Gelungenes Dordan-Debüt beim TSV 1860 dank Althaus-Pech

Ein Junglöwe durfte sich seinen Traum vom Drittliga-Debüt erfüllen -– und einer stand an seinem 18. Geburtstag schon bereit, bevor er sich gewiss ein bisserl enttäuscht wieder setzen musste.
Mittelfeld-Nachwuchstalent Damjan Dordan (23) hat beim 1:1 des TSV 1860 im Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiss Essen am vergangenen Samstag ein ordentliches Startelfdebüt gefeiert, während Loris Husics erste Minuten in der Schlussphase dem Rückstand des TSV und einem offensiveren Wechsel von Cheftrainer Markus Kauczinski zum Opfer fielen.
Jakob über Dordan: "Genau solche Spieler brauchen wir"
"Damjan hat ein super Spiel gemacht auf Sechs. Der hatte noch keine Profiminute, wird reingeworfen und hat gezeigt, was er kann", lobte Kollege Kilian Jakob den unaufgeregt-kampfstarken Einsatz des 23-jährigen Abräumers, der wie erwartet anstelle des gesperrten Vizekapitäns Thore Jacobsen im defensiven Mittelfeld aufgelaufen war: "Genau solche Spieler brauchen wir, denn man weiß nie, wer ausfällt und die Saison ist noch lang."
Kurioserweise verhalf Dordan neben der schon zuvor grassierenden Ausfallseuche der Blauen ausgerechnet auch noch die Verletzung von Samuel Althaus (20), der wie die AZ kürzlich berichtete seinerseits vor seinem Startelfdebüt gestanden wäre. "Eigentlich hätte Samu debütiert, schade für ihn", bestätigte Torhüter René Vollath nach dem Duell.
Husic steht vor seiner Premiere – dann trifft RWE

Noch kurioser kam es für Husic, der am Spieltag volljährig wurde: Kauczinski hatte den U17-Vizeweltmeister nicht nur für den 20-köpfigen Kader nominiert, sondern auch schon zur Auswechselbank beordert, als RWE spät zur Führung traf. Prompt kam statt Husic Offensivmann Justin Steinkötter, der mithelfen sollte, den Rückstand umzubiegen, während sich Husic weiter gedulden muss.
Das Debüt des jungen Österreichers dürfte angesichts der Verletzungsmisere des TSV und des unbestrittenen Talents des Youngsters aber ebenfalls nur noch eine Frage der Zeit sein.