Hofmann fühlt sich "wie ein Trottel", macht aber weiter

Nach seinem Gefühlsausbruch nach seinem Fehler gegen Cottbus, verkündet Michael Hofmann nun: "Ich mache weiter"
| Filippo Cataldo
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Michael Hofmann spielt seit 13 Jahren bei 1860 und ist damit Rekord-Löwe. Foto: Rauchensteiner/A’klick
az Michael Hofmann spielt seit 13 Jahren bei 1860 und ist damit Rekord-Löwe. Foto: Rauchensteiner/A’klick

Nach seinem Gefühlsausbruch nach seinem Fehler gegen Cottbus, verkündet Michael Hofmann nun: "Ich mache weiter"

REGENSBURG Diese eine Nacht hat Michael Hofmann dringend gebraucht. Als er am Sonntag aufwachte, sah er die Sache jedenfalls schon etwas klarer. „Keine Angst, es muss sich keiner Sorgen um mich machen, dass ich mir was antue oder so. Ich mach auch weiter”, sagte Hofmann, als die AZ ihn mittags erreichte.

Das hatte anderntags freilich noch ganz anders geklungen. Beim unglücklichen 0:1 Jahn Regensburgs gegen Cottbus hatte Hofmann – der einzige noch aktive Spieler, der mit Fug und Recht als Löwen-Legende bezeichnet werden kann – sich einen kolossalen Patzer erlaubt und in der vierten Minute einen recht harmlosen Schuss von Dennis Sörensen ins Tor kullern lassen. Es war Cottbus’ einzige wirkliche Chance im Spiel. „Das war dämlich, so richtig peinlich”, sagte Hofmann bei Sky, ehe ihm sogar die Tränen kamen. „Ich darf keine Fehler machen. Wie soll ich meinen Kindern und den Jungs in der Jugend sagen, was sie auf dem Platz tun sollen und mich dann selbst reinstellen und so einen Sch... machen”, schluchzte der 39-Jährige und deutete sogar seinen sofortigen Rücktritt an. „So wie die Jungs spielen, werden sie keine Probleme haben. Was mit mir ist, weiß ich noch nicht. Da muss ich mir einige Gedanken machen”, sagte er.

In der ARD legte er sogar nach: Worte, die Hofmann, der den Jahn in der vergangenen Saison mit überragenden Auftritten den Aufstieg gerettet und auch diese Spielzeit bis zu seinem Klops gegen Cottbus mehr als souverän agiert hatte, am Sonntag ein wenig bereute. „Ich hab mich selbst etwas erschrocken über das, was ich gesagt habe in der ersten Enttäuschung”, sagte er, „natürlich darf jeder Fehler machen, auch ich. Aber keine spielentscheidenden. Das hätte ich noch hinzufügen müssen.”

Seiner Tränen schämte sich Hofmann, der von 1996 bis 2010 bei 1860 spielte, aber nicht. „Was raus muss, muss raus. Ich stand halt da wie ein Trottel nach dem Spiel. Aber das Gute ist, dass ich mich am Dienstag schon wieder beweisen und es besser machen kann.” Am Dienstag spielt der Jahn bei Mitaufsteiger Sandhausen.
Angst um seinen Stammplatz muss Hofmann sich nicht machen. „Michael hat uns schon oft genug Punkte gerettet”, sagt Jahn-Coach Oscar Corrochano. Auch Cottbus-Coach Rudi Bommer, 2004 Hofmanns Coach bei 1860, machte dem Keeper Mut: "Jetzt wegen des Fehlers aufzuhören, wäre total unnötig", meinte er.

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