Integrationsbeauftragter Kauczinski: Diese Aufgaben hat der Coach des TSV 1860 in Belek

Der TSV 1860 bereitet sich ab Samstag in Belek auf die Rückrunde vor. Trainer Markus Kauczinksi muss zahlreiche Rückkehrer in die Mannschaft integrieren. 
Kilian Kreitmair,
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Markus Kauczinski und der TSV 1860 wollen in Belek den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen.
Markus Kauczinski und der TSV 1860 wollen in Belek den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen. © sampics

Die böse Gewichtsüberraschung beim TSV 1860 wird am Samstagmorgen ausbleiben. Chefcoach Markus Kauczinski wird keine Waage à la Pep Guardiola mit zum Münchner Flughafen bringen. Übergewicht wird zwar nicht nur von Fluggesellschaften, sondern auch von Übungsleitern ungern gesehen, doch Kauczinski machte den Sicherheitscheck schon einen Tag vor dem Abflug ins Trainingslager nach Belek. Safety first.

Kauczinski über Niederlechner: "Er wird hier aufgebaut"

Im Giesinger Schneetreiben musterte der eingemummelte Coach seine Mannen. Auch Geschäftsführer Manfred Paula stand auf dem Trainingsplatz an der Grünwalder Straße. Doppelt hält besser. Eine lockere Einheit zum Start in eine kräftezehrende Woche in der Türkei stand an. Nicht mit dabei: Florian Niederlechner. Allerdings nicht wegen Übergewicht. Den Stürmer plagen muskuläre Probleme.

Deswegen wird Niederlechner auch nicht in der Maschine sitzen, die aus dem kalten München ins warme Antalya fliegt. "Er wird hier aufgebaut", verkündete Kauczinski in einer Videobotschaft auf dem Instagram-Account des TSV 1860: "Wir könnten ihn im Trainingslager nicht voll belasten." Deshalb mache es Sinn, Niederlechner an der Grünwalder Straße aufzupäppeln, sodass "er bei der Rückkehr wieder komplett einsteigen kann".

Bleibt in München: Stürmer Florian Niederlechner.
Bleibt in München: Stürmer Florian Niederlechner. © IMAGO

Talente um Husic und Klose fliegen mit ins Trainingslager

Ebenfalls bleiben die Langzeitverletzten Tunay Deniz, Max Christiansen und Sigurd Haugen daheim. Auch Überraschungsneuzugänge werden nicht im Flieger sitzen. "Es ist kurzfristig nicht zu erwarten, dass jemand aufschlägt", gab der Löwendompteur ein Update. Man wolle mit Bedacht an den Transfermarkt rangehen. Dafür dürfen die Jungspunde Loris Husic, Noah Klose und Damjan Dordan Trainingslagerluft bei den Profis schnuppern.

Integration muss Kauczinski aber auch ohne Neu-Löwen in Belek betreiben. Es gilt für ihn gleich mehrere Rückkehrer ins Teamtraining einzubauen. Kevin Volland, der schon in den vergangenen Tagen mit den Skiern die Pisten runterbretterte, soll wie Raphael Schifferl behutsam ans Mannschaftstraining herangeführt werden. "Ich gehe davon aus, dass die Jungs zum Ende des Trainingslagers voll belastbar und einsatzfähig sind", so der Coach.

Wird in Belek wieder angreifen: Kapitän Jesper Verlaat.
Wird in Belek wieder angreifen: Kapitän Jesper Verlaat. © IMAGO

Schröter und Verlaat sollen Kauczinski-DNA verinnerlichen

Direkt wieder mit dem Team trainieren werden Morris Schröter und Kapitän Jesper Verlaat. Das Duo, das Kauczinski aufgrund von Verletzungen bisher nicht zur Verfügung stand, muss die Spiel-DNA des 55-Jährigen allerdings erst noch verinnerlichen. Vor allem Verlaat, der seit Mitte September kein Spiel mehr absolvieren konnte, wird in der Innenverteidigung schmerzlich vermisst.

Satte 29 (!) Gegentore kassierte Sechzig in der Hinrunde. Zu viel für einen Klub, der um die oberen Plätze in der Tabelle spielen will. Vor allem dann, wenn die Angriffsriege nicht konstant netzt (bisher 29 Mal). An diesen Stellschrauben gilt es im Susesi-Sportzentrum in den kommenden Tagen zu drehen. Denn Sechzig will bestenfalls direkt mit einem Sieg gegen Rot-Weiss Essen (17. Januar, 14 Uhr) in die Rückrunde starten.

TSV 1860 trennen nur vier Punkte vom Aufstiegsplatz

Es soll nochmal Euphorie im Löwenlager entfacht werden, um womöglich doch noch den ersehnten Aufstieg zu schaffen. Es sind trotz Achterbahn-Hinrunde immerhin nur vier Pünktchen Rückstand auf Rang drei. Und dass die Münchner den Traum von der 2. Bundesliga noch nicht aufgegeben haben, ließen jüngst Marvin Rittmüller und Max Reinthaler durchklingen.

Gelingt es Kauczinski und seinen Akteuren also in Belek, den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde zu legen und zu Überfliegern zu werden, scheint für den TSV 1860 in dieser Saison noch einiges möglich. Auch der Flug in die zweithöchste Spielklasse. Aber erst einmal gilt: Bitte anschnallen. Die Maschine startet in Kürze nach Antalya.

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