"Das war unterste Schublade": Dressel-Dresche für Schiri Dietz nach 1860-Remis

Nach dem Remis des TSV 1860 gegen den TSV Landsberg macht Kapitän Dennis Dressel seinem Ärger über Schiedsrichter Christian Dietz Luft. Der Mittelfeldspieler kritisiert vor allem den aus seiner Sicht arroganten Auftritt des Referees.
Ruben Stark
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Angefressen – vom Resultat und auch vom Schiedsrichter: Dennis Dressel.
Angefressen – vom Resultat und auch vom Schiedsrichter: Dennis Dressel. © IMAGO/kolbert-press/Ulrich Gamel

Dennis Dressel war aufgewühlt und ja, auch aufgebracht. Daran hatte die Leistung des TSV 1860 beim 1:1 gegen den TSV Landsberg einen Anteil, aber nicht nur. Schiedsrichter Christian Dietz (42), der bei der WM als Assistent von Felix Zwayer im Einsatz war, hatte ebenso Dressels Ärger auf sich gezogen. Über dessen Entscheidungen wollte der Sechzger-Kapitän eigentlich gar nicht reden, und tat es irgendwie aber doch. Deutlich mehr aber sorgte das Auftreten des Referees für Groll beim Mittelfeldspieler der Blauen.

Auf die Frage, ob er aufgrund des recht wilden Spiels, das Landsberg in der zweiten Halbzeit dem Favoriten aufgezwungen hatte, sauer sei, antwortete Dressel: "Auch. Der Schiedsrichter hat seinen Teil dazu beigetragen, man konnte ja nicht mal reden mit dem. Da muss man sich auch noch drüber aufregen, das kostet auch noch unnötig Energie."

Denn es gab ja so schon genug Fehler, die es aufzuarbeiten gilt. "Wir haben uns nicht so ganz an den Plan gehalten. Das Spiel letzte Woche hat vielleicht bisschen geblendet", schätzte der zweitligaerfahrene Dachauer ein.

Nachdem er Schiedsrichter Christian Dietz (l.) angesprochen hat, kassiert Löwe Tunay Deniz gleich die gelbe Karte.
Nachdem er Schiedsrichter Christian Dietz (l.) angesprochen hat, kassiert Löwe Tunay Deniz gleich die gelbe Karte. © IMAGO/Heike Feiner

Aber zurück zu Schiedsrichter Dietz, der erst den Löwen und später Landsberg einen Foulelfmeter zusprach. Bei Letzterem war auch Dressel direkt beteiligt, als Ünal Tosun im Duell zu Boden ging. "Ich habe die TV-Bilder noch nicht gesehen, ich weiß nicht, wie es von außen aussah", sagte Dressel, betonte aber: "Ich berühre ihn gefühlt gar nicht, ich dachte, er pfeift und gibt Gelb für Schwalbe."

Es kam anders und auch deshalb musste Dressel ordentlich Dampf ablassen. "Das war unterste Schublade, mit dem konnte man kein Wort reden – auch beim Elfmeter", schimpfte der 27-Jährige und schob nach: "Tunay (Deniz, d. Red.) kriegt in der ersten Halbzeit einfach eine Gelbe Karte, nur weil er einfach redet mit ihm." War da eine gewisse Arroganz beim Unparteiischen wahrzunehmen? Dressel: "Ja, würde ich auch sagen."

Womöglich muss also nicht nur der TSV Lehren aus diesem Regionalliga-Sonntag ziehen.

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8 Kommentare
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  • Der Wahrheit am 31.08.2026 16:54 Uhr / Bewertung:

    Jetzt muss ich aber schon mal unseren Dressel bei Seite stehen: Anscheinend hat hier die überwiegende Zahl von den Kommentatoren noch nie selber ernsthaft Fußball gespielt. Ein arroganter Schiri, der auch noch schlecht pfeift, ist vermutlich einer der nervigsten Dinge als Spieler. Und ich hätte beide Elfer nicht gepfiffen. Aber, dass man als Spieler nach so einen Spiel mal Dampf ablässt, ist m. E. auch mehr als verständlich!!

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  • Kaiser Jannick am 31.08.2026 15:56 Uhr / Bewertung:

    Wenn man sich nochmals die TV-Bilder ansieht, war der Elfmeter gegen uns eine weitere klare Fehlentscheidung. Der Schieri hat auch ewig gewartet, bis er gepfiffen hat, er war sich also zu Recht unsicher. Dann darf er aber keinen Strafstoß pfeifen.

    Unabhängig davon:
    die Kritik an Dressel ist zum Teil nachvollziehbar. Da muss mehr kommen, wie auch bei einigen anderen Spielern. Allerdings haben Team und Trainer mehr Geduld verdient, das muss erst zusammenwachsen, so etwas geht nicht von heute auf morgen. Man sollte also nicht jetzt schon wieder alles im Löwen-Blues sehen.

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  • Etty Buffmeyer am 01.09.2026 11:51 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Kaiser Jannick

    Richtig, aber hier geht's nicht ums Zusammenwachsen der Löwenelf, sondern um Dressels harsche Schirikritik. Und die ziemt sich nicht nach so einer eigenen Nicht-Leistung. Ergo kriegt er Gegenwind.

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