Einzelkritik zu TSV 1860 gegen Türkgücü: Fünfer-Hagel für die Löwen-Defensive

Trotz teils massiver Defensivschwächen erkämpft sich der TSV 1860 im Stadtduell mit Türkgücü ein Remis. Die Noten für die Löwen.
| Matthias Eicher
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Die Löwen ließen gegen Türkgücü zahlreiche Hochkaräter zu.
Die Löwen ließen gegen Türkgücü zahlreiche Hochkaräter zu. © IMAGO / kolbert-press

München - Was für ein spektakuläres Stadtduell! Beim Derby am Samstag schenken sich der TSV 1860 und Türkgücü nichts und liefern eine rasante Partie. Beim 1:1 gegen Stadtrivalen profitieren offenbaren die Löwen aber immer wieder Schwächen in der Defensive, auch der eigentlich so verlässliche Torhüter Marco Hiller strahlt keine Sicherheit aus.

Die Noten für den TSV 1860:

MARCO HILLER, NOTE 5: Dem Darmstadt-Helden ging gegen Türkgücü die Derby-Düse. Bei seinem ersten frühen Patzer wurden Erinnerungen an Ingolstadt wach. Zweiter Patzer an den Pfosten. Beides zu seinem Glück folgenlos. Beim 0:1 ohne Chance.

YANNICK DEICHMANN, NOTE 5: Seine schwächste Löwen-Leistung. Von Beginn an Sararer unterlegen, wie in erster Linie die Klasse des späteren Torschützen zum 1:0 zeigte. Ebenfalls mit einem nervösen Hand-Patzer, nach 38 Minuten mit Gelb-Rot runter.

NIKLAS LANG, NOTE 5: Der Junglöwe kam mit dem ultrahohen Pressing des Rivalen denkbar schlecht klar. Holte sich mit einer beherzten gewonnenen Zweikampf-Grätsche in höchster Not gegen Sararer Sicherheit, die er prompt wieder verlor.

STEPHAN SALGER, NOTE 5: Abgeklärte Rettungsaktion als letzter Mann (13.). Seine Bundesligaerfahrung half dennoch kaum, denn trotz einiger gewonnener Zweikämpfe und dem verhinderten 0:2 auch ein Unsicherheitsfaktor.

PHILLIPP STEINHART, NOTE 4: Ließ mehrere gefährliche Angriffe über seine Seite zu, hielt aber mehreren gegnerischen Vorstößen Stand und hinterließ damit noch den besten Eindruck in der Viererkette.

Moll muss früh vom Platz - Lex fehlt weiter die Kaltschnäuzigkeit

QUIRIN MOLL, NOTE 5: Sollte ein weiß-blaues Wackel-Kollektiv mit seiner Routine eigentlich stabilisieren können. Konnte er nicht und fiel Köllners taktischem Wechsel zum Opfer.

DENNIS DRESSEL, NOTE 3: Sollte einmal mehr neben Moll aufräumen, kam aber lange kaum zur Geltung. Biss sich aber gerade als Solo-Sechser ins Spiel, lieferte zwei ganz wichtige Rettungstaten an der Strafraumgrenze. Offensiv viel zu wenig – bis vor dem 1:1.

STEFAN LEX, NOTE 4: Versuchte viel, erreichte wenig. Hätte womöglich das 1:0 erzielt, wäre er im Zweikampfduell nicht zu Boden gegangen. Hätte, hätte... Ganz dicke Chance zum 1:1: überragend runtergeholt, aber erneut verballert.

MERVEILLE BIANKADI, NOTE 4: Starke Hereingabe zur ersten 1860-Chance (13.). Einziges Problem: Es kam nicht viel hinterher. Sechzigs einziges Kreativ-Element, aber glücklos.

Mölders sichert den Punkt - Bär agiert unglücklich

SASCHA MÖLDERS, NOTE 3: Drittes Ligaspiel ohne Treffer? Nicht mit dem Alpha-Löwen. Lange unsichtbar. Er machte weiter, immer weiter – am Ende traf er mit Gebrüll.

MARCEL BÄR, NOTE 5: Unglücklicher Auftritt. Oft aussichtsreich am Ball, so gut wie nie Ertrag. Ganz schwacher Pass in Mölders’ Rücken.

KEVIN GODEN, NOTE 3: Denkbar ungünstiger Unterzahl-Einstand des dritten Neulöwen im Bunde. Und brachte erstmal – genau – Stabilität. Nicht fehlerlos, aber kampfstark.

KEANU STAUDE und ERIK TALLIG kamen zu spät für eine Bewertung.

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