Hausgemacht, nächster Versuch

Mit Schmidt setzt 1860 wieder auf einen Coach aus dem Umfeld. Ob’s diesmal länger hält
| Marco Plein
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Sonst ruhig und sachlich, jetzt wütend: Trainer Marco Kurz (Foto) ledert los gegen Berkant Göktan.
Bongarts/Getty Images 3 Sonst ruhig und sachlich, jetzt wütend: Trainer Marco Kurz (Foto) ledert los gegen Berkant Göktan.
Peter Pacult bleibt angeblich in Wien
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Gerald Vanenburg
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MÜNCHEN Stallgeruch, Episode sechs. Von den letzten zehn Trainern beim TSV 1860 nach der langen Amtszeit von Werner Lorant ist Alexander Schmidt nun schon der sechste, der vorher schon für die Löwen tätig gewesen war. Das Prinzip, an der Grünwalder Straße auf einen Vertrauten zu setzen, ist also nicht neu. Und auch wenn Schmidts Vorgänger nicht alle scheiterten, hoffen sie bei den Löwen nun endgültig, eine langfristige Lösung gefunden zu haben. „Schmidt ist jung und hat noch viele Jahre vor sich. Es wäre nicht schlecht, wenn hier eine längere Geschichte entstehen könnte”, sagt Sportchef Florian Hinterberger.

Die Löwen probieren also ein altes Rezept mit einer neuen Figur. Schmidt kennen und schätzen sie, doch das war bei diversen Vorgängern auch schon der Fall gewesen. „Es ist kein neues Mittel, aber das spricht nicht gegen den Trainer. Er ist nicht der große Wurf und der große Name”, sagt Präsident Dieter Schneider. „Aber den brauchen wir vielleicht auch gar nicht. Außerdem hätte uns ein großer Name auch keinen Erfolg garantiert.”

Die AZ zeigt, mit welchen Stallgeruchtrainern es die Löwen schon vor Schmidt probierten und wie sie sich nach ihrer Beförderung behaupteten.

Marco Kurz: Nach 129 Profispielen bei den Löwen ging der einstige Verteidiger im Winter 2004 nach Pfullendorf. Eineinhalb Jahre später kam er als U23-Trainer zum TSV 1860 zurück, und am 18. März 2007 beförderte ihn der Verein nach der Entlassung von Walter Schachner zum Profitrainer. Kurz legte zwar erfolgreich los, doch später nutzten sich seine Methoden ab und private Probleme machten ihm zu schaffen. Im Februar 2009 war seine Zeit bei 1860 vorbei.

Uwe Wolf: Der Verteidiger hatte Mitte der Neunziger Jahre kurz für die Löwen gespielt, 2007 kehrte er als U23-Trainer zurück, ein Jahr danach wurde er Co-Trainer unter Kurz und im Februar 2009 dessen Nachfolger. Wolf fiel durch große Ankündigungen auf, doch Ergebnisse blieben aus. Über die schlechten Spiele ärgerte er sich so sehr, dass er mehrfach auf die Tribüne geschickt wurde. Nach knapp drei Monaten wurde Wolf für Ewald Lienen geopfert.

Reiner Maurer: Der vor wenigen Tagen zum zweiten Mal entlassene Allgäuer war früher Spieler und Co-Trainer bei 1860. In seinen beiden Amtszeiten hatte Maurer einige Erfolge, am Ende aber konnte er Negativläufe jeweils nicht mehr stoppen.

Peter Pacult: Der Österreicher, zuvor Stürmer und dann lange Jahre Co-Trainer bei 1860, wurde im Oktober 2001 Lorant-Nachfolger. Nach zwei ordentlichen Jahren in der Bundesliga wurden die Löwen größenwahnsinnig und entließen Pacult nach einem 0:6 bei Hertha BSC auf Tabellenplatz acht.

Gerald Vanenburg: Der Holländer (Europameister 1988) spielte als Verteidiger Ende der Neunziger bei 1860. Später war er Co-Trainer unter Pacult und sollte dann den drohenden Abstieg aus der Bundesliga verhindern. Vanenburg stellte sich der Aufgabe – doch die Löwen stiegen ab. 

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