Die Löwen in Polen: Ein Spiel für die Vergessenen

Trainer Maurer fehlen beim Test gegen Cracovia neun Stars, deshalb gibt er bislang chancenlosen Profis in Krakau eine neue Bewährungsprobe: Uzoma, Kaiser, Biancucchi und Barros dürfen ran.
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Chance in Krakau: Trainer Maurer (r.) schickt Eke Uzoma aufs Feld.
sampics/Augenklick Chance in Krakau: Trainer Maurer (r.) schickt Eke Uzoma aufs Feld.

Trainer Maurer fehlen beim Test gegen Cracovia neun Stars, deshalb gibt er bislang chancenlosen Profis in Krakau eine neue Bewährungsprobe: Uzoma, Kaiser, Biancucchi und Barros dürfen ran.

MÜNCHEN Wenn die Löwen am Samstag (18 Uhr) zum Test bei Cracovia Krakau antreten, wird Reiner Maurer eine Löwen-Elf aufs Feld schicken, die so noch nie zusammengespielt hat. Klar, der Cheftrainer kann gar nicht anders, schließlich fehlen ihm beim Testkick neun Spieler. Gabor Kiraly, Stefan Bell, Moritz Leitner, Kevin Volland, Daniel Hofstetter sind bei Länderspielen im Einsatz. Mate Ghvinianidze ist verletzt. Zudem entschied Maurer, dass Daniel Bierofka, Aleksandar Ignjovski und Dominik Stahl zu Hause bleiben und an Grünwalder Straße mit Physiotherapeut Stephan Rainer trainieren.

In Krakau steigt somit das Spiel der Vergessenen. Maurer lässt die Reservisten ran gegen Cracovia, den Klub, bei dem Janusz Filipiak, der Besitzer von 1860-Hauptsponsor Comarch, Präsident ist. „Für mich ist es wichtig, dass sie Spielpraxis bekommen", sagt der Trainer.

Die AZ nennt die Kandidaten, für die es am Samstag darum geht, mal wieder auf sich aufmerksam zu machen:

Eke Uzoma:

Der Mittelfeldmann hat trotz seiner aussichtslosen Situation die gute Laune nicht verloren. Der Ex-Freiburger spielte sechs Minuten beim Auftaktspiel in Bochum und im nächsten Spiel gegen Osnabrück (3:1). Doch das war Ende August. Seitdem wartet er auf einen weiteren Einsatz. Hängen lässt er sich dennoch, hat sich zuletzt gar ein Interview-Verbot verordnet, weil er erst mal wieder auf dem Platz überzeugen will.

Sandro Kaiser:

Das Eigengewächs stand in Bochum im Kader, hat aber danach noch keine Minute in dieser Saison gespielt. Die letzten Wochen fiel er mit Rücken-und Nackenbeschwerden aus. Maurer hält große Stücke auf den 21-Jährigen und findet lobende Worte: „Der Sandro hat ein hohes Potenzial. Er hat nur immer Pech, dass er mit kleineren Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wird."

Emanuel Biancucchi:

Der Cousin von Lionel Messi steht seit Monaten neben sich. Er schlurft meist mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze zum Training und ist ein Schatten seiner selbst. Er kam beim Auftaktmatch in Bochum in den letzten zehn Minuten zum Einsatz, seitdem ist er raus. außerdem wartet er weiter auf seinen italienischen Pass, den er benötigt, um zumindest in der U23 Spielpraxis sammeln zu können.

Juan Barros:

Er ist die traurige Figur in Maurers Team. Der Peruaner wurde kurz vor Transferschluss im August bis Ende des Jahres von Werder Bremen verpflichtet, spielte nach anfänglich guten Trainingsleistungen und einem ordentlichen Test in Zürich in Duisburg auf der Position des linken Verteidigers. Doch in diesen 90 Minuten enttäuschte er. Seitdem spielte er bei Maurer keine Rolle mehr. Für ihn ist ein Bewährungskick.

Reinhard Franke

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