TSV 1860 II wird Meister – doch die Profis blockieren den Aufstieg
Stell dir vor, du wirst Meister, darfst aber nicht aufsteigen: Was manchem Regionalliga-Titelträger aufgrund der reformierungsbedürftigen Aufstiegsrelegation (fünf Viertliga-Meister, vier Drittliga-Abstiegsplätze) geschehen ist, spürt nun auch die U21 der Sechzger, wenngleich aus einem anderen Grund.
Der TSV 1860 II hat sich am Samstag am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße mit einem 5:1 gegen den FC Ismaning und insgesamt 68 Punkten den Titel in der Bayernliga Süd gesichert. Durch einen Doppelschlag von Cristian Leone (13.) und Emre Erdogan (14.) ging 1860 im fast parallel zum Duell der Profis beim SC Verl (0:3) angepfiffenen Saisonfinale in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Ilkan Atak (39.), gelang den "kleinen" Löwen durch Leone (45., Foulelfmeter), ein Eigentor von Dimitrios Vourtsis (67.) und Arian Ortivero Calderon (87.) der finale Kantersieg.
"Waren fast über die ganze Saison auf dem ersten Tabellenplatz gestanden"
"Wir sind natürlich überglücklich, es war ein harter Kampf, weil wir es am Ende noch mal spannend gemacht haben", erklärte Trainer Alper Kayabunar über das spannende Saison-Finish im Duell mit dem zweitplatzierten TSV Landsberg (65 Punkte): "Aber heute haben wir es mit einem überzeugenden Sieg klargemacht, sind verdient Meister geworden. Wir waren fast über die ganze Saison auf dem ersten Tabellenplatz gestanden, auch wenn wir Landsberg immer noch mal herankommen haben lassen. Aber am Ende hat man gemerkt, dass die Jungs unbedingt wollten."
1860-Profis bleiben drittklassig – die kleinen Löwen somit fünftklassig
Das Problem der jungen Nachwuchstalente ist ausgerechnet das Profi-Team um Kevin Volland und Co.: Weil die drittklassigen Löwen den anvisierten Aufstieg in die Zweite Liga verpasst hat und immer eine Liga zwischen einer ersten Mannschaft und der Zweitvertretung Abstand herrschen muss, bleibt das Team von Coach Kayabunar auch künftig fünftklassig. Den Aufstieg in die viertklassige Regionalliga Bayern feiert somit Vizemeister Landsberg.
Kayabunar lobte trotzdem: "Wir haben viele Spieler weiterentwickelt, die heute bei den Profis spielen."
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