Kleiner Messi, Mini-Drogba und Jeremies Junior

Drei Löwen, die Freude machen: Emanuel Biancucchi, Peniel Mlapa und Aleksandar Ignjovski überzeugen beim 3:1-Sieg des TSV 1860 gegen Duisburg. Dabei werden Erinnerungen an große Berühmtheiten wach.
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Neue Hoffnung: Im Kader der Löwen tummeln sich neuerdings "Verwandte" großer Fußballstars.
dpa Neue Hoffnung: Im Kader der Löwen tummeln sich neuerdings "Verwandte" großer Fußballstars.

Drei Löwen, die Freude machen: Emanuel Biancucchi, Peniel Mlapa und Aleksandar Ignjovski überzeugen beim 3:1-Sieg des TSV 1860 gegen Duisburg. Dabei werden Erinnerungen an große Berühmtheiten wach.

Das Wetter war zum Weinen, aber in der Nordkurve der AllianzArena gab es zwischen all den bunten Regenjacken dennoch nur fröhliche Gesichter zu sehen. „Die Tabelle sieht jetzt wieder schöner aus, scheinbar brauchen wir den Druck“, sagte Benny Lauth nach dem 3:1-Sieg gegen den MSV Duisburg. Es war aber nicht nur der Anblick der Tabelle – die Löwen liegen jetzt auf Platz elf - der die Fans glücklich machte, es war auch das Spiel der Löwen an diesem Samstag. Der Einsatz stimmte, vor allem aber zeigte 1860 auch spielerisch, was in der Mannschaft steckt. Der Hauptgrund dafür: zwei Debütanten und ein 18-Jähriger, der bereits spielt wie ein Veteran.

Emanuel Biancucchi: Auf dem Weg zum Trainingelände hatte „Emma“ am Tag vor dem Duisburgspiel noch wild gestikulierend mit seinem Cosuin Lionel Messi vom FC Barcelona telefoniert. Welche Tipps der große Messi seinem ein Jahr jüngeren Cousin gegeben hat, ist leider nicht überliefert. Aber sie müssen hilfreich gewesen sein. Mit seiner feinen Technik, der enormen Ballsicherheit und dem guten Auge für seine Mitspieler riss „Emma“ das Spiel in den ersten 15 Minuten an sich. Nach wenigen Sekunden hatte er den ersten Traumpass auf Mlapa gespielt, nur Minuten später war er an der Aktion beteiligt, die zum Freistoß und schließlich dem 1:0 für Sechzig führte. Im Laufe der Partie tauchte er zwar immer mehr ab und wurde schließlich auch ausgewechselt, dennoch, es war ein starkes Debüt des 21-Jährigen. „Er war selbstbewusst und frech, das hat uns sehr geholfen, es ist beeindruckend, wie er immer den Ball will“, lobte Benni Lauth nach der Partie. Er gab dem Argentin ier aber auch noch ein wenig Kritik mit: „Die Verständigung ist schon schwierig. Er ist schon zu lange hier, um noch gar kein Wort Deutsch zu sprechen. Es ist jetzt die Aufgabe des Vereins, dass er so schnell wie möglich die Sprache lernt.“

Peniel Mlapa: Wenn Biancuchi der Mini-Messi ist, dann ist Mlapa der Mini-Drogba. 1,93 Meter ist der im Togo geborene Stürmer groß, 85 Kilo schwer, aber genauso so wie der bullige Stürmerstar vom FC Chelsea bringt Mlapa neben seinem wuchtigen Körper auch eine feine Ballbehandlung und viel Spielverständnis mit. Schon in der ersten Hälft lief er ein ums andere Mal genau dort hin, wo ihn seine Mitspieler haben wollten: In die Schnittstellen der Duisburger Abwehr. Perfekt klappte das bei seinem 2:0. Lauth spielte im richtigen Moment und Mlapa lief im richtigen Augenblick los. Sein knallharter Schuss ins Kreuzeck war das Sahnhäubchen auf einer gelungenen Aktion. „Ich war das erste Mal in der Startelf und es war schöner als die Qualifikation für die U19 EM“, sagte der deutsche Jugendnationalspieler nach der Partie. „Das Tor widme ich meinen Eltern. Ich spiele schon seit 11 Jahren bei Sechzig, mein Papa schut regelmäßig beim Training zu und ist mein größter Fan.“ Papa Mlapa dürfte an diesem Samstag sehr glücklich gewesen sein.

Aleksandar Ignjovski: Es machte einfach Spaß, dem 18-Jährigen Serben gegen Dusiburg zuzusehen. Ein ums andere Mal eroberte er den Ball im Mittelfeld – und das meist ohne Foul. So quirlig, wie er im Zweikampf ist, agiert er auch nach vorne. Gegen Duisburg traute er sich immer wieder, auch mal an einem Gegenspieler vorbeizugehen und sich in die Offensive einzuschalten. Das dritte Löwentor durch Benni Lauth, bereitete er dermaßen perfekt vor, dass Lauth gar nichts mehr falsch machen konnte. Der Löwen-Kapitän revanchierte sich nach dem Spiel mit einem großen Lob: „Er gewinnt fast jeden Zweikampf, ist unheimlich aggressiv“, sagte Lauth und fügte an: „Er erinnert mich an den jungen Jens Jeremies.“

Oliver Griss, Alexander Neumann

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