Kurz bremst seine Blauen: Ein Punkt, ein Bierchen

Nach der Nullnummer in Lautern wollen die Löwen feiern, doch der Coach ist dagegen.
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Kämpferisch wertvoll: Die Löwen Gregg Berhalter (l) und Mate Ghvinianidze (hinten) im Duell mit Lauterns Erik Jendrisek (r) und Srdjan Lakic (2.v.r). Foto: dpa
az Kämpferisch wertvoll: Die Löwen Gregg Berhalter (l) und Mate Ghvinianidze (hinten) im Duell mit Lauterns Erik Jendrisek (r) und Srdjan Lakic (2.v.r). Foto: dpa

Nach der Nullnummer in Lautern wollen die Löwen feiern, doch der Coach ist dagegen.

KAISERSLAUTERN Nein, schön war’s nicht, das Spitzenspiel auf dem Betzenberg. Nein, eine echte Siegchance hatten die Löwen nicht. Doch egal. Am Ende stand ein tapfer erkämpftes Unentschieden. Mit dem 0:0 trotzten die Löwen dem in dieser Saison zuvor zu Hause stets siegreichen 1. FC Kaiserslautern einen Punkt ab. Das hatte zuvor keine Mannschaft geschafft. Die Blauen bleiben das Team der Stunde, sind nun seit sechs Partien ungeschlagen.

Angst vor dem Tabellenzweiten der Zweiten Liga hatte Trainer Marco Kurz bereits vor dem Anpfiff verboten. „Wir wollen etwas mitnehmen“, hatte er bereits vor dem Anpfiff selbstbewusst angekündigt. Genau dies gelang. Die Löwen stabilisieren sich.

In Kaiserslautern durfte sich exakt jene Mannschaft versuchen, die zuletzt beim souveränen 1:0 gegen Koblenz den vierten Sieg hintereinander geholt hatte. Doch das war zu Hause. In der Allianz Arena. Auf dem neuerdings wieder gefürchteten Betzenberg, bei Flutlicht, vor 35168 fanatisierten Anhängern, taten sich die Löwen zunächst schwer.

Klar, die junge Truppe präsentierte sich kämpferisch, energisch – mutig aber nicht. Sie wehrten sich gegen die anrennenden Pfälzer. Geniestreiche von Jungstar Timo Gebhart? Gefährliche Konter mit dem schnellen Benny Lauth? Fehlanzeige!

Es dauerte dennoch bis zur 19. Minute, ehe die überlegenen Pfälzer zur ersten ihrer vielen Chancen kamen: Florian Dick stand völlig frei vor Löwen-Keeper Philipp Tschauner – und köpfte den Freistoß weit übers Tor. Ähnlich unsicher präsentierte sich die 1860-Abwehr bei Anel Dzakas Kopfball (20.) und Axel Bellinghausens Fernschuss (22.). Und dann musste Markus Thorandt auf der Linie für den geschlagenen Tschauner klären (29.). Wieder hatte die Sechzger-Abwehr blau gemacht. Und dennoch hatten die Löwen die beste Chance der ersten Halbzeit – durch Thorandt. Doch der Außenverteidiger scheiterte (39.).

Zwar brachte Kurz nach der Pause im Angriff Jose Holebas für Manuel Schäffler, dennoch gab’s weiter Kampfsport statt Fußball: Grätschen, beißen, dichtmachen. Immerhin zeigte sich die Defensive verbessert. Von geordnetem Spielaufbau konnte aber keine Rede sein. Meist verließ der Ball den Löwen-Strafraum mittels Befreiungsschlag. Ansonsten dominierten Querpässe – auf beiden Seiten. Glück hatten die Löwen dann, als Lauterns Dick den Ball aus guten 20 Metern ans Lattenkreuz drosch (74.). Und quasi in letzter Sekunde als nochmals Tschauner nach einem Freistoß klären musste. Wäre ja auch zu bitter gewesen. So aber jubelten sie auf dem Betze – und bei der Heimfahrt hätten sie gerne die Geburtstage von Tschauner und Keeper-Kollege Michael Hofmann gefeiert. Doch Kurz verhinderte die Party im Bus. „Ein Bierchen ist okay, aber mehr wirklich nicht.“ Ein Punkt, ein Bier. Hätten sie doch bloß den Dreier geschafft.

thk, jos

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