"Das Ergebnis geht völlig in Ordnung"

Ohne zahlreiche Stammspieler hat Fußball-Zweitligist TSV 1860 München ein Testspiel am Samstag in Krakau verloren. Die Löwen unterlagen beim polnischen Erstligaclub Cracovia Krakau mit 1:2 (0:0).
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Bloß nicht auf Schnee spielen: Reiner Maurer
Rauchensteiner/Augenklick Bloß nicht auf Schnee spielen: Reiner Maurer

KRAKAU - Ohne zahlreiche Stammspieler hat Fußball-Zweitligist TSV 1860 München ein Testspiel am Samstag in Krakau verloren. Die Löwen unterlagen beim polnischen Erstligaclub Cracovia Krakau mit 1:2 (0:0).

"Hoffentlich schießen wir nicht allzu viele Tore", hatte Geschäftsführer Robert Niemann noch gemeint, schließlich war es der Softwarehersteller "Comarch", Hauptsponsor des TSV 1860, der mit seinem Klub, dem polnischen Erstligateam Cracovia, Stadioneröffnung feierte gegen die Löwen - und denn Geldgeber soll man ja nicht vergrätzen. Taten sie auch nicht, sie blieben brave Gäste. Im Grunde erzielten die Löwen am Samstagabend gar keinen Treffer und der Gastgeber drei: Das zwischenzeitliche 1:1 war ein kurioser Eigentorkuller der Polen. Am Ende verlor Sechzig mit 1:2, "und das Ergebnis geht völlig in Ordnung", fand Trainer Reiner Maurer.

Nur knapp 4000 Zuschauer waren in der 700.000-Einwohner-Metropole zur Einweihung des neuen Stadions gekommen, und sie bekamen bei Temperaturen nahe Null wenig Erwärmendes geboten. Eine unansehnliche Nullnummer in Hälfte eins, ein etwas muntererer Schlagabtausch in Hälfte zwei, mit dem 1:0 von Klich (55.) nach desaströsen Abwehrfehlern, dem kuriosen Eigentor zum 1:1 durch Wasiluk (68.) und einem (als schon alles mit einem Elfmeterschießen zum Ausklang gerechnet hatte) Sonntagsschuss als Samstagabend zum 2:1 durch Matusiak in der Nachspielzeit. Maurer: "Das spiegelt den Spielverlauf wider."

Der Löwen-Trainer hatte das Comarch-Derby beim Hauptsponsor in erster Linie dazu genutzt, um in Abwesenheit der Nationalspieler Ersatzkräfte zu testen, die sonst nicht zum Einsatz kamen. Philipp Tschauner im Tor, der bei den Gegentreffern wenig ausrichten konnte, oder Necat Aygün etwa, der darum bemüht war, ja keinen Fehler zu machen, und Kai Bülow in der Abwehr, der viele Fehler machte. Oder Sandro Kaiser, der sich mühnte, aber doch überfordert wirkte ebenso wie Emanuel Biancucchi und Eke Uzoma in der Mitte, von dem Maurer sagte, er habe "Licht und Schatten gezeigt", wobei die Schattenseiten doch deutlich überwogen. "Er braucht ja Spielpraxis, aber zu Ignjovski ist das kein Vergleich", sagte Maurer.

Nachdem in der ersten Hälfte Kapitän Benny Lauth und Sturmkollege Djordje Rakic (Maurer: "Man merkt beiden an, dass sie überspielt sind"), wenig bis nichts zustande brachten, kam nach der Pause neben Stefan Aigner auch Bobby Wood aus dem U23-Nachwuchs, der wegen der Ausfälle von Alexander Ludwig (Grippe) und Savio Nsereko (fehlte unangemeldet) erst am Spieltag mittags nach Krakau eingeflogen wurde. "Er hat noch nie mit uns trainiert", erklärte Maurer, "da kann man nicht allzu viel erwarten."

Am Ende sah in der Nachspielzeit auch noch Stefan Buck Gelb-Rot, "aber das hat ja keine Folgen", sagte Maurer gleichmütig. Ohnehin wollte sich der Coach angesichts der abendlichen Einladung ins "Wierzynek", eines der besten Restaurants Polens, nicht die Stimmung vermiesen lassen. Als dann aber gegen Mitternacht die Spieler um Kapitän Lauth noch um Ausgang in der Studenstadt baten, lehnte Maurer ab: "Morgen früh ist Training." G.J.

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