschaft runderneuert - 13 Abgängen stehen elf Neuzugänge gegenüber. Dominik Reinhardt, der vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen wurde, Marcel Ndjeng, Edmond Kapllani, Ibrahim Traoré und Torwart Simon Jentzsch haben Bundesliga-Erfahrung. Die Voraussetzungen für den Trainer sind erstklassig, doch der peilt „nur“ einen einstelligen Tabellenplatz an. Luhukays Favoriten sind Energie Cottbus, Arminia Bielefeld und der Karlsruher SC.

Die drei Absteiger aus der 1. Liga gehören bei den Trainern wie immer zu den Favoriten. „Cottbus, Bielefeld und der KSC sind dabei, aber ich rechne auch mit Aachen und Duisburg“, meinte Uwe Neuhaus von Aufsteiger Union Berlin. Die Trainer der Ex-Erstligisten gehen mit dem Votum der Kollegen selbstbewusst um. „Wir steigen auf, weil das unser großes Ziel“, betont Bielefelds Coach Thomas Gerstner. „Cottbus gehört dazu“, so der neue Coach der Lausitzer, Claus-Dieter Wollitz.

Einig sind sich die Trainer der 18 Clubs darin, dass das Rennen um die zwei direkten Aufstiegsplätze und den dritten Relegationsrang wie in der vergangenen Saison erst gegen Ende der Saison entschieden wird. Erst am letzten Spieltag der Spielzeit 2008/2009 schnappte sich der FSV Mainz 05 den zweiten Platz hinter Meister SC Freiburg und schickte den 1. FC Nürnberg in die Relegation. Entsprechend groß wird das Gerangel um die heiß begehrten Plätze sein. Laut Marco Kurz, dem neuen Trainer des 1. FC Kaiserslautern, werden bis zu acht Teams um den Aufstieg mitspielen. Wollitz spricht sogar von elf Mannschaften. Dazu dürften auch die „Roten Teufel“ aus der Pfalz und die „Löwen“ aus München gehören – beide Clubs wurden von 18 Trainern in den erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter aufgenommen.

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