"Haben sehr viele Fehler gemacht": Eicher spricht nach TSV-1860-Remis gegen Landsberg Klartext

Der TSV 1860 kommt gegen den TSV Landsberg nicht über ein 1:1 hinaus. Nach dem Spiel dämpft Trainer Alper Kayabunar die Erwartungshaltung.
von  Ruben Stark
Zeigte gegen Landsberg ein starkes Spiel: Vitus Eicher.
Zeigte gegen Landsberg ein starkes Spiel: Vitus Eicher. © IMAGO

Die Herausforderung war kein Klacks. Nach dem Highlight eine Woche zuvor musste der TSV 1860 in den rauen Regionalliga-Alltagscheck. Statt Pokalglanz und befreiter Außenseiterrolle hieß es für Sechzig: Erfolgsdruck als klarer Favorit gegen das noch sieglose Kellerkind TSV Landsberg. Und die Löwen stolperten bei dieser Aufgabe und verpassten den ersten Heimtriumph der Saison erneut.

TSV 1860 hat "sehr viele Fehler gemacht"

"Wir haben nicht alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte 1860-Trainer Alper Kayabunar nach dem Spiel im BR. Torwart Vitus Eicher sprach davon, man habe "sehr viele Fehler gemacht" und dass das "Tempo abgegangen ist". Gegen erst brave und dann mutige Lechstädter war die Leistung der Giesinger zu wechselhaft und das 1:1 die nicht unverdiente Quittung.

Damit steht der TSV auf Rang sieben der Tabelle und hat erstmal keine Tuchfühlung mehr zur Spitze um die führenden Buchbacher, die am Dienstag (19 Uhr) zum Toto-Pokalduell in die Landeshauptstadt kommen. Bei besten äußeren Bedingungen im nahezu voll gefüllten Grünwalder Stadion hatte Sechzig von Beginn an viel Ballbesitz, aber zu oft mangelte es an Tempo im Kombinationsspiel. Deshalb musste ein Elfmeter zur Führung herhalten.

Wir haben nicht alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.

Alper Kayabunar

Kayabunar wollte ersten Heimsieg für den TSV 1860

Benedikt Hoppe hatte zuvor Florian Niederlechner geschickt, der dann im Duell mit Landsbergs Torhüter Leopold Leimeister zu Fall kam. Michael Eberwein (15.) verwandelte souverän und Geschäftsführer Manfred Paula konstatierte in der Pause im BR: "Aus unserer Position aus war es eine klare Angelegenheit."

Doch insgesamt gelang die Umstellung von Pokal auf Liga nicht so leicht, wie es sich Trainer Alper Kayabunar erhofft hatte. "Es ist wichtig, dass wir nach zwei Siegen versuchen den ersten Heimsieg einzufahren, das wissen die Jungs", sagte er vor dem Spiel, musste dann aber beobachten, dass sich doch manche Nachlässigkeit einschlich.

Nach dem Remis gegen Landsberg unzufrieden: Trainer Alper Kayabunar.
Nach dem Remis gegen Landsberg unzufrieden: Trainer Alper Kayabunar. © IMAGO

Kircicek traf zum Ausgleich für Landsberg

"Wir haben es uns selbst ein wenig schwer gemacht, dass wir nicht mit aller Konsequenz versucht haben das 2:0 nachzulegen. Die Chancen waren da. Wir haben sie ein wenig stark gemacht mit Fehlern, die nicht notwendig sind", meinte Paula. Eberwein hatte zwei Möglichkeiten, auch Emre Erdogan, Tunay Deniz, Dennis Dressel sowie Hoppe scheiterten vor der Pause.

Und es dauerte nicht lange im zweiten Abschnitt, da folgte die Strafe auf dem Fuße. Ünal Tosun kam im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Christian Dietz zeigte auf den Punkt und Dressel, der der Schuldige gewesen sein soll, schlug sofort die Hände vors Gesicht. Furkan Kircicek (52.) kümmerte der strittige Pfiff nicht – er schob zum 1:1 für den Außenseiter ein.

Nach dem Remis gegen den TSV Landsberg enttäuscht: Die Löwen um Lance Fiedler.
Nach dem Remis gegen den TSV Landsberg enttäuscht: Die Löwen um Lance Fiedler. © IMAGO

Eicher zeigte in der Schlussphase starke Paraden

Sechzig hatte inzwischen Fabio Wagner gebracht, ein Aktivposten gegen Kiel – und auch nach seiner Einwechslung. Als der Rechtsaußen in der 65. Minute querlegte, hätte Erdogan das 2:1 erzielen müssen, doch er vergab. Die Blauen spürten nun erkennbar die Last der Erwartungshaltung, während Landsberg die Überraschung witterte und gefährlich blieb.

In der Schlussphase musste 1860-Torhüter Vitus Eicher mehrfach eingreifen, sonst hätte das Spiel auch noch komplett kippen können. Am Dienstag muss im Achtelfinale des Landespokals definitiv eine Steigerung her. Kayabunar sprach von einem "enttäuschenden Ergebnis. Die Erwartungshaltung ist sehr groß. Man darf nicht vergessen, dass es eine junge Truppe ist. Wir wussten, dass Rückschläge kommen. Damit müssen wir klarkommen."

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.