Erstes Liendl-Tor für Sechzig: "War nur eine Frage der Zeit"

Vor allem der bislang torlose Michael Liendl und der zuletzt kritisierte Rubin Okotie sorgten für den Sechzig-Sieg gegen St. Pauli. Deshalb erhalten sie Extra-Lob. Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.
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Endlich wieder jubeln durften die Löwen beim 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli.
Sampics, Augenklick Endlich wieder jubeln durften die Löwen beim 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli.

München - Mit dem 2:0-Heimsieg gegen die favorisierten Paulianer sind die Löwen bereits im dritten Spiel hintereinander ungeschlagen. Vor allem in der zweiten Halbzeit war der TSV 1860 hinten solide und vorne mit Kontern gefährlich.

Eine Leistung, die die Spieler und den angereisten Investor Hasan Ismaik zufrieden macht. Auch der Jordanier äußerte sich im Anschluss an die Partie zum Sieg der Sechzger.

Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel:

 

Benno Möhlmann (Trainer 1860 München): "Wir sind in den ersten 15, 20 Minuten noch nicht so selbstbewusst und sicher aufgetreten, wie ich mir das erhofft hatte. Wir haben da etwas Probleme gehabt und sicher auch eins oder zwei zu null zurückliegen können. Wir haben uns dann im Laufe der ersten Halbzeit stabilisiert und in der zweiten Halbzeit dann auch den Weg nach vorne gefunden. Mit diesem Doppelschlag in kurzer Zeit haben wir mehr Selbstbewusstsein gehabt. Leider haben wir die Situationen zum 3:0, die mehrfach da waren, nicht genutzt. Insgesamt bin ich zufrieden, weil wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Ich weiß aber auch, dass wir intensiv weiterarbeiten müssen. Ich bin froh, dass wir überhaupt schon in der Lage sind, so vernünftig Fußball zu spielen, wie wir es in der zweiten Halbzeit gemacht haben. Man darf nicht vergessen: Wir haben heute gegen eine der Top-Mannschaften dieser Saison gespielt."

Ewald Lienen (Trainer FC St. Pauli): "Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir heute nichts mitnehmen konnten. Das Spiel hat für uns gut angefangen. Wir haben den Ball gut laufen lassen und uns Torchancen erspielt. Mit der ersten halben Stunde war ich sehr einverstanden. Wenn wir in der Phase in Führung gehen, was absolut verdient gewesen wäre, dann hätte es ein anderes Spiel werden können. Das hätte uns vom Selbstvertrauen gut getan. Wenn man dann in Führung gehen kann, hätte man sie vielleicht kleiner halten können. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr den richtigen Zugriff bekommen. Liendl, Adlung, Okotie – das sind alles Spieler, die in der Lage sind, aus der Ferne zu schießen. 1860 hat dann das Spiel gehabt, was sie gerne haben: Dass sie kompakt in der eigenen Hälfte stehen und kontern können. Sie haben danach eine ganze Reihe von hochkarätigen Konter-Situationen gehabt, wo wir ein bisschen verdattert waren."

Marius Wolf (1860 München): „Jeder will das umsetzen, was wir besprechen. Heute hat man das wieder gemerkt. Die Maßgabe war, aggressiv zu spielen. Nur so kannst du einen so spielstarken Gegner wie St. Pauli bekämpfen. Wir wollten unsere Zone kompakt halten und St. Pauli ein bisschen kommen lassen. Das hat heute sehr gut geklappt. Ich denke, dass wir auf einem richtig guten Weg sind. Es freut mich vor allem für Michi (Michael Liendl, die Red.), dass er heute sein erstes Tor gemacht hat. Es wird ihm Rückenwind geben. Wir haben gemerkt, dass er in der Kritik stand. Aber wir wissen, was er kann, was er täglich im Training macht. Deswegen war es nur eine Frage der Zeit, bis er sein erstes Tor macht. Das war eine Riesen-Erleichterung. Wir wissen, dass wir vorne die Chancen bekommen, aber dass wir sie auch nutzen müssen. Wenn man ein Tor macht, gibt das Rückenwind. Man ist selbstbewusster und versucht mehr Sachen. Man sieht: Man kann in der Liga jeden schlagen. "

Liveticker zum Nachlesen: Die Löwen besiegen St. Pauli

Marius Wolf über Wechselgedanken von Rubin Okotie: "Davon spüre ich überhaupt nichts, wenn man gesehen hat, wie er sich für die Mannschaft einsetzt und das Tor gemacht hat. Das ist eigentlich genau das Gegenteil."

Hasan Ismaik (Investor 1860 München): "Wir haben heute gekämpft wie Löwen. Das Auftreten der Mannschaft hat mir gut gefallen. So muss das immer sein. Ich freue mich sehr über den zweiten Saisonsieg."

Michael Liendl (TSV 1860): "In unserer Lage ist es nicht wichtig, ob es (das Tor, die Red.) schön ist oder nicht. Es war einfach ein sehr wichtiger Sieg. Es war keine einfache Situation für mich, als ich hierher kam. Ich habe ein paar Spiele nicht gespielt. Ich spüre jetzt auch zu hundert Prozent das Vertrauen des Trainers. Er verlangt von mir, dass ich immer wieder in die Offensive gehe. Wenn du das als Offensivspieler spürst, spielst du befreiter auf. Es ist klarerweise keine Garantie, dass es immer so läuft - aber es war schon mal ein guter Beginn."

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