"Irgendwas an den Bändern": Ott wird immer mehr zum 1860-Unglücksraben

Des Löwen Wehklagen und Verletzungsleiden hören nicht auf: Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Kapitän Dennis Dressel und Abräumer Damjan Dordan im Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach (4:0) am Samstag hat es Flügelflitzer Raphael Ott erwischt: Der Rückkehrer von Viktoria Köln musste in der 45. Minute ausgewechselt werden, humpelte vom Rasen und droht nun auf unbestimmte Zeit auszufallen.
"Er hat irgendein Problem am Sprunggelenk, ich kann es noch nicht genau sagen", erklärte Cheftrainer Alper Kayabunar nach dem Heimsieg der Sechzger. Kapitän Florian Niederlechner konkretisierte noch etwas, was auf eine Zwangspause hindeutete: "Was ich so mitgekriegt habe, war irgendwas an den Bändern dick, aber Genaueres weiß ich nicht."
Ott muss nach Kayabunar-Ansprache vom Platz getragen werden
Auffällig: Als Kayabunar den Blauen nach dem Duell im Mannschaftskreis noch eine kurze Ansprache hielt und zum Sieg gratulierte, musste Ott danach vom Feld getragen werden.
In jedem Fall ist es bitter für den 20 Jahre alten Rechtsaußen, der sichtlich über gute Anlagen verfügt, um seine Gegenspieler ähnlich schwindlig zu spielen wie Pendant Emre Erdogan (19) auf dem linken Flügel. Der schlaksige Löwe hat das nötige Tempo und eine ganz feine Technik, die er im bisherigen Saisonverlauf immer wieder aufblitzen ließ.
Ott im Pech, aber auch Lichtblicke für 1860
Vor dem Kasten hatte der Mann, der bislang in sieben Regionalliga-Partien zum Einsatz gekommen war und dabei eine Vorlage beigesteuert hat, bislang allerdings Pech: Sowohl bei Sechzigs Premieren-Pleite am vergangenen Wochenende beim SV Wacker Burghausen (1:3), als auch gegen Ansbach im Grünwalder Stadion gegen Ansbach kam Ott freistehend zum Abschluss, verpasste aber jeweils seinen Premieren-Treffer. Nun wird Ott voraussichtlich verletzungsbedingt fehlen und muss sich wieder herankämpfen.
Es waren aber auch mehrere weiß-blaue Hoffnungsschimmer zu verzeichnen gegen die SpVgg: Torhüter Vitus Eicher und Verteidiger Lasse Faßmann haben ihre Verletzungen überwunden und standen wieder in der Startelf, der torgefährliche Offensivmann Michael Eberwein stand immerhin wieder im Kader und dürfte bald wieder sein Comeback auf dem Spielfeld feiern.