Kauczinski lobt 1860-Youngster nach Startelf-Debüt, aber "es gibt immer noch Sachen"

Nach gerade einmal neun Profi-Minuten in der Dritten Liga feierte Samuel Althaus am vergangenen Wochenende sein Startelf-Debüt beim TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim (1:1). 73 Minuten durfte auf der Doppelsechs im zentralen Mittelfeld als Ersatz für den gelbgesperrten Kapitän Thore Jacobsen neben Routinier Philipp Maier ran – und konnte überzeugen (AZ-Note 3). Auf den Rängen im Grünwalder Stadion wurde die Unbekümmertheit des 20-Jährigen mit zustimmendem Kopfnicken und Anerkennung quittiert.
"Ja, er hat das ja schon immer auch angedeutet, wenn er reinkam und er war ja auch schon im Januar so weit, dass er eigentlich hätte starten sollen", sagte Löwen-Trainer Markus Kauczinski am Montag mit Blick auf das Winter-Trainingslager in Belek. Schon damals habe der Youngster "gezeigt, dass er eine Rolle übernehmen kann." Zum Rückrundenstart hatte Althaus als heißester Startelf-Kandidat gegolten, da das Löwen-Lazarett in der Zentrale fast schon beängstigende Ausmaße angenommen hatte. Dann aber hatten ihn Probleme im Hüftbeuger gestoppt.

Kauczinski über Althaus: "Ein guter erster Auftritt"
Nun also das Debüt auf Giesings Höhen. "Er hat ein bisschen gebraucht, um den Mann zu finden", merkte Kauczinski kritisch aber verständnisvoll an: "Es gibt immer noch Sachen im Positionsmanagement mit den anderen, wo man sich ein bisschen im Weg steht, wo man vor allem Umschalträume offen hat, über das wir reden müssen und wo wir dann auch überlegen müssen, an welcher Stelle passt das. Aber man hat gesehen, was er mit dem Ball kann und dass er Situationen auflösen kann, dass er lautstark ist. Es war ein guter erster Auftritt."
In Cottbus wird Samuel Althaus' Platz wieder die Bank sein, da Jacobsen wieder zur Verfügung steht. Dass er aber positiv Einfluss auf das Löwen-Spiel haben kann, hat er nun bewiesen.