Ersatzgeschwächtes 1860 unbesiegt sieglos: "Für den Moment müssen wir damit leben"

Der erneut stark dezimiert angetretene TSV 1860 erkämpft sich auch in Osnabrück einen Zähler. Zwar wächst der Rückstand auf die Aufstiegsränge weiter, doch die kampfstarken Löwen bleiben optimistisch.
Matthias Eicher
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
1  Kommentar
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Schwer zu bespielender Rasen, ersatzgeschwächt, zwischendurch mal getaumelt, aber nicht gefallen: Der TSV 1860 um Kevin Volland (l., hier im Duell der Torschützen gegen Bjarke Jacobsen) nimmt einen Zähler aus Osnabrück mit.
Schwer zu bespielender Rasen, ersatzgeschwächt, zwischendurch mal getaumelt, aber nicht gefallen: Der TSV 1860 um Kevin Volland (l., hier im Duell der Torschützen gegen Bjarke Jacobsen) nimmt einen Zähler aus Osnabrück mit. © sampics (sampics)

Furioser Auftakt-Triumph 2026? Weder Fisch noch Fleisch, wie das 1:1 gegen Rot-Weiss Essen? Oder ein jäher Rückschlag im Aufstiegsrennen? Verletzungsgeplagte Löwen erhofften Ersteres, hätten sich vorher vielleicht mit der zweiten Option zufriedengegeben, während die wohl viele Fans Szenario Nummer drei befürchteten – es wurde ein kleines Déjà-vu der Vorwoche.

Durch das 1:1 (1:1) des TSV 1860 beim VfL Osnabrück hat die Mannschaft von Cheftrainer Markus Kauczinski weder die eigenen Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert, noch einen herben Dämpfer erlitten, aber wie nach dem Remis gegen RWE wieder ein paar Pünktchen auf die Tabellenspitze verloren. Die Geschichte des Duells ist schnell erzählt: Das frühe 0:1 durch Bjarke Jacobsen (17.) glich Ex-Nationalspieler Kevin Volland ebenso schnell aus (25.).

Remis in Osnabrück: "Ich glaube, dass das in Ordnung ist"

"Wir stehen stabil. Wir können nach vorne noch Dinge besser machen. Aber für den Moment müssen wir damit leben", urteilte Kauczinski hinterher: "Die Mannschaft hat Energie, die Mannschaft kämpft. Fußballerisch war von beiden Seiten heute ein bisschen Sand im Getriebe." 1860 könne "mit ein bisschen Glück mehr holen", aber: "Ich glaube, dass das in Ordnung ist." Sechzig 2026: unbesiegt und sieglos zugleich.

Die Giesinger, denen an der Bremer Brücke ganze zehn Feldspieler fehlten, legte in einem intensiven Aufeinandertreffen eine etwas sparsame erste Hälfte hin, was Ballbesitz und eigene Offensivaktionen anbelangte. Kampfgeist und defensive Stabilität stimmten aber angesichts der Tatsache, dass der TSV auswärts bei einem Aufstiegsaspiranten antreten musste. Das 0:1 durch Jacobsen nach einer Ecke war einer von vielen Standards, aus dem Spiel heraus fiel dem VfL aber ähnlich wenig ein wie den Blauen.

Löwen-Trainer Markus Kauczinski (l.) und Geschäftsführer Manfred Paula im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück.
Löwen-Trainer Markus Kauczinski (l.) und Geschäftsführer Manfred Paula im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück. © sampics (sampics)

Ein Glück, dass einer der seltenen Angriffe mit Vollands Ausgleich endete – sein erster Treffer seit dem 3:2 gegen den TSV Havelse am fünften Spieltag. "Kevin Volland, linker Fuß, der hat ein paar Ligen höher gespielt und paar Tore mit diesem Fuß gemacht. Den schweißt er gut ein", sagte Ex-Löwe und TV-Experte Martin Kobylanski.

Mit ein wenig Glück wäre der 1860-Dreier möglich gewesen

Im zweiten Durchgang drückten die Hausherren um Wirbelwind Tony Lesueur zunächst weiter aufs Gas, der Torhüter Thomas Dähne zu einer Parade zwang (53.) und bei zahlreichen Angriffen seine Füße im Spiel hatte. Die Lila-Weißen sammelten weiter jede Menge Ecken und Freistöße, konnten aber kein Kapital daraus schlagen.

Und Sechzig? Verlegte sich auf Konter und wurde gefährlicher. Als Volland mal einen Geistesblitz hatte, geriet der Schuss von Kollege David Philipp zu zentral (69.). Kauczinski wollt es wissen, wechselte doppelt und Joker Justin Steinkötter, der bei 1860 bisher kaum auf die Füße gekommen war, zielte mit einem Lupfer nur knapp am Kasten vorbei (74.). Aus, vorbei! Der Rest war wieder Abnutzungskampf bis zum Schluss.

Volland: "Wenn wir so weiterarbeiten, kommt der Rest von ganz allein"

Das Problem der dezimierten Sechzger ist und bleibt, dass die Konkurrenz fröhlich dreifach punktet (acht Punkte Rückstand auf Rang eins, sechs auf Platz drei), während sich der arg verkleinerte Kauczinski-Kader in die Rückrunde müht. Es gilt also weiter, was der Trainer schon vor dem Duell ausgelobt hatte: durchhalten, Löwen.

Torschütze und Optimist Volland glaubt daran: "Wir hatten auch in der Hinrunde ein paar Spiele, wo wir hier, vor so einer Kulisse, auch auseinandergefallen sind. Wenn wir so weiterarbeiten, auch füreinander und in erster Linie die Mentalität auf den Platz bekommen, kommt der Rest von ganz allein."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Chris_1860 vor 2 Minuten / Bewertung:

    Bei allen Ausfällen, aber das war wieder überhaupt nix, nur die Moral stimmte, das ist aber deutlich zu wenig für Kader und Ansprüche.

    Defensiv außer Reinthaler sehr anfällig, das Mittelfeld außer Volland uninspiriert und der Sturm, weder mit Hobsch und schon gar nicht mit Philipp, nicht stattfindend.

    Langsam aber sicher entschwinden die Top 6 und wir nisten uns dort ein, wo wir aktuell hingehören, Platz 8-10.

    Dennoch wird uns "shark" weiter einzureden versuchen, dass es deutlich aufwärts geht, die Abwehr ohne Verlaat besser wäre und sicher stehe, sowie dass wir "mindestens auf Platz 5, vermutlich noch besser, abschließen werden".

    Incl. Verl waren das aus möglichen 9 Punkten nur windige 2 Zähler ohne wirklich sichtbare Verbesserungen in allen Mannschaftsteilen, leider.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.