„Ein bisschen Euphorie“ - Löwen besiegen Aachen

Nach dem 2:1 gegen Aachen blicken die Löwen, zuletzt durch den Punktabzug und eine Minikrise gebeutelt, wieder hoffnungsvoll nach oben. Und die Fans feiern: „Der TSV ist wieder da!“
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Moritz Leitners (links) Pass, Benny Lauths Tor: Die Löwen dürfen sich freuen.
az Moritz Leitners (links) Pass, Benny Lauths Tor: Die Löwen dürfen sich freuen.

MÜNCHEN - Nach dem 2:1 gegen Aachen blicken die Löwen, zuletzt durch den Punktabzug und eine Minikrise gebeutelt, wieder hoffnungsvoll nach oben. Und die Fans feiern: „Der TSV ist wieder da!“

Benny Lauth lief und lief und lief. Und als ihn seine Mannschaftskameraden endlich eingefangen hatten, sprang ihm einer nach dem anderen auf den Rücken und tätschelte ihm den Kopf. Gerade hatte er mit seinem späten Treffer gegen Alemannia Aachen – Lauths sechstes Saisontor – den verdienten 2:1-Heimsieg gegen Aachen gesichert und auch auf den Rängen für Riesenjubel gesorgt. „Der TSV, der TSV, der TSV ist wieder da!“, sangen die meisten der 22 300 Zuschauer. Und sie hatten Recht.

Die Löwen klettern nach dem Heimerfolg auf Platz sechs und haben ihre Serie auf nun acht Ligaspiele ohne Niederlage ausgebaut. Auf Rang eins fehlen den Löwen nun sieben Punkte, fünf sind es bis zum Relegationsplatz drei – trotz des Zwei-Punkte-Abzugs. Die Löwen, die nach der DFL-Entscheidung zunächst auch sportlich in die Krise gerieten (0:0 gegen Bielefeld, Pokal-Aus in Köln) sind nach nur Siegen in Karlsruhe und jetzt gegen Aachen wieder vorne dabei – und schielen jetzt nach oben. „Wir haben in den ersten elf Saisonspielen sehr konstant gespielt. Ich denke, es gibt keinen Grund, warum wir schwächer werden oder nachlassen sollten“, sagte Benny Lauth, „ich bin mir sicher, dass wir den Anschluss halten können.“ Oder sogar ein bisschen mehr? „Wir sind nach dem Punktabzug jetzt wieder Sechster. Wir sind vorne dabei und haben auch die Klasse, uns weiter nach vorne zu orientieren“, sagte Coach Reiner Maurer, der „ein bisschen Euphorie jetzt bei uns“ ausgemacht hat.

Aachen hatte schließlich, genau wie die Löwen, eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage vorzuweisen gehabt. Maurer und die Spieler wussten, dass dieses Spiel richtungsweisend sein könnte.

Doch dann begann die Partie mit einem Schock: Gerade acht Minuten waren gespielt, da hob Aachens Zoltan Stieber eine präzise Flanke auf den Kopf des völlig freistehenden Benjamin Auer. Keeper Gabor Kiraly konnte den ersten Versuch des Alemannia-Kapitäns nur unglücklich zu Auer zurückfausten, der drosch noch mal drauf – und Kiraly legte sich den Ball selbst ins Netz. Aachen führte 1:0. Doch die Löwen reagierten wie eine Spitzenmannschaft. Sie kämpften sich mit viel Biss und Entschlossenheit ins Spiel zurück. Schließlich dribbelte sich Aleksander Ignjovski, zurück im Team, nach einem seiner vielen Ballgewinne links außen durch, passte zu Daniel Halfar, der legte mit viel Übersicht auf Alexander Ludwig ab. Und Ludwig drosch den Ball fulminant aus 18 Metern ins Netz. Es stand 1:1, jetzt waren die Löwen im Spiel und wären nur eine Minute später durch Bierofka fast in Führung gegangen, doch der 31-Jährige scheiterte am Pfosten. Mehr wollte vor der Pause nicht gelingen.

Nach dem Wechsel mussten beide Teams nach dem hohen Anfangstempo erst mal durchatmen, fortan ergaben sich zwar kaum noch Chancen. Doch nachdem erst Ludwig nach einem Konter gescheitert war, köpfte Lauth eine gut platzierte Flanke des eingewechselten Moritz Leitner an den Innenpfosten und von ins Tor – zum späten und lautstark umjubelten Heimsieg. „Zuletzt haben wir auswärts besser gespielt als daheim. Das war nicht gut. Heute haben die Fans gesehen, dass es bei uns wirklich vorangeht“, sagte Ludwig. Und Coach Maurer ergänzte: „Das war heute ein sehr wichtiger Heimsieg. Für die Mannschaft, aber auch für die Zuschauer, die heute ein intensives und gutes Spiel gesehen haben. Ich hoffe, dass wir das Vertrauen weiter zurück gewinnen können.“

Marco Plein

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