Der Sportdirektor wirbt: Reuters Plädoyer für die Arena

Der Sportdirektor will "Aufklärungsarbeit leisten" und bei einer Info-Veranstaltung erklären, warum es keine Stadion-Alternative gibt. Damit ist klar: Die Löwen bleiben in der Arena.
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„Keine Alternative zur Arena“: Stefan Reuter.Foto: Bongarts/G.I.
Bongarts/Getty Images „Keine Alternative zur Arena“: Stefan Reuter.Foto: Bongarts/G.I.

Der Sportdirektor will "Aufklärungsarbeit leisten" und bei einer Info-Veranstaltung erklären, warum es keine Stadion-Alternative gibt. Damit ist klar: Die Löwen bleiben in der Arena.

MÜNCHEN Natürlich spürt auch Stefan Reuter die Diskussion um die Allianz Arena und den Wunsch vieler Löwen-Fans nach einem Ausstieg aus dem Stadionvertrag – doch der 1860-Sportdirektor verdeutlicht wie zuvor schon OB Christian Ude („Es gibt keinen Ausweg"), dass die Realität anders aussieht: „In München gibt es keine Alternative zur Allianz Arena"; sagt der Löwen-Manager. „Unsere Pflicht ist es nun, dass wir Aufklärungsarbeit leisten."

Reuter plant eine Info-Veranstaltung zum Stadion-Thema, um den Löwen- Anhang zu beschwichtigen: „Unser großes Problem ist doch, dass von 1860 diese Garantie-Vertrage abgeschlossen worden sind – und der Abstieg in die Zweite Liga nie einkalkuliert war.“ Verträge, die von Ex-Präsident Karl-Heinz Wildmoser zu Bundesliga-Zeiten aufgesetzt und unterzeichnet wurden.

Mit 5,3 Millionen pro Jahr belastet die Fröttmaninger Arena mittlerweile den zweitklassigen TSV 1860, allein zwei Millionen Euro gehen für das Catering von „Arena One" drauf. In diesen Bereich aber kommt jetzt Bewegung rein, wie Ude am Dienstag im AZ-Interview verriet.

Reuters große Hoffnung: Der Vertrag mit dem Stadion-Gastronom soll demnächst angepasst werden, damit mehr Geld für den 1860-Kader übrig bleibt.

Sein Vorschlag: „Eine Abrechnung nach dem tatsächlichen Besuch wäre am sinnvollsten." Nicht mit einem Fix-Betrag wie bislang, egal ob durchschnittlich 23 600 Zuschauer (wie derzeit bei den Löwen) oder 69000 (wie immer bei Bayern) die Arena füllen, sondern nach dem tatsächlichen Verbrauch.

Dass der Lokal-Rivale zudem die Miete reduziert, diese Hoffnung hat Reuter nicht: „Diesen Stadion-Vertrag kannst du nicht anfechten, du kannst ihn nur auflösen, wenn beide Parteien dem zustimmen.“ Mit den Bayern rechne er dabei nicht, sagt er. „Außerdem sind die Bayern uns schon oft genug entgegengekommen – das vergessen unsere Fans schnell."

Mit dem Abkauf der Anteile für 11,3 Millionen Euro hat der FC Bayern die Blauen 2006 vor der Insolvenz gerettet, zudem die Miete von drei auf eine Millionen Euro reduziert.

Keine Hoffnung macht Reuter den Nostalgikern vom Grünwalder Stadion: „Wir hätten in diesem Stadion kaum Werbe-Möglichkeiten, keinen VIP-Bereich. Und ich bezweifle, dass man selbst mit einem großen Investment das Grünwalder Stadion bundesliga-tauglich machen könnte. Die Fans müssen das endlich verstehen."

Oliver Griss

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