Droht dem TSV 1860 der Lizenz-Entzug? Es fehlen wohl 2,7 Millionen Euro

Einem Bericht zufolge muss der TSV 1860 um seine Lizenz für die kommende Saison bangen. Demnach muss bis Mittwoch kommender Woche ein Finanzloch von 2,7 Millionen Euro gestopft werden.
Bernhard Lackner |
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1860-Präsident Gernot Mang (l.) und Geschäftsführer Manfred Paula.
1860-Präsident Gernot Mang (l.) und Geschäftsführer Manfred Paula. © IMAGO/Frank Hoermann

Ruhige Sommerpause? Nicht beim TSV 1860! Nur wenige Tage, nachdem sich die Mannschaft nach der enttäuschenden Totopokal-Niederlage bei den Würzburger Kickers in den Urlaub verabschiedet hat, herrscht große Aufregung um die Löwen. Der Grund: Die Lizenz für die kommende Saison soll in höchster Gefahr sein. Dies berichtet die "Bild" am Dienstag. 

Demnach muss der Verein bis Mittwoch kommender Woche (3. Juni) um 12 Uhr seine Liquidität nachweisen. Gelingt das nicht, droht der Entzug der Lizenz für die kommende Saison. Aktuell sollen dazu laut dem Bericht aber 2,7 Millionen Euro fehlen. Das Finanzloch sei demnach unter anderem durch erhöhte Kaderkosten entstanden und bereits im Mai 2025 bekannt gewesen, von Investor Hasan Ismaik aber mitgetragen und genehmigt worden.

Finanzprobleme hatten sich zuletzt bereits angedeutet

An sich ist die Situation für die Löwen nicht neu. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Finanzlöcher zu stopfen gegeben, was in der Regel Investor Ismaik kurzfristig übernommen hatte. Nach dem geplatzten Verkauf seiner Anteile im Sommer vergangenen Jahres zeigt der Jordanier aber kein Interesse mehr an den Löwen, sein Investment würde er noch immer gerne loswerden.

Dass die Situation derzeit heikler ist als in den vergangenen Jahren, hatte sich zuletzt bereits abgezeichnet. Wie die AZ berichtete, sollen etwa die Ex-Löwen Dennis Dressel und Julian Guttau an die Grünwalder Straße zurückkehren. Aktuell befindet sich das Duo aber im Wartestand – ebenso wie Tim Danhof, bei dem sich die Verhandlungen über einen neuen Vertrag weiter hinziehen. Aus finanziellen Gründen?

Wie kann 1860 sein Finanzloch stopfen?

Auch die Äußerungen von Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, der gemeinsam mit Ex-Boss Markus Rejek Interesse an einer Übernahme von Ismaiks Anteilen zeigt, ließen Spekulationen um den finanziellen Zustand der Sechzger aufkommen. "Es geht jetzt um die neue Saisonplanung. Es ist vielleicht nicht der beste Zeitpunkt, um die wesentlichen Dinge zu verhandeln", sagte Hitzlsperger zuletzt im BR.

Stellt sich die Frage: Wie kann Sechzig das Finanzloch bis nächste Woche stopfen? Ein möglicher Anteilsverkauf an einen Geldgeber – der e.V. hält aktuell 40 Prozent, Ismaik deren 60 – müsste zwingend von den Mitgliedern abgesegnet werden. Nimmt man einen externen Kredit auf, verschlechtert sich die Eigenkapitalquote, was aber eine positive Fortführungsprognose im Herbst gefährden würde.

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  • Chris_1860 vor 23 Minuten / Bewertung:

    "Aktuell sollen dazu laut dem Bericht aber 2,7 Millionen Euro fehlen. Das Finanzloch sei demnach unter anderem durch erhöhte Kaderkosten entstanden und bereits im Mai 2025 bekannt gewesen, von Investor Hasan Ismaik aber mitgetragen und genehmigt worden"

    Was heißt wohl, dass Ismaik das Finanzloch von 2,7 Mio. mitgetragen und genehmigt hat?

    Richtig, auch der Geldverleiher ist nun für den Ausgleich verantwortlich.

    Macht er es nicht, droht die Insolvenz, also die völlige Wertlosigkeit seiner Anteile. Zugleich wäre er dann endgültig raus.

    Was wird er also wohl tun?

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  • shark vor 55 Minuten / Bewertung:

    Reisinger und Werner sind für dieses finanzielle Desaster verantwortlich.
    Fragt man sich nur ob die ganzen Anhänger von denen,die Defizite etc ausgleichen.
    Chris 1860 und Co !
    Oder der verhasste Ismaik wieder angebettelt wird

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  • Chris_1860 vor 11 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von shark

    Mal wieder falsch.

    "Die Finanzlücke kommt nicht überraschend, denn bei Etatplanung für die abgelaufene Saison wurde im Mai 2025 das entsprechende Defizit eingeplant.

    Zur Erinnerung:

    Der Aufsichtsrat hatte das Budget gegen die Stimmen des e.V. erhöht. Bei einem 3:3-Pari hatte das Votum des damaligen AR-Vorsitzenden Saki Stimoniaris doppelt gezählt." (sechzger.de)

    HAM (Saki) hat das Budget exorbitant erhöht, der e.V. war dagegen. Und wer will jetzt davon mal wieder nichts wissen? Richtig, der Geldverleiher und shark.

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