Cassalette hat keine Angst vor dem Saisonfinale - TSV 1860 Check: Sind die Löwen zu gut für den Abstieg?

Präsident Peter Cassalette hat keine Angst vor dem Saisonfinale. "Es nervt mich, wenn es von außen heißt, wir müssen zittern. Ich sehe das anders." Hat er Recht?
| Ludwig Vaitl
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Kader-Marktwert:
Für Cassalettes These spricht der von transfermarkt.de errechnete Markwert. Im ligaweiten Vergleich liegen die Löwen hinter Stuttgart, Hannover, Braunschweig auf Platz vier mit einem geschätzten Gesamtwert von 19,45 Millionen. Nach dieser Statistik haben die Löwen also nichts mit dem Abstieg zu tun. Aber schon letzte Saison waren die Löwen am Ende acht Plätze schlechter als ihr theoretischer Marktwert. Aber auch das würde noch reichen.
imago/Sven Simon 7 Kader-Marktwert: Für Cassalettes These spricht der von transfermarkt.de errechnete Markwert. Im ligaweiten Vergleich liegen die Löwen hinter Stuttgart, Hannover, Braunschweig auf Platz vier mit einem geschätzten Gesamtwert von 19,45 Millionen. Nach dieser Statistik haben die Löwen also nichts mit dem Abstieg zu tun. Aber schon letzte Saison waren die Löwen am Ende acht Plätze schlechter als ihr theoretischer Marktwert. Aber auch das würde noch reichen.
Der Faktor Vitor Pereira:
"Dass die Mentalität innerhalb der Mannschaft inzwischen eine ganz andere ist, haben wir in unseren bisherigen Heimspielen im Jahr 2017 gesehen, was natürlich auch ein großer Verdienst von Vitor Pereira ist", so Investor Hasan Ismaik. Die überzeugenden Heimsiege gegen Nürnberg und Karlsruhe sprechen also für Cassalettes These. Allerdings ist Pereira auch kein Zweitliga-Experte.
sampics/Augenklick 7 Der Faktor Vitor Pereira: "Dass die Mentalität innerhalb der Mannschaft inzwischen eine ganz andere ist, haben wir in unseren bisherigen Heimspielen im Jahr 2017 gesehen, was natürlich auch ein großer Verdienst von Vitor Pereira ist", so Investor Hasan Ismaik. Die überzeugenden Heimsiege gegen Nürnberg und Karlsruhe sprechen also für Cassalettes These. Allerdings ist Pereira auch kein Zweitliga-Experte.
Das sagt der Experte:
"Wer im Winter so einen großen Umbruch tätigt, muss im Sommer alles falsch gemacht haben", so der erfahrene Peter Neururer in der AZ über den Komplett-Umbau: Mit Vitor Pereira wurde nicht nur ein neuer Cheftrainer geholt, sondern auch die halbe Mannschaft erneuert. "Das kann eine Chance sein", so Neururer, "es stellt aber auch ein Risiko dar, denn vor Rückschlägen bist Du mit solch neuen und wackligen Strukturen nicht gefeit." Seine Prognose deckt sich nicht mit der des Präsidenten: "1860 ist noch lange nicht durch."
Augenklick/firo 7 Das sagt der Experte: "Wer im Winter so einen großen Umbruch tätigt, muss im Sommer alles falsch gemacht haben", so der erfahrene Peter Neururer in der AZ über den Komplett-Umbau: Mit Vitor Pereira wurde nicht nur ein neuer Cheftrainer geholt, sondern auch die halbe Mannschaft erneuert. "Das kann eine Chance sein", so Neururer, "es stellt aber auch ein Risiko dar, denn vor Rückschlägen bist Du mit solch neuen und wackligen Strukturen nicht gefeit." Seine Prognose deckt sich nicht mit der des Präsidenten: "1860 ist noch lange nicht durch."
Vergleich mit dem Vorjahr:
"Wir stehen im Vergleich zum Vorjahr viel besser da", sagt Cassalette und die Statistik gibt ihm Recht. 1860 hat nach 22 Spielen 25 Punkte. Das sind zehn Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Saison. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt komfortable sechs Punkte. Aber dennoch ist Vorsicht geboten: Im Vorjahr hatte der FSV Frankfurt schon 8 Punkte Vorsprung und stieg am Ende direkt ab.
sampics/Augenklick 7 Vergleich mit dem Vorjahr: "Wir stehen im Vergleich zum Vorjahr viel besser da", sagt Cassalette und die Statistik gibt ihm Recht. 1860 hat nach 22 Spielen 25 Punkte. Das sind zehn Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Saison. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt komfortable sechs Punkte. Aber dennoch ist Vorsicht geboten: Im Vorjahr hatte der FSV Frankfurt schon 8 Punkte Vorsprung und stieg am Ende direkt ab.
Die neue Heimstärke:
Mut macht die neue Heimstärke. Seit sieben Heimspielen sind die Löwen ungeschlagen, fünf Mal ging man gar als Sieger vom Platz. Eine Bilanz, die nicht gerade nach Abstieg klingt. Auf der anderen Seite spielen die Löwen in der Fremde wie ein Absteiger. Sieben Auswärtsspiele in Folge gingen verloren. Den letzten Punktgewinn gab es im September auf St. Pauli (Endergebnis 2:2).
imago/Sven Simon 7 Die neue Heimstärke: Mut macht die neue Heimstärke. Seit sieben Heimspielen sind die Löwen ungeschlagen, fünf Mal ging man gar als Sieger vom Platz. Eine Bilanz, die nicht gerade nach Abstieg klingt. Auf der anderen Seite spielen die Löwen in der Fremde wie ein Absteiger. Sieben Auswärtsspiele in Folge gingen verloren. Den letzten Punktgewinn gab es im September auf St. Pauli (Endergebnis 2:2).
Der Spielplan: 
Die Löwen haben ein knackiges Restprogramm. Direkte Kellerduelle gibt es am Samstag gegen St. Pauli und Anfang April in Aue, ansonsten stehen vor allem Duelle gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel an, inklusive den Topfavoriten Stuttgart und Hannover. Heißt: Werden die direkten Duelle gewonnen, könnte es ein entspanntes Saisonfinale werden. Andernfalls ist der Vorsprung schnell geschmolzen und das Zittern geht wieder los.
imago/Sven Simon 7 Der Spielplan: Die Löwen haben ein knackiges Restprogramm. Direkte Kellerduelle gibt es am Samstag gegen St. Pauli und Anfang April in Aue, ansonsten stehen vor allem Duelle gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel an, inklusive den Topfavoriten Stuttgart und Hannover. Heißt: Werden die direkten Duelle gewonnen, könnte es ein entspanntes Saisonfinale werden. Andernfalls ist der Vorsprung schnell geschmolzen und das Zittern geht wieder los.
Fazit:  
Die Löwen haben eine sehr viel bessere Ausgangsposition als in den vergangenen Spielzeiten, einen qualitativ besser bestückten Kader und einen hochkarätigen Trainer. Vieles spricht für eine frühzeitige Rettung. Angesichts des massiven Umbruchs und des schwierigen Restprogramms ist es für Hochmut aber noch zu früh.
sampics/Augenklick 7 Fazit: Die Löwen haben eine sehr viel bessere Ausgangsposition als in den vergangenen Spielzeiten, einen qualitativ besser bestückten Kader und einen hochkarätigen Trainer. Vieles spricht für eine frühzeitige Rettung. Angesichts des massiven Umbruchs und des schwierigen Restprogramms ist es für Hochmut aber noch zu früh.

München - Der Oberlöwe hat gebrüllt. Und wie: "Wir sind zu gut für den Abstieg“, so Präsident Peter Cassalette im AZ-Interview ganz selbstbewusst. Dabei schlitterte sein Team in den vergangen beiden Jahren jeweils nur hauchdünn am Abstieg vorbei und ist auch in dieser Saison zwölf Spieltage vor Ende noch lange nicht gerettet.

Lesen Sie hier: Das findet Ismaik

Doch eine große Winter-Transferoffensive und die Verpflichtung von Star-Trainer Vitor Pereira geben den Löwen ein ganz neues Selbstbewusstsein vor der entscheidenden Saisonphase.

Aber was sagen die Fakten, sind die Löwen wirklich zu gut für den Abstieg? In unserer Bildergalerie finden Sie den AZ-Check!

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