Ismaik fliegt ein - und bleibt bei Schneider stur

Aufsichtsratssitzung mit dem Investor: Kommt es zum Bruch – oder zum Durchbruch? Tritt Schneider zurück? Zwingen will ihn niemand, heißt es.
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Hasan Ismaik und Dieter Schneider.
Stefan Matzke/sampics/dpa/Andreas Gebert Hasan Ismaik und Dieter Schneider.

Aufsichtsratssitzung mit dem Investor: Kommt es zum Bruch – oder zum Durchbruch? Tritt Schneider zurück? Zwingen will ihn niemand, heißt es.

MÜNCHEN Drei Mal wollte Hasan Ismaik in den letzten Monaten nach München kommen, um die zweite Aufsichtsratssitzung der ausgegliederten Profiabteilung der Löwen zu leiten. Drei Mal sagte er kurzfristig ab. Nun hat sich der Investor für den heutigen Montag angemeldet, am Abend soll die erste Aufsichtsratssitzung mit Ismaik und Präsident Dieter Schneider seit Ende Juli stattfinden.

Eine zukunftsweisende Sitzung soll es werden. Das hofft 1860-Sportdirektor Florian Hinterberger. Sollten Schneider und Ismaik ihre Differenzen ausräumen, könnte der geplante Mannschaftsetat von 6,4 Millionen Euro für die nächste Saison durch Darlehen Ismaiks aufgestockt werden. Er erwarte eine „reine Routinesitzung”, sagt dagegen Ismaiks Berater Hamada Iraki.

Was steht auf der Tagesordnung? Nur Formalia. Das Gremium, dem neben Ismaik als Vorsitzenden noch Iraki, Präsident Dieter Schneider, dessen Vize Franz Maget, Ex-Staatsminister Siegfried Schneider und Ismaik-Anwälten Lori-Ann Campbell (hochschwanger, lässt sich entschuldigen) angehören, soll die Wirtschaftspläne der aktuellen und kommenden Saison genehmigen und Geschäftsführer Schäfer entlasten. Über weitere Investitionen Ismaiks soll offiziell nicht gesprochen werden.

Wie ist das Verhältnis zwischen Schneider und Ismaik mittlerweile? Unverändert. Der Investor macht neue Investitionen weiterhin von einem Rücktritt des Präsidenten abhängig. „Herr Ismaik und Herr Schneider haben sich ja bereits Anfang Februar ausgetauscht. Herr Ismaik hat nichts gegen Schneider persönlich, aber er glaubt, dass eine gemeinsame Zukunft im Unternehmen nicht möglich ist. Das hat er ihm damals gesagt und dabei ist es geblieben”, sagte Iraki am Sonntag der AZ. Der Geldhahn bleibt also bis auf weiteres zugedreht.

Tritt Schneider zurück? Der Präsident hat sich zuletzt weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Aufsichtsrat des Vereins soll sich mittlerweile eine Mehrheit dafür ausgesprochen haben, Schneider den Rücktritt zum Saisonende nahezulegen. Zwingen möchte ihn aber niemand. Und beim Großteil der Fans ist Schneider populär wie eh und je.

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