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Warum die Löwen diesmal vor einem größeren Scherbenhaufen stehen

Neun Jahre nach dem ersten Zwangsabstieg in die Regionalliga muss der TSV 1860 erneut runter in die Viertklassigkeit. Der Absturz 2026 ist aber deutlich verheerender als der von 2017, findet AZ-Sport-Vize Florian Weiß und sieht nur einen Ausweg als Chance.
Florian Weiß
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Hunderte Löwen-Fans an der Grünwalder Straße 114, banges Warten auf klärende Worte zur Zukunft des TSV 1860 seitens der Vereinsoberhäupter und schließlich eine Mischung aus Trauer und Wut, die im lautstarken Intonieren des Scheichliedes durch den Großteil der anwesenden Anhängerschaft endet. Neun Jahre und einen Tag nach dem "schwarzen Freitag" erlebt Münchens große Liebe den "schwarzen Mittwoch". Wieder stürzt der einst so stolze Löwe ab, wieder steht eine Textnachricht seitens Hasan Ismaiks im Mittelpunkt. War es 2017 noch eine simple "4", sind es diesmal zwei Worte: "Sad Day", also "trauriger Tag".

Diese Einschätzung ist zu kurz gegriffen, denn das, was am 3. Juni 2026 geschehen ist, hat größere Ausmaße als die Ereignisse des 2. Juni 2017 – und das, obwohl der TSV 1860 damals gleich zwei Ligen nach unten in die Regionalliga gerauscht ist und es am Mittwoch "nur" eine Liga war. Warum?

2017 sportlicher Abstieg und finanzieller Absturz – 2026 nur Finanzdesaster

2017 rutschte der auf dem Papier teuerste Kader der 2. Bundesliga in den Tabellenkeller und verlor die Relegation gegen Jahn Regensburg – der eigentliche Abstieg erfolgte aus sportlichem Versagen. Die Gefahr war über Monate hinweg bereits real. Dass es schließlich eine weitere Etage tiefer ging, lag an der verweigerten Zahlung von zehn Millionen Euro seitens Hasan Ismaiks, die für die Drittliga-Lizenz nötig gewesen wären. Von ihm gestellte Forderungen waren wegen der 50+1-Regel größtenteils nicht erfüllbar gewesen.

2026 allerdings erfolgt der Abstieg ausschließlich aus finanziellen Gründen, weil Ismaik 13 (!) Tage vor Ablauf der Lizenzierungsfrist Darlehensverträge kündigt und 2,7 Millionen Euro aufgetrieben werden müssen. Wie 2017 gab es Forderungen seitens des Hauptgesellschafters an die Oberlöwen, deren Umsetzung teilweise erneut nicht 50+1-konform gewesen wäre.

Dem TSV 1860 fehlt 2026 jede Chance auf Euphorie – mit einer Ausnahme

Zum zweiten Mal also rutscht der TSV 1860 in die Viertklassigkeit, darf sich nun mit Vereinen wie dem TSV Buchbach oder der DJK Vilzing messen. Das große Faustpfand der Saison 2017/18 aber wird diesmal fehlen: die Euphorie des Heimkommens nach Giesing, die Rückkehr ins Grünwalder Stadion, das Zusammenrücken. Der damalige Stadionsprecher Stefan Schneider hatte rückblickend gesagt: "Gesund wird man am besten daheim." Daraus erwuchs eine unwahrscheinliche Kraft.

Wo soll die in diesem Sommer 2026 herkommen? Eigentlich kann diese Energie nur auf eine Weise noch entstehen: Wenn sich die Wege des TSV 1860 und Hasan Ismaik trennen.

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  • shark vor 2 Stunden / Bewertung:

    Vor ca. 15 Jahren war ich für eine Insolvenz und gegen den Einstieg von Ismaik.
    Das wäre der richtige Weg gewesen.
    Jetzt gilt es jede Möglichkeit einer Insolvenz für die KGaA konsequent zu prüfen und umzusetzen..
    Die Entscheidung von Ismaik hat mich wenig überrascht.
    Überrascht hat mich eher wie naiv und z.Teil verantwortunglos unsere Führung bei 60 agierte.
    "Katharsis" steht an und die große Chance in dieser Krise für einen sauberen Neuanfang mit Perspektiven für 60,sportlich und auch finanziell.
    Mut,Konsequenz und Entschlossenheit sind jetzt gefragt

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  • Ecce vor 3 Stunden / Bewertung:

    Nur ein kompletter Neuanfang gibt dem TSV eine realistische Perspektive.
    Weg mit der KG und damit auch mit der HAM. Weg mit allen Gruppierungen, die vor allem sich selbst protegieren.
    Realistisches Ziel: Sich als bodenständiger Verein eine sportliche Basis aus der eigenen Jugend schaffen. Mit einer ebenso bodenstädigen Vereinsführung, die nicht in der Vergangenheit lebt, sondern im Heute und Jetzt. Dann finden sich auch Sponsoren, die zu diesem Weg passen.

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  • MUC vor 4 Stunden / Bewertung:

    Die Schande sehe ich eher dort, dass die Funktionäre es nicht schaffen, in 13 Tagen die 2,7 Mio anderweitig zur Sicherheit aufzutreiben, schon mal darüber nachgedacht?

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