Fünf Wechsel bei den Löwen! Wolfs wüster Umbau

Am Freitag geht gegen Augsburg, den Angstgegner der Löwen – mit einer völlig veränderten 1860-Elf.
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Antonio Rukavina soll in Augsburg für Druck sorgen - aus dem Mittelfeld heraus.
dpa Antonio Rukavina soll in Augsburg für Druck sorgen - aus dem Mittelfeld heraus.

Am Freitag geht gegen Augsburg, den Angstgegner der Löwen – mit einer völlig veränderten 1860-Elf.

MÜNCHEN Die Statistik hat Michael Hofmann gleich parat. Auch wenn’s weh tut. „Drei Mal hab ich gegen Augsburg bisher gespielt, drei Mal haben wir 0:3 verloren“, sagt der Löwen-Keeper, „auch wenn ich nicht weiß, warum.“

Für die Löwen geht es am Freitag gegen ihren absoluten Angstgegner in Liga zwei. Gegen keine Mannschaft fällt die Bilanz seit dem Bundesliga-Abstieg so negativ aus wie gegen die Schwaben. Vier der letzten fünf Spiele verlor 1860 zu Null. Nur beim ersten Spieltag der letzten Saison gab es für die Löwen-Fans einen 6:2-Triumph zu bejubeln.

Ausgerechnet gegen Augsburg soll den Sechzgern, die zuletzt sechs Spiele hintereinander nicht gewinnen konnten, jetzt die Wende gelingen. „Ich habe keine Lust darauf, wieder im Mai noch gegen den Abstieg spielen zu müssen“, sagt Hofmann, „das hatten wir jetzt oft genug. Wir brauchen jetzt mal wieder einen Sieg. Von mir aus können wir sauschlecht spielen und gewinnen, mir egal.“

Auch Uwe Wolf will mal wieder einen Sieg feiern. „Es ist mein erstes Derby gegen Augsburg, und das würde ich gerne gewinnen“, sagt er, „in Augsburg ist immer eine hitzige Atmosphäre, unsere Fans werden uns nach vorne peitschen. Die wollen wir nicht enttäuschen.“

Auch wenn der Trainer mittlerweile so wirkt, als ob er genau weiß, dass er seine Bosse wohl nicht mehr davon überzeugen kann, dass er nach der Saison noch der richtige Mann auf der 1860-Bank ist, fordert der deutlich leiser gewordene Wolf eine „couragierte Leistung“ seiner Mannschaft.

Dafür plant der Coach nun den Radikal-Umbau seiner Elf. Auf mindestens vier Positionen wird Wolf die Truppe umbauen. Dazu plagt sich Abwehrboss Torben Hoffmann noch immer mit einer fiesen Erkältung. Für den Routinier wird in Augsburg wohl mal wieder Mate Ghvinianidze verteidigen dürfen.

Auch sonst wird die Abwehrkette anders aussehen als zuletzt. Der um einen neuen Vertrag kämpfende Nikolas Ledgerwood rückt von der Ersatzbank auf die rechte Abwehrseite, Dortmund-Leihgabe Antonio Rukavina dagegen soll im rechten Mittelfeld für Druck sorgen. Stefan Aigner bekommt eine Pause.

„Ich werde immer schlechter“, hatte Aigner selbst zuletzt zugegeben nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern. Nun scheint auch Wolf erstmal genug von ihm zu haben. Auch Manuel Schäffler, der sich im Sturm zuletzt neben Benny Lauth zwar wie gewohnt bemühte, aber nicht allzu viel zustande brachte, wird wohl erst Mal auf der Bank sitzen müssen. Benny Lauth mit Vorlagen füttern soll U-21-Nationalspieler und Löwen-Allzweckwaffe Fabian Johnson. Er rückt von der linken Seite in die Mitte. Den Part als Linksaußen wird Jose Holebas geben.

„Wir probieren viel herum“, sagt Wolf. Das kann man wohl sagen.

Filippo Cataldo

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