Blaue Pläne - So will Sechzig in den DFB-Pokal einziehen

Die Löwen wollen sich für den DFB-Pokal in der kommenden Saison qualifizieren und kassieren – dafür haben sie zwei Optionen: Vierter in der Liga werden oder den Toto-Pokal gewinnen.
| Matthias Eicher
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München - Mal ehrlich, Daniel Bierofka: Der Klassenerhalt des TSV 1860 steht rechnerisch zwar noch nicht fest. Und der Löwen-Trainer tut auch gut daran, wie gewohnt den Mahner zu geben, bevor bei den Sechzgern der Schlendrian Einzug erhält. So wirklich rechnet dennoch auf Giesings Höhen keiner mehr damit, noch in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden. Auch nach oben ist der Abstand zu groß, um Aufstiegsträume zu haben.

Ein Saisonziel bleibt aber noch – und das könnte sich auszahlen. Der TSV hat noch die doppelte Chance, in die erste Runde des DFB-Pokals der Saison 2019/20 einzuziehen. Option A: In der Drittliga-Tabelle Vierter werden und sich damit automatisch qualifizieren. Laut Bierofka die schwierigere Variante.

Bierofka: "Platz vier wird schon extrem schwer"

"Platz vier wird schon extrem schwer, Halle hat gegen Würzburg gewonnen, die haben eine stabile Mannschaft und riechen sogar nochmal oben ran", sagte der 40-Jährige über das Unterfangen, den Viertplatzierten Halleschen FC (53 Punkte) noch abzufangen. Je nach Ausgang des gestrigen Auswärts-Auftritts der Blauen bei der SG Sonnenhof Großaspach (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet) beträgt der Rückstand auf Halle sechs, acht oder neun Punkte.

Mit Rostock (46), Würzburg, Kaiserslautern und Uerdingen (alle 44) schielen aber noch andere Konkurrenten mit nach oben. Option B: Den Totopokal holen! Sechzig kämpft dabei erstmal am 30. April bei Regionalligist Viktoria Aschaffenburg um den Einzug ins Finale des bayerischen Verbandspokals.

Dennoch der einfachere Weg für den Löwen-Dompteur: "Klar wäre der DFB-Pokal für uns wichtig, aber ich denke, die Wahrscheinlichkeit, den Toto-Pokal – das zweite Halbfinale steigt schon am Dienstag Abend um 18.30 Uhr.

Der Einzug in den DFB-Pokal bringt Geld - das können die Löwen brauchen

Das Duell um den Pokal-Sieg verspricht jedenfalls wie die bisherigen Aufeinandertreffen in der Liga erneut ein umkämpftes Duell, sowohl in den S-Bahn-Derbys gegen Haching (1:1, 1:0) als auch in den bayerischen Vergleichen mit Würzburg (1:1, 1:2) ging es eng zu. Steinig, aber machbar, dieser Weg. Weshalb der Einzug in den DFB-Pokal so wichtig für die Löwen wäre, liegt auf der Hand: Moneten. Schon die Antrittsprämie in der ersten Runde würde den Sechzgern einen dicken Batzen einspielen.

In der laufenden Saison kassierten die 24 Vertreter der Landesverbände 121 000 Euro, die restlichen Klubs 166 000 Euro. In der aktuellen Situation wäre eine solche Summe in etwa gleichbedeutend mit dem Jahresgehalt eines Drittliga-Topspielers – und kein Vergleich zu den Pokal-Prämien des Toto-Cups mit 1650 Euro für einen Halbfinalsieg und 5000 Euro für den Titelgewinn.

Sechzigs Rechnung könnte also lauten: Toto-Pokal einheimsen, nicht einkalkulierte Mehreinahmen erzielen, Spieler kaufen. Oder: Spieler mit auslaufenden Verträgen halten, wie Abwehrspieler Aaron Berzel, den man ansonsten ziehen lassen müsste. Würde jedenfalls nicht schaden, den durch Sechzigs Konsolidierungskurs aktuell arg eingeschränkten Handlungsspielraum etwas zu erweitern – Spieler, Fans und auch Coach Bierofka würden wohl auch nichts gegen eine (kleine) Pokal-Party einzuwenden haben

Hier mehr lesen: Kein neuer Vertrag: Fanliebling Christian Köppel muss TSV 1860 verlassen!

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