Ismaik will Schäfers Entlassung

Der Investor ist verärgert, dass Eriksson nicht 1860-Trainer wurde, jetzt macht er den Löwen Druck und fordert Konsequenzen.
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Investor Hasan Ismaik hat schon länger keinen Spaß mehr an seinem Spielzeug.
dpa Investor Hasan Ismaik hat schon länger keinen Spaß mehr an seinem Spielzeug.

Der Investor ist verärgert, dass Eriksson nicht 1860-Trainer wurde, jetzt macht er den Löwen Druck und fordert Konsequenzen.

München - Gerade mal 13 Monate ist es her, dass 1860-Aufsichtsratschef Otto Steiner und das Präsidium um Dieter Schneider in einem Positionspapier die Ablösung von Geschäftsführer Robert Schäfer gefordert hat. Schäfer blieb - dank des entschiedenen Vetos von Investor Hasan Ismaik. Nun steht Schäfer offenbar wieder am Pranger – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen.

Laut „SZ“ soll Ismaik im Zuge der Posse um Sven-Göran Eriksson von der 1860-Führung die Entlassung Schäfers gefordert haben. Drei Mal war Eriksson im November auf ausdrücklichen Wunsch Ismaiks bei Spielen der Löwen aufgetaucht. Bei seinem letzten Besuch, dem 1:0 gegen Paderborn, will die „SZ" erfahren haben, wie Ismaiks Bruder Abdel Rahman und sein Cousin Noor Adnan Basha in der Halbzeitpause des Spiels gegen Paderborn die Klub-Führung im Logenbereich der Allianz Arena mit Nachdruck aufforderte, Eriksson spätestens in der Winterpause zum Trainer zu machen. Die Löwen um Schneider, Steiner und Schäfer lehnten Ismaiks Ansinnen in seltener Eintracht entschieden ab. Ismaik soll daraufhin, wie die „SZ“ berichtet, den Rauswurf Schäfers gefordert haben.

„Damals sind sicherlich Emotionen hochgekocht, aber ich lasse mich davon nicht unter Druck setzen. Wir sind mittlerweile zur professionellen Zusammenarbeit zurückgekehrt", sagte Schäfer gestern Abend der AZ. Am Montag habe es erst telefonischen Kontakt zu Ismaik gegeben. Ein Dementi der Entlassungsforderung ist dies nicht. Rauswurfforderungen scheinen Ismaiks übliche Strategie zu sein, wenn er seine Wünsche nicht durchsetzen kann. So hatte er im Januar unverhohlen den Rücktritt Schneiders gefordert. Andernfalls, so Ismaiks Drohung, würde er den Geldhahn zudrehen.

Die gleiche Drohkulisse hat er jetzt aufgebaut: Wenn Eriksson nicht Trainer werde, würden die (mündlich) zugesagten Darlehen für die kommenden zweieinhalb Jahre in Abu Dhabi bleiben. Wie ernst es Ismaik ist mit seinen Drohungen, wissen die Löwen derzeit nicht so genau - für Schneider ist der Investor nämlich seit Wochen nicht zu erreichen.

 

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