Er kam, traf und machte Hoffnung: Der nächste Löwen-Youngster ist da

Arian Calderon ist einer der Lichtblicke der neuen Löwen. Der Torjäger machte schon in der Vorbereitung auf sich aufmerksam und stach auch gegen Schweinfurt als Joker. Seine Zukunft ist aber noch ungeklärt.
von  Bernhard Lackner, Kilian Kreitmair
Arian Calderon machte in den vergangenen Wochen mit seinen Toren auf sich aufmerksam.
Arian Calderon machte in den vergangenen Wochen mit seinen Toren auf sich aufmerksam. © IMAGO/Julien Christ

Zumindest in dieser Frage herrschte schnell Gewissheit: Ja, er kann's – und zwar auch in der Regionalliga!

Die Rede ist von Sechzigs Youngster Arian Calderon. Der 18-jährige Junglöwe war beim Remis im Liga-Auftakt beim FC Schweinfurt einer der Matchwinner der Löwen und sorgte mit seinem Kopfballtreffer zum 2:2-Endstand dafür, dass die neuen Sechzger die Mission Regionalliga nicht nur mit großer Euphorie, sondern zumindest auch noch mit einem Punkt angehen können.

"Wir haben ihn eingewechselt, damit er ein Tor schießt und das hat er relativ schnell gemacht", sagte Cheftrainer Alper Kayabunar, der den 1,95-Meter-Hünen erst kurz vor dessen Treffer eingewechselt hatte.

Calderon stellte Torgefahr bereits in der Vorbereitung unter Beweis

Für Calderon war das Tor gegen die Schnüdel der vorläufige Höhepunkt einer positiven Entwicklung, die sich bereits in den vergangenen Wochen während der Vorbereitung abgezeichnet hatte. Dass er das mit dem Toreschießen tatsächlich ganz gut drauf hat, hat er da schließlich schon zu Genüge unter Beweis gestellt.

Schon beim für den Verein historischen 4:0-Sieg im Testspiel beim VfB Forstinning – es war die erste Partie nach dem Absturz in den Amateurfußball – schnürte er in der ersten Halbzeit einen Hattrick. Auch gegen Moorenweis und Deisenhofen (je ein Tor), im Toto-Pokal gegen Berglern (Doppelpack) sowie für die U21 in der Bayernliga (zwei Spiele, drei Tore) stellte er seine Torgefährlichkeit unter Beweis.

Wuchtig: Sechzig-Stürmer Arian Calderon.
Wuchtig: Sechzig-Stürmer Arian Calderon. © IMAGO/Ulrich Wagner

Calderon machte im Frühjahr sein Abitur

Trotz seiner guten Leistungen blieb ihm eine Reise ins Trainingslager nach Bad Füssing verwehrt – stattdessen war der 18-Jährige, der im Frühjahr sein Abitur am Michaeli-Gymnasium gemacht hat, Anfang Juli auf Abifahrt. Auch nicht verkehrt!

Durchaus ungewöhnlich: Bis zuletzt war nicht einmal klar, wo genau die Paradeposition des 18-Jährigen ist. Weil er nicht nur gut Tore schießen, sondern selbige auch verhindern kann, wurde er in der vergangenen Saison in der U19 von Trainer Jonas Schittenhelm meist im Abwehrzentrum eingesetzt. Dort kommen ihm seine starke Physis und die Körpergröße von 1,95 Metern entgegen.

Calderon ist fix als Stürmer eingeplant

Nach AZ-Informationen gab es hinter den Kulissen daher durchaus Diskussionen, ob Calderon weiterhin so variabel eingesetzt werden oder sich stattdessen auf eine Position spezialisieren soll. Schlussendlich wurde entschieden, mit ihm fix auf der Stürmerposition zu planen.

Dort kann der gebürtige Truderinger, der in der Vergangenheit auch in der Leichtathletik auf sich aufmerksam gemacht hatte, seine Technik und Schnelligkeit noch besser zur Geltung bringen. Wie lange er das noch für die Löwen tun kann, ist aktuell noch nicht abschließend geklärt.

Arian Calderon erzielte gegen Schweinfurt kurz nach seiner Einwechslung seinen ersten Regionalligatreffer.
Arian Calderon erzielte gegen Schweinfurt kurz nach seiner Einwechslung seinen ersten Regionalligatreffer. © IMAGO/Julien Christ

Calderon steht bei der KGaA unter Vertrag

Calderon steht noch bei der KGaA unter Vertrag und ist aktuell an die neue Spielbetriebsgesellschaft "ausgeliehen". Kurz vor der Einigung über ein neues Arbeitspapier steht man noch nicht. Gut für die Löwen: Calderon fühlt sich in seiner Heimat München wohl, auch der Verein würde ihn gerne halten.

Nur wenn sich die Gespräche zu lange ziehen und ein außergewöhnlich gutes Angebot eines anderen Klubs kommen würde, wäre ein Abschied möglich. Bleibt zu hoffen, dass auch in dieser Frage zeitnah Gewissheit herrscht. Dass er es auch in der Regionalliga kann, hat Calderon erst am vergangenen Wochenende gezeigt.

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