Blau ist die Hoffnung

Euphorie bei der Löwen-Prominenz vor dem Auftaktspiel am Sonntag in der Allianz Arena gegen die TuS Koblenz: „Wir sehen uns im Mai 2010 auf dem Marienplatz – zur Aufstiegsfeier“
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MÜNCHEN - Euphorie bei der Löwen-Prominenz vor dem Auftaktspiel am Sonntag in der Allianz Arena gegen die TuS Koblenz: „Wir sehen uns im Mai 2010 auf dem Marienplatz – zur Aufstiegsfeier“

Diesmal hat sich Manfred Stoffers fürs Vorwort des Stadion-Magazins einen neuen Slogan einfallen lassen: „Zurück – und zwar nach vorne!“ Der 1860-Geschäftsführer erklärt: „Das hört sich paradox an, aber bezeichnet doch unsere Ziele genau. Wir wollen zurück zu den alten Tugenden, die 1860 früher immer ausgemacht haben und unsere Fans so lieben: Kampfgeist, Leistungsbereitschaft, Einsatzwille.“

Bei der Saison-Premiere gegen die TuS Koblenz (Sonntag, 13.30 Uhr, Sky und Liga total live, außerdem auch im Liveticker auf abendzeitung.de) soll der Anfang im Unternehmen Auftstiegstour 2010 gemacht werden. In der AZ verraten viele Löwen, warum sie an den Aufstieg glauben:

Theo Waigel, Ex-Finanzminister: „Wenn der TSV 1860 aufsteigen sollte, wäre das ein Segen für ganz Bayern. 1860 ist eine Marke für München wie Mozart für Salzburg. Schade, dass Reuters Jugendkonzept nicht gegriffen hat.“

Petar Radenkovic (Torwart-Ikone):„Seit Jahren wird bei 1860 vom Aufstieg gesprochen – aber vor dieser Saison haben die Verantwortlichen endlich mal etwas dafür getan, dass wir realistisch davon sprechen können. Mit Stevic, Stoffers und Lienen sind wir auf dem Weg nach oben. Die Achse Kiraly – Felhi – Lovin – Lauth/Cooper wird das auf dem Platz richten, wovon wir Jahre geträumt haben.“

Karl-Heinz Wildmoser (Ex-Präsident TSV 1860): „1860 hat in der Zweiten Liga einfach nichts verloren. Die Löwen als Traditionsklub und Gründungsmitglied müssen zurück in die Bundesliga, schon allein wegen der Fernseh-Einnahmen. Die Derbys fehlen der Stadt natürlich auch. Schade finde ich es, dass das von mir initiierte Jugend-Konzept nicht mehr weitergeführt wird.“

Fredi Heiß (Meister-Löwe): „1860 muss wegen seiner Vergangenheit, seiner Mitglieder und seinem guten Ruf einfach aufsteigen. 1860 ist ein Teil von mir – ich wünsche mir so sehnlichst den Aufstieg. Momentan machen sie im Verein vieles richtig.“

Ernst Prost (Geschäftsführer von Hauptsponsor Liqui Moly): „Wenn keine Querelen zugelassen werden, steigt 1860 auf – ich spüre das. Ich habe das Gefühl, dass sich Management, Mannschaft und Fans gefunden haben. Die Zeit des gegenseitigen Zerfleischens ist vorbei.“

Karsten Wettberg (1860-Aufsichtsrat): „1860 ist auf dem Weg nach oben – endlich sind meine Wunsch-Personen am Ruder: Mit Stevic habe ich eine Seelenverwandtschaft, er denkt Fußball wie ich – und Lienen ist ein echter Denker. Wer mit so wenig Geld so eine Mannschaft aus dem Hut zaubert, der verdient größten Respekt. Ein Florin Lovin zum Beispiel, der könnte in fast jeder Bundesliga-Mannschaft spielen.“

Stefan Schneider (Stadionsprecher des TSV 1860): „Für 1860 ist in dieser Saison nach oben hin alles drin – Lienen und Stevic machen das richtig, was ihre Vorgänger falsch gemacht haben. Dafür bin ich ihnen als Stadionsprecher sehr dankbar. Ich spüre endlich wieder, dass eine Löwen-Mannschaft gewinnen will. Wenn wir aufsteigen, dann ziehe ich Kiralys graue Schlabberhose auf dem Rathaus-Balkon an.“

Ralph Kästl (Bash-Club): „1860 steigt auf, weil die Spieler das erste Mal seit Jahren eine klare Ansage von den Verantwortlichen bekommen haben – und die heißt Aufstieg. Ich habe auch schon gespürt, dass sich die Mannschaft mit einer ganz anderen Körperhaltung präsentiert als früher. Benny Lauth wird für mich der Garant für den Aufstieg und mit Gabor Kiraly haben wir den besten Torwart der Zweiten Liga. Gut finde ich auch, dass Lauth mit Kenny Cooper endlich Entlastung bekommt. Wir sehen uns im Mai 2010 auf dem Marienplatz – zur Aufstiegsfeier.“

Christl Estermann (Löwenstüberl-Wirtin): „Die Durststrecke ist vorbei, ich spüre das bei mir im Biergarten. Die Fans sind wieder heiß auf die Löwen. Dank Miki Stevic und Ewald Lienen brennt das Feuer wieder. 1860 gehört einfach in die Erste Liga, wir sind nicht irgendein Bauernklub, wir sind Sechzig, ein Großverein, der einfach aufsteigen muss.“

Jo Brauner (Ex-Telekom-Chef und Ex-Aufsichtsrat): „1860 gehört in die Erste Liga. Doch je länger das dauert, desto schwieriger wird es, denn der Mythos 1860 schwindet langsam. Ich glaube nicht, dass der Verein gut genug aufgestellt ist, den Aufstieg diese Saison zu schaffen – die Vergangenheit war einfach zu chaotisch.“ Umfrage: Oliver Griss,

Mathis Broelmann

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