Ernste Sechzger-Situation: Jetzt kündigt sogar DFB-Boss und Ex-Löwe Völler seine Unterstützung an

Wenn selbst im tausende Kilometer entfernten DFB-Camp in Winston-Salem über den TSV 1860 gesprochen wird, dann ist klar: die Lage ist richtig ernst beim Giesinger Traditionsklub!
Am Dienstagabend deutscher Zeit nahm Sportdirektor und Ex-Löwe Rudi Völler im Rahmen einer Pressekonferenz im Mediencenter auf dem Podium Platz und wurde kurz vor Schluss auf die derzeitige Situation bei seinem ehemaligen Klub angesprochen. Völler, der zwischen 1980 und 1982 für die Sechzger Tore am Fließband erzielte, äußert sich besorgt über die Situation an der Grünwalder Straße 114.
"Sie sind ein ganz großer Traditionsklub. Das tut mir sehr leid. Ich hoffe, dass sie schnell wieder nach oben kommen", sagte der DFB-Sportdirektor fünf Tage vor dem WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft am kommenden Sonntag gegen Curacao.
Spendenaktion: 1860-Fans nehmen 100.000-Euro-Marke ins Visier
Nach dem Zwangsabstieg der Sechzger hatten einige Löwen-Fans zuletzt spontan eine Spendenaktion für den e.V. ins Leben gerufen. Bis Dienstagabend (19 Uhr) waren insgesamt fast 95.000 Euro zusammengekommen. "Dem Verein werden finanzielle Mittel für den Neuaufbau, die Nachwuchsförderung, die Infrastruktur und die langfristige Sicherung eines erfolgreichen Vereinslebens zur Verfügung gestellt", teilen die Initiatoren mit. Zum 30. Juni soll das Geld dem e.V. übergeben werden.
Auch Völler kündigt seine Unterstützung an und versprach, Bundestrainer Julian Nagelsmann ebenfalls mit ins Boot zu holen. Der heutige Chefcoach der Nationalmannschaft spielte zwischen 2002 und 2007 in der Jugend der Sechzger und hat bis heute ein gutes Verhältnis zu seinem Ex-Klub.
Spenden-Spruch Richtung Nagelsmann: Völler sorgt für Lacher
"Ich weiß nichts von der Aktion, aber ich bin auf jeden Fall dabei und werde auch Julian Nagelsmann überreden, dass er dabei ist", versprach Völler und schob in Richtung seines Trainers scherzhaft nach: "Der wird nicht den Mut haben, zu sagen, er gibt nichts. Da werde ich ihn schon überreden!"
Ein Spruch, der unter den anwesenden Reportern für lautes Gelächter sorgte. In München-Giesing, tausende Kilometer entfernt von Winston-Salem, ist derzeit kaum jemandem zum Lachen zu Mute.