Ismaik: Münchner Investor will 1860 kaufen

Löwen-Investor Hasan Ismaik erklärt, dass ein Investorenkonsortium mehrmals seine Anteile am TSV 1860 kaufen wollte. Der ausgeschiedene 1860-Aufsichtsrat und Beirat Ulrich Bez sei nur ein Mittelsmann gewesen, um Ismaik zu einem Verkauf zu bewegen.
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AZ-Reporter Matthias Eicher im Gespräch mit Löwen-Investor Hasan Ismaik.
ME AZ-Reporter Matthias Eicher im Gespräch mit Löwen-Investor Hasan Ismaik.

London/München - Im Zuge der versuchten Installation von Meistertrainer Felix Magath wurde im Sommer öfter von nebulösen Investoren gesprochen, die an einer Übernahme der Löwen interessiert seien. 1860-Gesellschafter Hasan Ismaik gab am Sonntag interessante Informationen über die geheimnisvollen Bieter preis.

"Im Sommer haben die Investoren einen Anwalt nach Abu Dhabi geschickt. Das Angebot? Zwei Millionen Euro für die Anteile. Plus fünf Millionen im Aufstiegsfall und fünf extra, sollte der Klub in die Champions League einziehen. Am 25. Oktober schrieb ein 1860-Beirat eine Mail mit dem Vorschlag eines Deals, der in 14 Tagen abgewickelt werden könnte. Dieselbe Investorenfamilie bot diesmal 18 Millionen Euro für die Anteile."

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Das erste Angebot habe er als Beleidigung aufgefasst, zum zweiten „habe ich gesagt: Die Löwen sind nicht zu verkaufen. Und schon gar nicht zu diesem Preis.“ Übrigens: Magath habe nie ein Angebot abgegeben, „und ich verkaufe auch keine Anteile an jemanden, der die ganze Macht will“.

Im Zuge der genannten Abwerbungsversuche wittert Ismaik nach eigener Aussage gar eine Verschwörung gegen ihn: Vergangenen Donnerstag schied 1860-Aufsichtsrat und Beirat Ulrich Bez, der als Ismaik-Vertrauter galt, aus seinen Ämtern aus. Ismaik erklärt nun auch den Grund: „Mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass dieser Beirat einzig und allein deshalb zum Klub gekommen ist, um Einblick in die Finanzen zu erhalten. Und um mich zum Verkauf meiner Anteile zu drängen.“ In anderen Worten: Bez soll ein trojanisches Pferd der Investoren sein.

Der Jordanier, der seit Mai 2011 38,3 Millionen Euro in die Löwen gesteckt hatte, will bei einem Verkauf wenigstens sein investiertes Geld zurückerhalten. Auch müssten die Fans sich mehrheitlich gegen ihn aussprechen.

Den Namen der buhlenden Investorfamilie wollte Ismaik zwar nicht verraten, konkretisierte aber: „Ich sage nur, dass sie einen großen Namen hat, in München wohnt und eine Autofabrik hat. Aber ich will eine klare Botschaft senden: Es braucht nicht die ganzen Machenschaften hintenrum, um mir ein Angebot zu unterbreiten. Das ist beschämend.“

 

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