Glanzloser Sieg der Löwen in Aichach

Der TSV 1860 kommt beim Landesligisten Aichach zu einem mühsamen 3:1. Neben Necat Aygün feiert auch Collin Benjamin sein Comeback. Und Ersatzkeeper Tank durfte als Stürmer spielen.
| bs
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Test in Aichach: Die Löwen reagierten enttäuscht auf das Gegentor.
sampics Test in Aichach: Die Löwen reagierten enttäuscht auf das Gegentor.

Der TSV 1860 kommt beim Landesligisten Aichach zu einem mühsamen 3:1. Neben Necat Aygün feiert auch Collin Benjamin sein Comeback. Und Ersatzkeeper Tank durfte Stürmer spielen

Aichach – Länderspielpausen geben Trainern üblicherweise die Möglichkeit, ihre zweite Garde zu testen. Ein Glück für Löwen-Trainer Reiner Maurer, dass in seinem Kader kaum aktuelle Nationalspieler stehen. Also konnte Maurer im Testspiel seines Teams beim überaus ambitionierten - weil von einem Mäzen unterstützten - Landesligisten BC Aichach weitgehend seine erste Elf aufbieten.

Nur U20-Nationalspieler Kevin Volland - für ihn stürmte Schäffler - und Keeper Gabor Kiraly - für ihn durfte Timo Ochs ran - fehlten. Und Schäffler war es auch, der einen der wenigen Höhepunkte der ersten Hälfte setzte: Nach einer schönen Flanke des agilen Linksaußen Daniel Halfar überwand er den Aichacher Keeper eiskalt zum 0:1. Ansonsten gelang den Löwen recht wenig. Ihre Defensive ließ zwar kaum etwas zu, die Angriffe wirkten aber selten durchdacht. Und wenn sie es waren, dann wurden sie unkonzentriert abgeschlossen. Als es dann doch mal wieder klappte mit der Konzentration, erzielte Stefan Aigner in Minute 30 das 0:2. Manuel Schäffler hatte Aigner freigespielt, der vollendete kühl.  Schäffler war in der ersten Halbzeit der Einzige, dem man wirklich großes Engagement unterstellen konnte. Der Rest der Elf schien sich schon für die heiße Nummer auf St. Pauli zu schonen. Glück für die Löwen: Der Gegner hatte ihnen schlichtweg nichts entgegenzusetzen, auch wenn in dessen Reihen etliche Ex-Profis stehen. In Halbzeit zwei gönnte Maurer dann seinem Stammteam ruhige Minuten am Spielfeldrand. Die zweite Garde ging jedoch ebenfalls verhalten ins Spiel. Mit dabei nach langen Pausen: Collin Benjamin und Necat Aygün. Der lief nach seiner schweren Gesichtsverletzung, die er sich in einem Testspiel im Juni zugezogen hatte, mit furchteinflößender Gesichtsmaske auf – und als Kapitän.

Benjamin und Aygün bildeten das Innenverteidigerduo. Die beiden bekamen gleich jede Menge zu tun. Anstatt den Landesligisten in die eigene Hälfte zu drücken, ließen ihn die Löwen aufkommen. Das Resultat: der 1:2-Anschlusstreffer in der 51. Minute. Auch im weiteren Verlauf konnten die Löwen den Aichachern nicht ihr Spiel aufdrücken. Stattdessen: Fehlpässe am laufenden Meter und kaum Chancen. In der 67. Minute durften die wenigen mitgereisten Löwen-Fans dann doch noch jubeln: Djordje Rakic bediente Sandro Kaiser, der aus spitzem Winkel trocken zum 1:3 einschob. Der Rest des Spiels: flach und zerfahren. Reiner Maurer war dementsprechend wenig begeistert: „Wir haben uns schwerer getan als erwartet. Aber der Gegner ist auch stark aufgestellt.“ Zum Schmunzeln brachte den Coach aber wenigstens die Leistung des Ersatzkeepers Timo Tank. Der 20-Jährige durfte ab der zweiten Hälfte spielen - als Mittelstürmer. Zuvor hatte sich Markus Ziereis eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. Tank machte seine Sache recht ordentlich. "Er hat seinem Namen alle Ehre gemacht, der Sturmtank", meinte Maurer.


Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren