Kommentar

Befreiung per Husarenstück: Der TSV 1860 holt sich viel mehr als nur den Löwen zurück

15 Jahre lang war Hasan Ismaik ein prägender und umstrittener Teil des TSV 1860. Jetzt ist dem Verein der historische Befreiungsschlag gelungen. AZ-Sportvize Florian Weiß über einen Kraftakt, der ungeahnte Energien freigesetzt hat – und darüber, warum die schwierigste Aufgabe erst noch kommt.
Florian Weiß
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Nach der nicht erteilten Lizenz für die Dritte Liga Anfang Juni hatte ich geschrieben, dass 1860 eine ähnliche Kraft wie nach dem Zwangsabstieg 2017 nur entwickeln kann, sollte es zur Trennung von Hasan Ismaik kommen.

Mit der Kündigung des Kooperationsvertrags mit der KGaA seitens des e.V. war ein erster Schritt in diese Richtung getan, mit der Übertragung des Spielbetriebs an die neue GmbH und der Überführung zahlreicher noch bei der KGaA angestellten Spieler sowie einigen bemerkenswerten Verpflichtungen noch weitere.

Schon das sorgte für ungeahnte Energien und Sympathien. Mit der Übernahme der Markenrechte samt Löwe, des restlichen Kaders sowie weiterer Mitarbeiter von der nun insolventen KGaA ist dem TSV 1860 nun das kaum für möglich gehaltene Husarenstück gelungen.

Mang kündigte Zukunft ohne Ismaik an – und hielt Wort

15 Jahre lang war Ismaik ein ebenso gewichtiger wie umstrittener Teil des Löwen-Kosmos, der mitunter bedrohlich ins Wanken geriet, getrieben von Ambitionen, Ängsten, Sorgen und Skandalen. 2017 und 2026 kam es für Münchens große Liebe infolgedessen zu schmerzhaften (Ab-)Stürzen. Das war genug, das setzte ungeahnte Kräfte und Mut frei.

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"Wir werden jetzt einen Weg gehen, dass wir den Verein aufstellen und nach vorne schauen. Ich glaube, es kann auch eine Chance für den gesamten Verein sein", hatte 1860-Präsident Gernot Mang vor zwei Monaten gesagt. Ohne Ismaik. Er und sein Präsidium haben Wort gehalten.

"Mit dem Rücken an der Wand, doch immer wieder oben auf", heißt es im Fan-Song "Mit Leib und Seele" der Vorstadtkönige. Welch passender Satz für diesen historischen Tag, an dem Sechzig sich viel mehr als nur den Löwen zurückgeholt hat.

Trotzdem muss jedem Löwen klar sein: Ad acta gelegt ist der Zoff mit Ismaik noch nicht, rechtlich ist noch so einiges zu klären. Und: Dem großen Erfolg neben dem Platz muss möglichst rasch auch der auf dem Rasen folgen.

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4 Kommentare
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  • meingottwalter am 01.09.2026 20:57 Uhr / Bewertung:

    Sportlich nächste Saison dann Bayernliga. Die Leistung reicht nicht für die Regionalliga.

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  • Chris_1860 am 02.09.2026 00:14 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von meingottwalter

    Schmarrn.

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  • Hausgeist am 01.09.2026 18:16 Uhr / Bewertung:

    Na dann,willkommen zurück geliebtes Wappentier!!

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