Ein Maurer, der alles richtig macht

Nach dem Erfolg gegen Berlin lobt Löwen-Trainer Reiner Maurer seine Einwechselspieler (und damit sich selbst). „Wir wollen uns da oben festbeißen“
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Bloß nicht auf Schnee spielen: Reiner Maurer
Rauchensteiner/Augenklick Bloß nicht auf Schnee spielen: Reiner Maurer

MÜNCHEN - Nach dem Erfolg gegen Berlin lobt Löwen-Trainer Reiner Maurer seine Einwechselspieler (und damit sich selbst). „Wir wollen uns da oben festbeißen“

Reiner Maurer muss sich von seinen Assistenten vertreten lassen am Montagfrüh beim Training des TSV 1860. Der Chefcoach ist unterwegs zu einer Fortbildung der Fußballlehrer. Dabei gibt es doch derzeit nicht viel, was man dem 50-jährigen Allgäuer in seinem Metier noch beibringen müsste.

Was auch immer Maurer dieser Tage macht, es klappt. Und das Ergebnis liest sich dann wie folgt: Der TSV 1860 hat drei seiner letzten vier Spiele gewonnen und steht in Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen der Liga. „Wir wollen uns dort festbeißen“, sagte Maurer nach dem 1:0 gegen Union Berlin. „Wir müssen uns jetzt im oberen Tabellendrittel behaupten.“

Weil seine Mannschaft nur sporadisch zu Chancen kam, nach Maurers Einwechslungen (Florin Lovin für Moritz Leitner, Kevin Volland für Djordje Rakic) aber erheblich besser spielte, lobte sich der Coach später selbst, als er sagte: „Die Einwechslungen waren der Schlüssel zum Sieg. Sie haben uns frischen Wind gegeben, wir haben dann besser gepresst und hatten das Publikum wieder hinter uns."

Zudem hatte sich Maurer wieder dafür entschieden, gleich mehrere seiner (vermeintlichen) Leistungsträger auf die Bank zu setzen. Und wieder ging die Entscheidung auf. Florin Lovin, Alexander Ludwig und Savio Nsereko: Wer vor der Saison über das Trio gesprochen hatte, durfte sicher sein, dass sie allesamt zum festen Stamm zählen werden. Doch dem ist nicht so. Savio, der in sieben Spielen nur zwei Kurzeinsätze hatte, und Ludwig, der noch nicht ein Mal von Beginn an spielen durfte, kamen diesmal gar nicht rein. „Klar haben die Spieler auf der Bank Frust“, sagte Maurer. „Und wenn die Mannschaft gewinnt, dann ist man noch frustrierter, wenn man nicht spielt. Es wird immer Härtefälle geben, damit müssen wir leben. Mir ist es so lieber als andersrum."

Der derzeitige Erfolg gibt ihm aber Recht – zumal selbst Lovin sagte: „Ich bin nicht zufrieden. Aber wenn die Mannschaft gewinnt, dann macht der Trainer alles richtig."

Bei der Wahl seiner Youngster beweist Maurer ebenfalls ein glückliches Händchen. Den 17-jährigen Moritz Leitner schickt er ja schon fast die ganze Saison über aufs Feld, nun kommen auch Vollgaskicker Kevin Volland (18) und Christopher Schindler (20) zum Zuge. „Kevin hat mir heute sehr gut gefallen", lobte Maurer, „er war daran beteiligt, dass wir das Spiel gewonnen haben.“ Und über den spät eingewechselten Zweitligadebütanten Schindler sagte er: „Er sollte uns in der Schlussphase mit seiner Kopfballstärke helfen. Er hat alles richtig gemacht." Genau wie sein Trainer.

Marco Plein

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