Jung-Löwe Maier: Auf Leitners Spuren

Bei 1860 schwärmt man vom couragierten Auftritt des Ex-Löwen mit Dortmund in der Champions League. Doch mit Maier hat der Klub schon den nächsten Dribbelstar entdeckt.
| Marco Plein
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Einer der Hoffnungsträger bei den Löwen: Sebastian Maier.
sampics Einer der Hoffnungsträger bei den Löwen: Sebastian Maier.

Bei 1860 schwärmt man über den couragierten Auftritt des Ex-Löwen mit Dortmund in der Champions League. Doch mit Maier hat der Klub schon den nächsten Dribbelstar entdeckt.

München - Auf einmal wurde er wieder zum Thema an der Grünwalder Straße. Eigentlich liegt der Abschied von Moritz Leitner bei den Löwen ja schon bald ein Jahr zurück, doch nun wurde wieder über den beim TSV 1860 großgewordenen U21-Nationalspieler gesprochen. Denn auch seine ehemaligen Weggefährten haben den gefeierten Auftritt des 18 Jahre alten Unterföhringers beim 1:0-Heimsieg von Borussia Dortmund in der Champions League gegen Olympiakos Piräus bestaunt.

"In der Champions League muss man erst mal bestehen!"

„Wahnsinn”, sagte Sechzig-Routinier Daniel Bierofka, „so ein Auftritt mit gerade einmal 18 Jahren. Das ist schon eine tolle Geschichte.” Und Verteidiger Stefan Buck ergänzte: „Wir freuen uns für ihn und sind natürlich auch sehr stolz, dass er das geschafft hat. In der Champions League muss man erst mal bestehen. Hut ab!”

Auch Trainer und Förderer Reiner Maurer, der den im vergangenen Sommer noch 17 Jahre alten Leitner überraschend mehrfach für seine Startelf nominiert hatte, sah beim großen Auftritt seines ehemaligen Schülers ganz genau hin. „Mich hat das sehr gefreut, Moritz hat eine tolle Entwicklung genommen. Man sieht ihm einfach an, dass er ein begeisterter Fußballer ist und Spaß am Spielen hat. Das zeichnet ihn aus.”

Was Maurer besonders gefiel, war die große Willensleistung des jungen Mittelfeldtechnikers, der ja eigentlich mehr für spielerischen Glanz als kämpferische Akzente steht: „Moritz hat bis zu seinen Krämpfen am Ende alles Menschenmögliche daran gesetzt, eine gute Leistung zu zeigen. Wenn man als Trainer merkt, da gibt einer alles so lange er auf dem Platz steht, gibt man ihm gerne Einsatzzeit.”

Zwar gibt Maurer zu bedenken, dass Leitners Defensivmängel noch lange nicht behoben seien, dennoch könne er sich vorstellen, dass sich der 18-Jährige auch im starken Kader des Deutschen Meisters durchsetzt: „So ein Dortmunder Mittelfeldpärchen mit Sven Bender und Leitner, das wäre doch für jeden 1860-Fan eine tolle Sache, da würde auch ich mich drüber freuen.”

Doch weil die Chance, dass sich Maurers und Leitners Wege irgendwann noch einmal kreuzen werden, ziemlich gering ist, beschäftigt sich der Löwen-Trainer natürlich mehr damit, bald sein nächstes Talent groß rauszubringen. Und bislang hat der erst seit wenigen Wochen 18 Jahre alte Sebastian Maier bei den Sechzgern ja auch schon ordentliche Eindrücke hinterlassen. Sechs Mal wurde das Mittelfeldtalent eingewechselt – ein ordentlicher Wert. Doch im Vergleich dazu hatte Leitner zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison schon mehrfach von Beginn an gespielt. Was also hat Leitner, das dem jungen Löwen-Dribbler noch fehlt?

"Basti hat schon eine tolle Dynamik"

„Moritz ist noch schwieriger vom Ball zu trennen als Basti”, erklärt Maurer, „Basti macht auch im Moment eine schwierige Entwicklung durch. Er muss läuferisch noch zulegen, auch was die Ausdauer betrifft. Aber er hat schon eine tolle Dynamik und hervorragende Anlagen.”
Darum geht Maurer fest davon aus, den jungen Landshuter, dessen Vorbild Barcelonas Andres Iniesta ist, bald mehr einzusetzen. „Die Spieler wissen, dass ich wenig Rücksicht auf Namen nehme. Das heißt, Basti kann jederzeit über die Leistung im Training mehr Spielzeit bekommen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er spätestens in der Rückrunde den nächsten Schritt macht und dann mehr spielt.” Oder – wie es Daniel Bierofka ausdrückt: „Basti ist ein ähnlich begabter Spieler wie Leitner. Er wird immer mehr zeigen, was er drauf hat. Über seine Qualität werden bald viele staunen, das ist nur eine Frage der Zeit. Früher oder später setzt er sich durch.”

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