Sieg im Test: Trainer Köllner hofft auf drei, vier Qualitätsspieler

Der TSV 1860 siegt im Test mit 2:0 gegen Regionalligist Bayreuth. Trainer Köllner zeigt sich zufrieden, stellt aber klar: Rieder und weitere Neuzugänge sollen Sechzig verstärken.
von  Matthias Eicher
Shakehands nach Spielschluss: 1860-Trainer Michael Köllner mit den U19-Talenten Ahanna Francis Agbowo (links) und Damjan Dordan.
Shakehands nach Spielschluss: 1860-Trainer Michael Köllner mit den U19-Talenten Ahanna Francis Agbowo (links) und Damjan Dordan. © imago images/Jan Huebner

München - Erstes Spiel, erster Sieg: Der TSV 1860 hat seine Test-Premiere am Samstagnachmittag gegen Regionalligist SpVgg Bayreuth mit 2:0 gewonnen. Oldie Sascha Mölders (10.) und Youngster Johann Ngounou Djayo (62.) schossen den ungefährdeten Sieg gegen den neuen Klub von Ex-Löwe Markus Ziereis heraus.

TSV 1860 gewinnt erste Bewährungsprobe

Trainer Michael Köllner zeigte sich nach dem Auftakt zufrieden und sparte nicht mit Lob für seine junge Mannschaft. Der 50-Jährige stellte aber auch klar: Es sollen noch weitere Neuverpflichtungen folgen.

"Ich bin sehr zufrieden. Es war ein harter Gegner, ein hart umkämpftes Spiel und kein lauer Sommerkick. Wir haben viele junge Spieler dabei gehabt, für die war es eine erste Bewährungsprobe, wie es sich im Männerfußball anfühlt", erklärte Köllner nach Schlusspfiff des Testspiels. Eine Aussage, die schon zeigt: Nur mit den vielen jungen Männern wird es schwer.

Michael Köllner wünscht sich 3,4 Neulöwen

Konkreter erklärte Köllner, dass er sich nach Erik Tallig weitere Neuzugänge wünsche: "Unsere Transferbemühungen sind sicher noch nicht beendet. Wenn wir uns verstärken sollen, müssen, dürfen oder können, dann brauchen wir drei, vier Qualitätsspieler - dann haben wir eine richtig gute Truppe", sagte der Oberpfälzer. Ergo: So richtig gut sind die Köllner-Löwen ohne besagte Neuzugänge also noch nicht.

Die eine Säule müsse sein, den Junglöwen aus dem preisgekrönten Nacwuchsleistungszentrum eine Chance zu geben, denn sonst könne man "das NLZ ja gleich zusperren." Aber: Dazu müsste "der eine oder andere Qualitätsspieler" kommen, denn dann könne man "wieder eine richtig gute Saison spielen".

Tim Rieder soll bleiben

Einer dieser Eckpfeiler soll weiterhin Tim Rieder sein: Köllner hat den Leih-Löwen und Leistungsträger der vergangenen Spielzeit noch nicht abgeschrieben. Der flexible Defensivmann des FC Augsburg habe nach wie vor Priorität. Köllner verwies zwar darauf, dass neben Rieder und 1860 auch der FCA und Rieders Berater mit einer Weiterverpflichtung einverstanden sein müssten.

Mit anderen Worten heißt das aber: Es geht ums Geld, Sechzigs angestrebte Etaterhöhung durch ein zusätzliches Sponsoring von Haupt-Geldgeber "die Bayerische" ist nach wie vor noch nicht durch.

Der Chefcoach zeigt sich aber "völlig entspannt" und verwies darauf, noch das ein oder andere späte Corona-Schnäppchen tätigen zu können. Doch alle 1860-Fans aufgemerkt: Dennoch sei Köllner "guter Dinge", dass Rieder auch in der kommenden Spielzeit mit dem Löwen auf der Brust auflaufen wird.

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