Bedingt enttäuscht: Die Löwen verlieren in Düsseldorf

Die Löwen unterliegen Fortuna Düsseldorf 0:2. Im Spiel wirken sie zu wenig entschlossen – und hinterher nicht allzu zerknirscht. Das einzig Erfreuliche: Lovin gibt sein Comeback
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Zweikampf zwischen Düsseldorfs Oliver Fink (l) und Münchens Sandro Kaiser.
dpa Zweikampf zwischen Düsseldorfs Oliver Fink (l) und Münchens Sandro Kaiser.

DÜSSELDORF - Die Löwen unterliegen Fortuna Düsseldorf 0:2. Im Spiel wirken sie zu wenig entschlossen – und hinterher nicht allzu zerknirscht. Das einzig Erfreuliche: Lovin gibt sein Comeback

Okay, Fortuna Düsseldorf ist eine Spitzenmannschaft der 2. Liga und kämpft noch um den Aufstieg. Okay, in dieser Saison war es noch keiner Mannschaft gelungen, die Rheinländer im heimischen Stadion zu besiegen, in der gesamten Rückrunde kassierten sie zudem kein Tor in der Esprit-Arena. Die 0:2-Niederlage der Löwen in Düsseldorf war also keine Schande. Aber ärgerlich allemal.

Denn die Löwen machten im Grunde über die gesamte Spielzeit nicht den Eindruck machten, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Sie hielten mit, spielten nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht zwingend. Die Blauen, die wegen der Aschewolke mit dem Zug nach Düsseldorf angereist waren, wirkten nicht recht bei der Sache.

Keine drei Minuten waren gespielt, als Keeper Gabor Kiraly hinter sich greifen musste. Einen Schuss von Jens Langeneke hatte Kiraly nur abprallen lassen. Von Kiralys Brust flog der Ball zurück zum Düsseldorfer, der per Kopf einnetzte.

Die Löwen wirkten nach dem frühen Gegentor bis Mitte der ersten Hälfte konsterniert, brachten kaum etwas zustande. In der 16. Minute klärte Kiraly stark vor Martin Harnik klären, nach 26 Minuten hatte Düsseldorf bereits sechs Ecken herausgespielt.

Erst in der 34. Minute näherten sich die Sechzger dem gegnerischen Tor, als Alexander Ludwig eine Freistoß-Flanke aus gut 35 Metern direkt in die Arme von Düsseldorf-Keeper Ratajczak schoss. Fünf Minuten später dann wehrte Fortuna-Torhüter Ratajczak einen strammen Schuss von Sascha Rösler ab. Das war gleichzeitig die beste Szene Röslers, der ja nicht nur um einen neuen Vertrag bei 1860 kämpft, sondern auch bei Düsseldorf im Gespräch sein soll. Die Leistung gestern freilich war keine exzellente Bewerbung.

Doch auch die Mitspieler machten es nicht besser. Röslers Schuss blieb die beste Chance für 1860 in der gesamten Partie. In der zweiten Halbzeit kontrollierte 1860 zwar die Partie, ohne aber Torgefahr auszustrahlen. Stattdessen kassierten sie in der Nachspielzeit das 0:2, als wiederum Langeneke per Foulelfmeter traf.

Allzu enttäuscht oder zerknirscht wirkten die Löwen danach nicht. Es geht ja um nichts mehr. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es gar kein Problem wäre, sich auf die nächsten Spiele zu motivieren“, gab Rösler zu. Es geht ja auch um nichts mehr bei 1860. Rösler fügte freilich an: „Wir sind aber natürlich professionell. Es ist noch genügend Motivation da.“ Das Erfreulichste aus 1860-Sicht war an diesem Sonntag noch das Comeback von Florin Lovin. Der Rumäne, der sich am 13. September 2009 gegen Fürth einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, kam nach der Pause für Dominik Stahl. Der Rumäne bemühte sich sichtlich, das Spiel zu ordnen – ehe er sich in die mäßige Gesamtleistung seiner Elf einfügte.

fil, mw

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