"Jetzt sind wir wieder da": Während die Löwen-Hoffnung lebt, fordert der Trainer "harte Arbeit"

Das Szenario "goldene Ananas" ist dank des 1:0-Sieges des TSV 1860 gegen Hansa Rostock abgewendet. Die Spieler jubeln, Coach Markus Kauczinski fordert "harte Arbeit".
Matthias Eicher
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Hoch die Hände, Sieg am Wochenende: 1860-Verteidiger Voet (r.) und Kollegen frohlocken nach dem Dreier gegen Tabellennachbar Hansa Rostock vor den Löwenfans in der Westkurve.
Hoch die Hände, Sieg am Wochenende: 1860-Verteidiger Voet (r.) und Kollegen frohlocken nach dem Dreier gegen Tabellennachbar Hansa Rostock vor den Löwenfans in der Westkurve. © sampics

Aufgegeben haben sie nie, diese Löwen. Aber sie haben sich eingeschworen auf ihre wohl letzte Chance: Erst einen Havelse-Grundstein gelegt, dann ein Hansa-Ausrufezeichen hinter ihre Aufstiegs-Ambitionen gesetzt - und zum Lohn schwimmen sie wieder oben mit.

"Was heißt da oben mitschwimmen? Ich glaube, es ist immer wichtig, dass man die eigenen Ambitionen hegt. Wenn es dann irgendwann in der Saison um die goldene Ananas geht, das macht keinem Spaß", sagte Routinier Tim Danhof auf AZ-Nachfrage nach dem wichtigen 1:0-Heimsieg des TSV 1860 gegen den FC Hansa Rostock. Ein Heim-Dreier, der Giesings Höhen erbeben ließ und hinterher zeigte: Die Hoffnung lebt.

Was den großen Aufstiegstraum der Blauen angeht, ist erst einmal gar nicht so viel passiert am 24. Spieltag der Dritten Liga: Verfolger Sechzig (zuvor 36 Punkte, Rang acht) hat Verfolger Rostock (40, Siebter) geschlagen und mit nunmehr 39 Zählern zur Hansa-Kogge aufgeschlossen. Der Abstand zu den Spitzenrängen bleibt unverändert bei sieben Punkten (auf Relegationsrang drei) beziehungsweise neun Zähler (Platz eins).

Abwehr-Löwe Voet: "Jetzt können wir feiern und weitermachen"

Der Heim-Dreier war dennoch eine ganze Menge wert, denn: Nach dem 5:0-Kantersieg beim TSV Havelse haben die Giesinger eindrucksvoll verhindert, nur noch um das von Danhof erwähnte Stück Obst zu spielen, das irgendeinem Trostpreis im mausgrauen Drittliga-Mittelfeld gleicht.

Auch Abwehr-Kollege Siemen Voet, der sich nach Spielschluss gelöst zeigte, wollte eine Botschaft loswerden: "Es ist supercool für die ganze Mannschaft. Wir arbeiten immer weiter. Wir schlagen Havelse, aber gegen Stuttgart II war unsere Leistung, unsere Energie nicht gut. Jetzt sind wir wieder da! Es ist das Wichtigste, dass wir als eine Mannschaft zusammen arbeiten, zusammen kämpfen, mit dem Support der Fans", sagte der Belgier in seinem Lob-und-Vollgas-Plädoyer: "Jetzt können wir feiern und weitermachen."

"Es geht für uns nicht um träumen, sondern um harte Arbeit"

1:0 gegen Rostock, zuvor 5:0 beim TSV Havelse: Cheftrainer Markus Kauczinski tat nach dem zweiten Dreier in Serie durch den Elfmetertreffer von Thore Jacobsen (48.) das, was Chefcoaches in einer solchen Situation eben tun: Er trat auf die Euphoriebremse. "Es geht für uns nicht um träumen, sondern um harte Arbeit", erklärte der 56-Jährige: "Wir haben sehr diszipliniert gespielt in so einem Spitzenspiel und sind ein bisschen ran gerückt."

Jetzt bloß nicht nachlassen: 1860-Trainer Markus Kauczinski dirigiert seine Mannen.
Jetzt bloß nicht nachlassen: 1860-Trainer Markus Kauczinski dirigiert seine Mannen. © sampics

Und doch ließ sich im Giesinger Rund eine besondere Atmosphäre wahrnehmen, die man wie folgt interpretieren könnte: Mit 1860 ist wieder zu rechnen. Oder, wie es Voet formulierte: "Ich weiß nicht, was wir noch machen können. Aber ich glaube immer daran. Auch wenn wir verlieren, dann gehe ich immer weiter!" Mit seinen Händen versuchte er, in der Luft anzudeuten: "Wir sind wieder näher dran." Zudem könne man mit der Rückkehr von Kapitän Jesper Verlaat, der erstmals wieder im Kader stand, und den Comebacks weiterer Spieler wie Sean Dulic "noch stärker werden."

Je nachdem, wer gerade ans Mikrofon tritt, zeigt sich in den Reihen der Blauen mal mehr, mal weniger deutlich, dass der Glaube längst nicht erloschen ist. In einem sind sie sich alle einig, die wiederbeseelten Giesinger: Auf diesem Sieg lässt sich aufbauen – und abgerechnet wird bekanntlich erst zum Schluss.

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