Immer noch kein Sieg: Beim Löwen nix Neues

Auch beim SV Sandhausen gelingt dem TSV 1860 nicht der erste Saisonsieg, es bleibt bei Platz 17 – und auch die Stürmer sind weiter torlos. Trainer Fröhling kann „mit diesem Ergebnis leben“
| Matthias Eicher
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Stecken weiterhin im Keller der Tabelle fest: Die Löwen Rodnei, Degenek, Vollmann und Mvibudulu.
imago Stecken weiterhin im Keller der Tabelle fest: Die Löwen Rodnei, Degenek, Vollmann und Mvibudulu.

Sandhausen - Wieder kein Sieg, wieder kein Stürmertor, wieder nur Durchhalteparolen: Bei den Löwen bleibt nach der Auswärtsfahrt nach Sandhausen eigentlich alles beim Alten.

Der TSV 1860 konnte zwar auch am achten Spieltag nicht den herbeigesehnten Premieren-Sieg feiern, musste zumindest auch keine Pleite hinnehmen: Wie am Wochenende gegen Kaiserslautern gab’s für die Löwen vor 4664 Zuschauern im Hardtwald-Stadion ein 1:1 – somit gibt’s keine Freudensprünge und auch kein Entrinnen aus dem Tabellenkeller. Beim Löwen nix Neues eben.

Einer sah es dennoch positiv: „Das war ein absolut leidenschaftliches und kampfbetontes Spiel gegen einen Gegner, der zu Hause eine Macht ist. Hochachtung davor, wie die Mannschaft hier nach Startschwierigkeiten aufgetreten ist“, sagt Fröhling. Und fügt an: „Ich denke, dass wir mit diesem Ergebnis leben können“ – was angesichts des nach wie vor schlechtesten Saisonstarts der Löwen-Historie nicht jeder seiner Spieler unterschreiben dürfte.

Womöglich war er erleichtert, dass er im Gegensatz zu seinen Vorgängern Alexander Schmidt und Ricardo Moniz keine Pleite bezog – beiden mussten bekanntlich nach einem Sandhausen-Spiel zu einem ähnlich frühen Zeitpunkt der Saison gehen. Immerhin gab er zu, dass er „gerne mehr mitgenommen hätte.“

Der Sechzig-Coach entschied sich erneut für Korbinian Vollmann und gegen seinen österreichischen Spielmacher Michael Liendl, der seinem Ärger über seine Demontage gegen die Roten Teufel Luft gemacht hatte. Gut für die Löwen, denn der Youngster Vollmann war es, der nach dem 0:1-Rückstand nicht den Kopf hängen ließ, sondern eiskalt per Flachschuss vollstreckte, nachdem Daylon Claasen mit etwas Glück zu ihm durchgesteckte (39.).

Sehen Sie auch: Nur 1:1 in Sandhausen - Liveticker zum Nachlesen

Zuvor hatte Jovanovic nach einem Fehler von Keeper Vitus Eicher zur Sandhäuser Führung abgestaubt (38.). Bitter für den Keeper, der die Löwen in der Anfangsphase bei zwei Schüssen von Kosecki und Zillner noch vor dem Rückstand bewahrt, aber bereits gegen Lautern gepatzt hatte. Dazu sagte der Torhüter nicht, wusste aber: "Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Der Anfang war richtig schwierig. Es war ein hart umkämpftes Spiel und in der 2. Halbzeit nicht unbedingt schön anzusehen."

Ansonsten hatten die Hausherren gegen nervöse Löwen ein leichtes Chancenplus, der Fröhling-Elf fehlten durchdachte Spielzüge. Kurz vor der Pause musste auch noch Innenverteidiger Kai Bülow mit einer Kopfverletzung raus, der Brasilianer Rodnei ersetzte ihn und machte eine souveräne Partie.

Im zweiten Durchgang versuchte es Sechzig gefühlt etwas zwingender durch schnelle Vorstöße, verzettelte sich aber zu oft im Mittelfeld. Die von Fröhling geforderte Steigerung blieb somit eher Wunschvorstellung, bis Vollmann und Claasen den Spieß vom 1:1 umdrehten und diesmal der Torschütze dem Südafrikaner auflegte. Der stand frei vor Keeper Knaller, schoss aber kläglich drüber (69.). Und vergab damit die Riesenchance zum ersten Löwen-Dreier. Eicher dazu: "Mit ein bisschen Glück macht Daylon das Tor macht und wir gewinnen."

Weil am Ende weder Sechzigs Kontertaktik noch Sandhausens Standards irgendeinen Ertrag brachten, darf der TSV 1860 am Sonntag gegen RB Leipzig den nächsten Anlauf nehmen. "Wenn wir so auftreten und hart arbeiten, werden wir uns demnächst auch belohnen", glaubt Eicher. Vielleicht gibt’s somit ja am neunten Spieltag was Neues. 

 

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