Ersatzgeschwächtes 1860 unbesiegt sieglos: "Für den Moment müssen wir damit leben"

Der erneut stark dezimiert angetretene TSV 1860 erkämpft sich auch in Osnabrück einen Zähler. Zwar wächst der Rückstand auf die Aufstiegsränge weiter, doch die kampfstarken Löwen bleiben optimistisch.
Matthias Eicher
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
21  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Schwer zu bespielender Rasen, ersatzgeschwächt, zwischendurch mal getaumelt, aber nicht gefallen: Der TSV 1860 um Kevin Volland (l., hier im Duell der Torschützen gegen Bjarke Jacobsen) nimmt einen Zähler aus Osnabrück mit.
Schwer zu bespielender Rasen, ersatzgeschwächt, zwischendurch mal getaumelt, aber nicht gefallen: Der TSV 1860 um Kevin Volland (l., hier im Duell der Torschützen gegen Bjarke Jacobsen) nimmt einen Zähler aus Osnabrück mit. © sampics (sampics)

Furioser Auftakt-Triumph 2026? Weder Fisch noch Fleisch, wie das 1:1 gegen Rot-Weiss Essen? Oder ein jäher Rückschlag im Aufstiegsrennen? Verletzungsgeplagte Löwen erhofften Ersteres, hätten sich vorher vielleicht mit der zweiten Option zufriedengegeben, während die wohl viele Fans Szenario Nummer drei befürchteten – es wurde ein kleines Déjà-vu der Vorwoche.

Durch das 1:1 (1:1) des TSV 1860 beim VfL Osnabrück hat die Mannschaft von Cheftrainer Markus Kauczinski weder die eigenen Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert, noch einen herben Dämpfer erlitten, aber wie nach dem Remis gegen RWE wieder ein paar Pünktchen auf die Tabellenspitze verloren. Die Geschichte des Duells ist schnell erzählt: Das frühe 0:1 durch Bjarke Jacobsen (17.) glich Ex-Nationalspieler Kevin Volland ebenso schnell aus (25.).

Remis in Osnabrück: "Ich glaube, dass das in Ordnung ist"

"Wir stehen stabil. Wir können nach vorne noch Dinge besser machen. Aber für den Moment müssen wir damit leben", urteilte Kauczinski hinterher: "Die Mannschaft hat Energie, die Mannschaft kämpft. Fußballerisch war von beiden Seiten heute ein bisschen Sand im Getriebe." 1860 könne "mit ein bisschen Glück mehr holen", aber: "Ich glaube, dass das in Ordnung ist." Sechzig 2026: unbesiegt und sieglos zugleich.

Die Giesinger, denen an der Bremer Brücke ganze zehn Feldspieler fehlten, legte in einem intensiven Aufeinandertreffen eine etwas sparsame erste Hälfte hin, was Ballbesitz und eigene Offensivaktionen anbelangte. Kampfgeist und defensive Stabilität stimmten aber angesichts der Tatsache, dass der TSV auswärts bei einem Aufstiegsaspiranten antreten musste. Das 0:1 durch Jacobsen nach einer Ecke war einer von vielen Standards, aus dem Spiel heraus fiel dem VfL aber ähnlich wenig ein wie den Blauen.

Löwen-Trainer Markus Kauczinski (l.) und Geschäftsführer Manfred Paula im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück.
Löwen-Trainer Markus Kauczinski (l.) und Geschäftsführer Manfred Paula im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück. © sampics (sampics)

Ein Glück, dass einer der seltenen Angriffe mit Vollands Ausgleich endete – sein erster Treffer seit dem 3:2 gegen den TSV Havelse am fünften Spieltag. "Kevin Volland, linker Fuß, der hat ein paar Ligen höher gespielt und paar Tore mit diesem Fuß gemacht. Den schweißt er gut ein", sagte Ex-Löwe und TV-Experte Martin Kobylanski.

Mit ein wenig Glück wäre der 1860-Dreier möglich gewesen

Im zweiten Durchgang drückten die Hausherren um Wirbelwind Tony Lesueur zunächst weiter aufs Gas, der Torhüter Thomas Dähne zu einer Parade zwang (53.) und bei zahlreichen Angriffen seine Füße im Spiel hatte. Die Lila-Weißen sammelten weiter jede Menge Ecken und Freistöße, konnten aber kein Kapital daraus schlagen.

Und Sechzig? Verlegte sich auf Konter und wurde gefährlicher. Als Volland mal einen Geistesblitz hatte, geriet der Schuss von Kollege David Philipp zu zentral (69.). Kauczinski wollt es wissen, wechselte doppelt und Joker Justin Steinkötter, der bei 1860 bisher kaum auf die Füße gekommen war, zielte mit einem Lupfer nur knapp am Kasten vorbei (74.). Aus, vorbei! Der Rest war wieder Abnutzungskampf bis zum Schluss.

Volland: "Wenn wir so weiterarbeiten, kommt der Rest von ganz allein"

Das Problem der dezimierten Sechzger ist und bleibt, dass die Konkurrenz fröhlich dreifach punktet (acht Punkte Rückstand auf Rang eins, sechs auf Platz drei), während sich der arg verkleinerte Kauczinski-Kader in die Rückrunde müht. Es gilt also weiter, was der Trainer schon vor dem Duell ausgelobt hatte: durchhalten, Löwen.

Torschütze und Optimist Volland glaubt daran: "Wir hatten auch in der Hinrunde ein paar Spiele, wo wir hier, vor so einer Kulisse, auch auseinandergefallen sind. Wenn wir so weiterarbeiten, auch füreinander und in erster Linie die Mentalität auf den Platz bekommen, kommt der Rest von ganz allein."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
21 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Ultralöwe am 28.01.2026 13:46 Uhr / Bewertung:

    shark ich versteh dich nicht. Nicht nur die Tatsache wie es Chrisi schon geschrieben hat das wir mit Verlaat sehr wenig Tore kassiert und Spiele gewonnen haben, auch die jungen Spieler, damals Morgalla und heute Dulic waren oder sind von Verlaat begeistert, auf und neben dem Platz. Auch bei Niederlechner liegst du falsch. Das er noch nicht das gezeigt hat was er kann, ok, aber das liegt ein bischen daran das er laut kicker düzu den Spielern gehört die am meisten gefoult werden. Ich glaub auch das er und auch Volland die 3. Ein bischen unterschätzt haben. Volland spielt nach seiner Verletzung viel besser und stabieler und ich bin mir sicher bei Flo wird es genau so sein. Ich finde auch das Werner im gesammten keine schlechten Spieler geholt hat für das Geld das er hatte. Über 2-3 könntr man reden aber der Rest paßt ganz gut. Das wir diese Saison so viele Verletzte haben, is so, aber es ist trotzdem noch alles möglich.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • shark am 28.01.2026 15:40 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Ultralöwe

    Ich analysiere durch keine Vereinsbrille und lasse mich durch große Namen nicht beeindrucken.
    Meine Argumente gegen Hiller,gegen Verlaat und auch gegen Niederlechner sind stichhaltig und haben sich bestätigt.
    Wenn man 60 nach oben bringen will, muss man die Leistung aufdem Platz bewerten
    und das Reinthaler und Schifferl besser sind,kann jeder sehen.
    Dähne , Volland und auch Richter waren besser als Hiller und wie stark Niederlechner bisher bei 60 war etc ,sah auch jeder.
    60 braucht entwicklungsfähige Spieler oder echte Verstärkungen-und die werden auch kommen .Andere müssen aus dem Kader
    Dieses Jahr unter den ersten fünf und nächstes Jahr Aufstieg-nehme gerne noch Wetten an

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • shark am 28.01.2026 15:41 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von shark

    Vollath muss es lauten- der Volland ist allerdings mein Lieblingsspieler bei 60 und muss genauso fighten

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.