Komplette Löwen-Elf fällt aus: So könnte 1860 gegen Essen auflaufen

Der TSV 1860 muss zum Rückrundenauftakt gegen Essen am Samstag auf eine gesamte Elf verzichten, auch Keeper Dähne fehlt. Dennoch sagt Coach Kauczinski: "Das sind alles erfahrene Jungs, keine Studenten."
von  Matthias Eicher
Markus Kauczinski muss gegen Essen am Samstag auf eine komplette Elf verzichten.
Markus Kauczinski muss gegen Essen am Samstag auf eine komplette Elf verzichten. © sampics

Dähne – Dulic, Verlaat, Pfeifer – Schröter, Jacobsen, Christiansen, Althaus, Deniz – Haugen, Niederlechner. Liebe Löwen, liest sich so die Startelf der Sechzger zum Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiss Essen? Nein, weit gefehlt.

Der TSV 1860 muss am Samstag im Grünwalder Stadion gegen Drittliga-Rivalen RWE (14 Uhr, im AZ-Liveticker) auf diese sage und schreibe elf Spieler verzichten. Eine ganze Löwen-Elf fehlt Cheftrainer Markus Kauczinski im Kracher gegen Essen – und zwar eine, die gut und gern sogar von der Positionierung her so oder so ähnlich auf dem Rasen stehen könnte. Haben Sie so was schon mal erlebt, Herr Kauczinski?

"Ja, ich habe so etwas schon mal erlebt, es gibt einfach solche Momente. Ich erinnere mich an Wehen Wiesbaden, wir haben damals gegen Waldhof Mannheim gespielt. Da saßen 14, 15 Spieler auf der Bank." Ein gutes Omen für Sechzig? Kauczinski dazu: "Wir haben 3:0 gewonnen."

Und wie schaut bei Sechzig die Startelf der übrig gebliebenen Schulbuben aus? Der AZ-Check:

Dähne fällt aus – Routine schlägt Youngster

Tor: Thomas Dähne hat den Wettlauf gegen die Zeit verloren, der Stammtorhüter ist die ganze Woche wegen eines grippalen Infekts ausgefallen. "An einen Einsatz ist nicht zu denken", sagte Kauczinski. Der 55-Jährige hat sich gegen Youngster Paul Bachmann (20) und für Routinier René Vollath (35) entschieden: "René hat immer gezeigt, dass man sich auf ihn verlassen kann."

René Vollath (l.) wird gegen Essen Stammkeeper Dähne vertreten.
René Vollath (l.) wird gegen Essen Stammkeeper Dähne vertreten. © sampics

"Erfahrene Jungs" in der Defensive, Youngster erster Ersatz

Abwehr: Hier stellt sich die defensive Dreierkette auch fast von selbst auf. Raphael Schifferl, Max Reinthaler und Siemen Voet dürften diese bilden. Ein Dreierriegel, für den gelten dürfte, was Kauczinski über eine durchaus erfahrene verbleibende 1860-Rumpftruppe meinte: "Nochmal: Wir haben erfahrene Jungs. Das sind alles keine Studenten, die Dritte Liga nicht drauf hätten!"

Mit Lasse Faßmann kommt noch ein Junglöwe hinzu, der im Falle des Falles einspringen könnte – etwa, wenn der in der Trainingswoche auch noch angeschlagene Schifferl doch nicht (mehr) kann.

Neben Stammlöwe Maier darf wohl Dordan beginnen

Mittelfeld: Der Knackpunkt ist hier die Sechser-Position. Der weiß-blaue Fußballgott scheint kräftig nachgeholfen zu haben, dass der einzige Stamm-Abräumer Philipp Maier rechtzeitig fit geworden ist. Daneben hätte Samuel Althaus nach AZ-Informationen sein Startelfdebüt feiern dürfen, hätte, ja hätte sich der Youngster (20) nicht am Hüftbeuger verletzt.

Des einen Junglöwen Leid, des anderen Freud’: Mit Damjan Dordan (23) und Loris Husic (17) stehen gleich zwei Alternativen zur Verfügung. "Damjan ist schon vier, fünf Wochen bei uns dabei", sagte Kauczinski, "und Loris hat auch gezeigt, dass er seinen Mann stehen kann und wenig Anlaufzeit braucht." Vorteil Dordan, aber für beide Nachwuchstalente eine Chance auf der Jagd nach Drittliga-Minuten.

Youngster Loris Husic durfte bereits im Trainingslager-Testspiel gegen Winterthur ran.
Youngster Loris Husic durfte bereits im Trainingslager-Testspiel gegen Winterthur ran. © sampics

Dazu stehen die Schienenspieler Marvin Rittmüller und Tim Danhof (rechts) sowie Kilian Jakob und Clemens Lippmann (links) bereit, wobei Trainerfuchs Kauczinski mit Junglöwe Lippmann rechts und Jakob links agieren könnte.

Im 1860-Angriff sind die Positionen klar besetzt

Angriff: Kaum ein Mannschaftsteil ist so unumstritten wie der Sturm, hier fallen "nur" zwei Akteure aus. Spielmacher Kevin Volland, der gerne mal in die Spitze durchstößt, ist ebenso unumstritten wie Stoßstürmer Patrick Hobsch, der sich nach monatelanger Nicht- bis Kaum-Berücksichtigung unter Ex-Trainer Patrick Glöckner sowie anfangs auch unter Kauczinski zum Leistungsträger gemausert hat. Als Haugen-Ersatz soll David Philipp zum Zuge kommen.

Neben Justin Steinkötter, den der TSV-Trainer kürzlich öffentlich in die Pflicht nahm, lauert dahinter auch Weltmeistersohn Noah Klose: "Wir haben mit Noah auch einen Stürmer, der in der Lage ist, zu überraschen."

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