Für den Aufstieg braucht es einen Haugen-Ersatz beim TSV 1860
Sicher, die zweite Reihe der Sechzger hat es beim Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiss Essen (1:1) mehr recht als schlecht geschafft, die Ausfälle von satten elf (!) Löwen zu kompensieren. Respekt an Torhüter-Oldie René Vollath, an den treffsicheren Abwehrchef Max Reinthaler und an Junglöwe Damjan Dordan, Stichwort Drittliga-Debüt.
Dieser Punkt der Moral ist den Blauen nicht zu nehmen, doch die Konkurrenz da oben hat weitgehend dreifach gepunktet.
1860 hat nur die neuntbeste Offensive der Liga
Sechzigs Problem ist offensichtlich: In der Offensive, mit 30 Toren nur die neuntbeste der Liga, ging herzlich wenig. Gerade Sigurd Haugen ist dort trotz aller Kaderbreite nicht zu ersetzen: Der Top-Torschütze (sieben Saisontreffer) ist mit seinen Tiefenläufen die gefährlichste Waffe.
Hinter einen erhofften Aufschwung von Rückkehrer Florian Niederlechner (zwei Tore) muss man im Moment noch ein Fragezeichen setzen, nachdem der 35-jährige Routinier die Winter-Vorbereitung verpasste. Auch Trainings-Weltmeister David Philipp konnte gegen RWE die nächste Startelf-Chance nicht nutzen und Sturm-Joker Justin Steinkötter scheint Kauczinski die Haugen-Rolle auch nicht zuzutrauen.
Es braucht einen Ersatz für Haugen um die Aufstiegschancen zu wahren
Gewagte These: Will der TSV seine Aufstiegschancen wahren oder gar vergrößern, braucht es einen Haugen-Ersatz. Am besten schon vorgestern, um im Trainingslager voll mitzuziehen.
Aber immer noch besser aber jetzt, als gar nicht – sonst ist die Wahrscheinlichkeit vermutlich größer, dass der Aufstiegs-Zug wie in den vergangenen Jahren ohne die Giesinger abfahren wird.