Erfüllt sich der 1860-Wunsch? Klubs beraten über VAR-Revolution für die 3. Liga
Der Videobeweis im Fußball könnte ab der kommenden Saison in abgespeckter Version auch in der 3. Liga eingeführt werden. Bei einem Treffen der Klubverantwortlichen im Februar wird darüber beraten. Dabei soll es auch um die Frage einer sogenannten Trainer-Challenge gehen.
"Der Ruf ist zuletzt auch in der 3. Liga laut geworden", sagte Schiedsrichterboss Knut Kircher am Dienstag in Frankfurt/Main. Da es sich auch aufgrund der Kostenthematik um eine technisch limitierte Version handeln soll, könnte das Mittel eines Trainer-Einspruchs bei strittigen Szenen zum Einsatz kommen. In der italienischen 3. Liga wird das Konstrukt bereits in dieser Form getestet.
VAR-Regel der Fifa würde in der 3. Liga nicht greifen
Bei einem voll ausgestatteten VAR-System, wie es in den Topligen zum Einsatz kommt, erlaubt die Fifa laut Kircher keine Trainer-Challenge. Mit Blick auf die Bundesliga und die 2. Liga gab Kircher zu Protokoll, dass die Trainer "nach unseren Erkenntnissen eigentlich gar keine Challenge" wollen.
TSV 1860: Kauczinski und Mang pro Videobeweis
Der TSV 1860 ist in dieser Saison "Fehlentscheidungskönig" der 3. Liga, satte 14 Mal wurde er laut "liga3-online.de" bislang benachteiligt. "Ich bin dafür", hatte Löwen-Trainer Markus Kauczinski im Dezember über eine mögliche VAR-Einführung gesagt: "Am Ende ist es eine Kostenfrage und eine Manpower-Frage, die beantwortet werden müssen und das sind oft die Punkte, an denen die Dinge scheitern."
1860-Präsident Gernot Mang hatte unlängst angekündigt, "jetzt bald mal etwas zu unternehmen". Im Februar dürfte sich die Gelegenheit ergeben.
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