Desillusionierte Löwen: Rennen statt reden

Die Hinrunden-Ausbeute der Löwen entspricht der eines Absteigers. Trainer Möhlmann zückt nach dem 0:1 gegen Frankfurt eine Mängelliste und fordert statt Reden hundert Prozent auf dem Platz.
| dpa
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Sertan Yegenoglu (rechts) und sein 1860-Kollege Stephane Mvibudulu unmittelbar nach der 0:1-Pleite gegen den FSV Frankfurt.
Rauchensteiner/Augenklick Sertan Yegenoglu (rechts) und sein 1860-Kollege Stephane Mvibudulu unmittelbar nach der 0:1-Pleite gegen den FSV Frankfurt.

München - Benno Möhlmann ärgerte der Rückfall in alte Zeiten maßlos. Nach acht Punkten aus vier Spielen wurden rund um den Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München schon wieder optimistische Hochrechnungen bis zum Jahresende angestellt.

Prompt folgte zum Abschluss der Hinrunde eine bittere 0:1-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt. "Wir müssen mit den Spielern besprechen, dass es nicht nur ums Reden geht und was im Umfeld schon wieder an Hoffnung, was an möglichen Siegen bis Weihnachten hochgerechnet wird, sondern dass man hundert Prozent auf dem Platz bringen muss", klagte der 1860-Trainer.

Möhlmann vermisste gegen "abgezockte" Frankfurter vieles bei seiner Mannschaft, was zuletzt zu einem zarten Aufschwung im knüppelharten Abstiegskampf beigetragen hatte.

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"Wir waren nicht so griffig, nicht so laufbereit, nicht so zweikampfstark, nicht so nah am Mann", zählte der erfahrene Zweitligacoach die vielfältigen Mängel auf. "Ich denke, uns hat so ein Hallo-wach-Effekt gefehlt, um wieder richtig in die Puschen zu kommen", meinte Mittelfeldspieler Daniel Adlung.

Das Spiel am Freitagabend entschied eine "Ich musste in der Situation eine Sekundenentscheidung treffen. Fehler passieren. Ich bin auch nur ein Mensch", bemerkte der 20-jährige Yegenoglu.

Lesen Sie hier: Die 1860-Profis in Noten

14 Punkte aus 17 Hinrundenspielen sind die Bilanz eines Absteigers. "Wir sollten gucken, dass wir Punkte holen, dann wird sich die Tabelle von alleine regulieren", empfahl Adlung. Der Routinier sieht durchaus personellen Handlungsbedarf im Winter: "Das ist Sache des Trainers und des Sportdirektors. Ich denke schon, dass sie den einen oder anderen holen werden."

Allein mit talentierten Nachwuchsakteuren ließen sich Ausfälle wie der von Rechtsverteidiger Gary Kagelmacher gegen Frankfurt nicht kompensieren. "In dieser Saison mussten wir wegen des großen Verletzungspechs immer wieder neue Spieler einbauen", betonte Adlung.

Bis zur Winterpause stehen aber noch drei wichtige Spiele an. Erst daheim gegen Heidenheim, dann im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum und schließlich zum Jahresabschluss beim Zweitliga-Herbstmeister SC Freiburg.

"Jetzt müssen wir die Fehler aufarbeiten und am Freitag gegen Heidenheim wieder mit der Konsequenz der letzten Wochen auftreten", lautete die Marschroute, die Adlung dem Team vorgab.

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